Kneipenbühne Oberweiling

Musik fürs Volk

NEUMARKT. Volksmusik ist Musik fürs Volk. Das wollen die Münchner Peter Röckl (Gitarre, Gesang), Ritsch Ermeier (Akkordeon, Gesang) und Walter Zinkl (Bass, Gesang) dem Oberweilinger Publikum beweisen, wenn sie am Samstag nach zahlreichen Oktoberfestauftritten in der Kneipenbühne debütieren.

Das Trio nennt sich Sauglocknläutn (ein alter bayerischer Ausdruck für: Mit nix hinterm Berg halten, grad raus sein). Dementsprechend steckt eine Portion deftigen bairischen Humors in den „Gsangln“, ebenso jedoch Nachdenkliches über die Zeit, den Materialismus, George W. Bush und die Nächstenliebe.


Traditionelles versehen die drei mit leicht veränderten, aktualisierten Texten, politische Seitenhiebe verteilen sie meist in den Überleitungen zum jeweils folgenden Musikstück.Neben Polkas, Walzern und Landlern spielen Sauglocknläutn am liebsten Zwiefache - das alles in der Krachledernen, ausgestattet mit Schnupftüchern gegen Schweißattacken.

Das Publikum darf sich also auf eingängige bairische Volksmusik freuen, mit Texten für Geist und Herz, die jeder versteht.

Kein Kartenvorverkauf, nur Abendkasse, geöffnet wird um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 8 Euro.

Link zum Thema: www.kneipenbuehne.de
17.10.05

Etwas zu laut

NEUMARKT. Handgemachte Live-Musik versprach die Gruppe Sunset Voodoo Club bei ihrem Auftritt in der Kneipenbühne.

So groovten Bass und Schlagzeug bei hoher Spielqualität perfekt zusammen, auch waren die Soli des Gitarristen oft von ähnlicher Güte, aber die Lautstärke war für OWei zumindest in der ersten Runde nicht angemessen – und auch die Ausgewogenheit des Klangbildes ließ zu wünschen übrig.

Die Sängerin und Pianistin muss sich erst noch zu einer Frontfrau entwickeln – allzu hausbacken sind bislang ihre Zwischentexte, allzu sehr hängt sie mit ihren Augen an Klaviernoten und Textblättern. So etwas wirkt statisch und schafft natürlich keine Atmosphäre, reißt also niemanden vom Hocker auf die nicht vorhandene Tanzfläche, da kann die Songauswahl noch so grandios sein.

Dabei war das Quartett mit drei Stunden reiner Spielzeit äußerst fleißig. Es gab zwischen 1968 und 1973 eine von Frank Zappa sehr geschätzte „All-Girl Band“ namens „The Shaggs“. Wenn der Sunset Voodoo Club in der Lage wäre, eigene Stücke zu schreiben und auf ihre Sängerin zuzuschneiden, könnte die Band ähnlichen Kultstatus erreichen ...
16.10.05

Zurück in die 70er

NEUMARKT. Am Samstag wartet die Gruppe Sunset Voodoo Club mit handgemachter Live-Musik in der Kneipenbühne Oberweiling auf.

Wolfgang „Wolfi“ Schertel (Bass), Iris Hasel (E-Piano, Orgel, Akkordeon, Gesang), Peter Schwarm (Gitarre, Gesang) und Gerhard „Flaps“ Satt (Schlagzeug) sind virtuose Rockmusiker, die eine Wiederkehr des Gitarrenrocks- und -pops der 70er und 80er Jahre zelebrieren und sich auf ergreifende Balladen und treibende Grooves spezialisiert haben.

Dabei achten sie auf Vielseitigkeit, um möglichst jeden zu erreichen, wobei das mehrstündige Programm von Sunset Voodoo Club nicht aus den üblichen Partyhits besteht, sondern eher aus den Juwelen in der zweiten Reihe, die man zwar gerne hört, die aber viel zu selten gespielt werden. Bei der Auswahl der Stücke entscheiden sich also die Musiker nicht für Erfolg Versprechendes, sondern für Songs, die ihnen Spaß machen. Wer also Sweet Home Alabama, House of the Rising Sun und Country Roads erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht.

Dafür wird aber den anderen Zuhörern ein gutes Konzerterlebnis gesichert mit Kompositionen von Kenny Loggins, David Bowie, Gary Wright, Steve Miller, Tori Amos, Allannah Myles, Journey, Mick Jagger, Jethro Tull, Joni Mitchell, Carole King, Foreigner, Bob Marley, Elton John, Anouk, Rolling Stones, Steely Dan, Sammy Hagar, Jimi Hendrix, Whitesnake, Steppenwolf, Bette Midler und vielen anderen.

Drummer „Flaps“ ist übrigens ein alter Bekannter in O’wei', der in den 80ern mit den legendären „Nitebirds“ ebenso zu hören war wie in den 90ern mit den wunderbaren „Buffalo Springs“. Phänomenal und unverwechselbar auch die Stimme der Sängerin und Multiinstrumentalistin Iris Hasel.
15.10.05

"Grenzen überwinden"

NEUMARKT. Mit dem Vorsatz, Grenzen zu überwinden, Kulturen zu vereinen und Neues zu schaffen ohne die Ursprünge zu leugnen, trat das Quintett Arpad in der gut gefüllten "Kneipe" in Oberweiling auf.

Dementsprechend stand Irish Folk, lateinamerikanische Folklore, Jazz, Swing und Zigeunermusik auf dem Programm der fünf charismatischen Virtuosen, die unterschiedlichste Stile und Klangfarben zu einem stimmungsvollen musikalischen Gemälde zusammenfügten.

Dabei war die Gruppe etwas gehandicapt, denn Violinistin Frédérique Duma hatte überraschend die Band verlassen und so musste kurzfristig ein adäquater Ersatz gefunden werden; zum Glück stand der Violinlehrer und hervorragende Geigenspieler Bernd Fellmann zur Verfügung, der sich vorzüglich in das filigrane musikalische Gesamtkonzept einfügte.

Den ausgefuchsten Soli des Gitarristen Mike Mauser, des Perkussionisten Sandor Thot und des Kontrabassisten Winfried Wiesinger konnte er mühelos Paroli bieten, führte auch spaßig-spannend improvisierte Melodiezwiegespräche mit dem Mandolinenspieler Thomas Schottenhaml, dessen kabarettistische Fähigkeiten übrigens immer wieder in launigen Kommentaren und Ansagen aufblitzten.

Kein Wunder, dass das Kneipenbühnenpublikum angesichts so vieler positiver Besonderheiten das Quintett schier nicht von der Bühne lassen wollte. Arpad danke es mit einer hinreißend improvisierten Take-5-Version.
09.10.05


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17. Jahrgang