Kneipenbühne Oberweiling

"Unerhörte Versionen"

NEUMARKT. Marco Piludu 4 heißt das neue Projekt des deutsch-italienischen Gitarristen Marco Piludu, das mit bundesweit und international tourenden Jazzmusikern der Nürnberger Szene besetzt ist.

Im Repertoire der "vier", die am Samstag in der Kneipenbühne ihr Debüt geben, wechseln Eigenes und Bearbeitungen von "New Standards" aus dem Pop-, Rock- und Evergreenbereich einander ab. Es dürfen also bisher unerhörte Versionen von "La Donna E Mobile", "Lili Marleen" und "Love Me Tender" ebenso wie moderne, groove- und melodiebetonte Eigenkompositionen erwartet werden.

Marco Piludu konnte in seiner Laufbahn als Jazzmusiker sowohl in seinen eigenen Projekten wie auch bei Rundfunk- und CD-Aufnahmen (u.a. in New York City) bereits mit vielen international bekannten Musikern der Jazzwelt wie zum Beispiel Terumasa Hino (JP), Tim Hagans (USA) und Jürgen Seefelder (D) zusammen arbeiten.

Sein neues Quartett kommt mit Tobias Schöpker am Saxophon, Stefan Schmeußer, Schlagzeug, und Gunter Rissmann, Bass.

Tobias Schöpker (Saxofon) studierte Jazzsaxophon an der "Neuen Jazzschool München" bei Rick Keller und an der Musikhochschule Nürnberg bei Klaus Graf und Steifen Schorn. In seiner Arbeit als Instrumentalist und Komponist entstehen stilistische Gradwanderungen zwischen Tradition und Avantgarde, die zu einer sehr persönlichen Erzählweise führen. Die erste CD unter eigenem Namen ist in kompositorischer Hinsicht vollständig sein Werk, einzelne Stücke seines Programms wurden bereits auf Tourneen in Mazedonien und Frankreich (Conservatoire de Nice) vorgestellt.

Gunter Rissmann (Bass): Jazzstudium am Konservatorium in Würzburg bei Rudi Engel, Weiterbildungen im In-und Ausland z.B Jazzworkshop in Vermont, Trioworkshop Hochschule Bremen, seit 1995 erfolgreich als freier Musiker, vorwiegend im Jazzbereich, Auftritte und Produktionen mit Joe Nay, Leslek Zadlo, Pe te Yellin, Ingrid Jensen, Sunday Night Orchestra, Glenn Miller Orchestra u.v.m. Engagements auf diversen Festivals wie z.B. Jazz Ost-West, Schleswig Holstein Festival, Jazzfestival. Worms, Jazzfestival Burghausen, Jazzfestival Kempten, Jazzfest Wendelstein. Produktionen im . Theater Hof, Theater Baden-Baden, Theater Bruchsal, Staatstheater Nürnberg, Theater Heilbronn, Kleine Komödie Fürth.

Der Nürnberger Schlagzeuger Stefan Schmeußer: 2. Platz beim internationalen Yamaha Bandwettbewerb in der Budokan-Hall in Tokio mit der Pop-Rock Band Blue Noise, Jazz- und Popularmusikstudium im Fach Schlagzeug am Bruckner Konservatorium in Linz bei Doug Hammond und Jeff Boudreaux. Abschluß mit ausgezeichnetem Erfolg, Kulturförderpreis der Stadt Fürth mit der Time Bandits Big Band. Tourneen und Konzerte u.a. mit: Gospelmusical "Mahalia" mit Joan Orleans, Benny Bailey, Peter O'Mara, Tony Lakatos, John Lee Sanders, Ingrid Jensen (Maria Schneider Big Band), Nürnberger Symphoniker, Fiddlers Green...
01.11.05

Sauglocken läuteten

OBERWEILING. Peter Röckl (Gitarre, Gesang), Ritsch Ermeier (Akkordeon, Gesang) und Walter Zinkl (Bass, Gesang), alias Sauglockenläutn, präsentierten ihren begeisterten Zuhörern in der restlos ausverkauften Kneipenbühne Volksmusik, wie sie sein soll – fetzig, klug arrangiert, dreistimmig und mit frechen Texten versehen.

So standen drei ungekünstelte Naturbuschen auf der Bühne, stets in der Lage, ihre Gstanzln auf den aktuellsten Stand zu bringen, etwa wenn sie über Vogelgrippe oder Tagespolitik sinnierten. Auch die Mischung aus traditionellem bairischen Liedgut, selbst Ersonnenem und ein wenig Popmusik war perfekt - hinreißend etwa die Version von „Golden Brown“ (dem einzigen Zwiefachen der Popgeschichte, wie Walter Zinkl behauptete).Überhaupt hat sich das Trio aus München und der Holledau sehr auf Zwiefache spezialisiert, deren Vielfalt hier endlich einmal würdig zu Gehör gebracht wurde.

Gemäß ihrem Namen „Sauglocknläuten“ hielten sie mit nichts hinterm Berg und waren geradeaus, wenn sie zum Beispiel vermuteten, dass die Nachbarn zu Hause sitzen und solchen wie dem Karl Moik lauschen, während in der Kneipe nebenan richtige Volksmusik live zu erleben ist.
23.10.05

Musik fürs Volk

NEUMARKT. Volksmusik ist Musik fürs Volk. Das wollen die Münchner Peter Röckl (Gitarre, Gesang), Ritsch Ermeier (Akkordeon, Gesang) und Walter Zinkl (Bass, Gesang) dem Oberweilinger Publikum beweisen, wenn sie am Samstag nach zahlreichen Oktoberfestauftritten in der Kneipenbühne debütieren.

Das Trio nennt sich Sauglocknläutn (ein alter bayerischer Ausdruck für: Mit nix hinterm Berg halten, grad raus sein). Dementsprechend steckt eine Portion deftigen bairischen Humors in den „Gsangln“, ebenso jedoch Nachdenkliches über die Zeit, den Materialismus, George W. Bush und die Nächstenliebe.


Traditionelles versehen die drei mit leicht veränderten, aktualisierten Texten, politische Seitenhiebe verteilen sie meist in den Überleitungen zum jeweils folgenden Musikstück.Neben Polkas, Walzern und Landlern spielen Sauglocknläutn am liebsten Zwiefache - das alles in der Krachledernen, ausgestattet mit Schnupftüchern gegen Schweißattacken.

Das Publikum darf sich also auf eingängige bairische Volksmusik freuen, mit Texten für Geist und Herz, die jeder versteht.

Kein Kartenvorverkauf, nur Abendkasse, geöffnet wird um 20 Uhr, der Eintritt beträgt 8 Euro.

Link zum Thema: www.kneipenbuehne.de
17.10.05

Etwas zu laut

NEUMARKT. Handgemachte Live-Musik versprach die Gruppe Sunset Voodoo Club bei ihrem Auftritt in der Kneipenbühne.

So groovten Bass und Schlagzeug bei hoher Spielqualität perfekt zusammen, auch waren die Soli des Gitarristen oft von ähnlicher Güte, aber die Lautstärke war für OWei zumindest in der ersten Runde nicht angemessen – und auch die Ausgewogenheit des Klangbildes ließ zu wünschen übrig.

Die Sängerin und Pianistin muss sich erst noch zu einer Frontfrau entwickeln – allzu hausbacken sind bislang ihre Zwischentexte, allzu sehr hängt sie mit ihren Augen an Klaviernoten und Textblättern. So etwas wirkt statisch und schafft natürlich keine Atmosphäre, reißt also niemanden vom Hocker auf die nicht vorhandene Tanzfläche, da kann die Songauswahl noch so grandios sein.

Dabei war das Quartett mit drei Stunden reiner Spielzeit äußerst fleißig. Es gab zwischen 1968 und 1973 eine von Frank Zappa sehr geschätzte „All-Girl Band“ namens „The Shaggs“. Wenn der Sunset Voodoo Club in der Lage wäre, eigene Stücke zu schreiben und auf ihre Sängerin zuzuschneiden, könnte die Band ähnlichen Kultstatus erreichen ...
16.10.05


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ISSN 1614-2853
18. Jahrgang