Pfadinder Neumarkt

Handy bleibt daheim

NEUMARKT. Auch ein "Stamm" aus Neumarkt nimmt am diesjährige Diözesanlager der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg teil - ohne Handy.

Es steht unter dem Motto "Back to the Pfad" und hat die Rückbesinnung auf alte Pfadfinderwerte und -techniken zum Inhalt.

Welcher Knoten für welchen Einsatz, Orientierung am Sternenhimmel, der richtige Gebrauch von Werkzeug und Kompass oder Feuer machen ohne Streihholz, das sind die Bilder, die die Pfadfinderromantik bedienen. Doch auch ein Jugendverband mit langer Tradition wie die DPSG kann und will sich der Gegenwart mit modernen Kommunikationsmitteln, schnelllebigem Alltag und veränderten Freizeitverhalten nicht verschließen. Dies passiert in den Gruppenstunden und einer Vielzahl von Aktionen das ganze Jahr über.

Umso wichtiger ist es, dass man sich dabei dann hin und wieder seiner Wurzeln zurückerinnert und sich auf die Traditionen besinnt. Genau dies wollen über 350 Kinder und Jugendliche zwischen 6 bis 20 Jahren der DPSG Eichstätt vom 24. Bis 31. August gemeinsam bei ihrem Lager auf dem Osterberg bei Pfünz versuchen. Handys, MP3-Player, Spielkonsolen und anderes "modernes Spielzeug" bleiben dabei ausdrücklich zu Hause.

Im Mittelpunkt stehen neben üblicher Pfadfinderziele wie ökologische Nachhaltigkeit und traditionelle Techniken vor allem auch das Miteinander und der verantwortungsvolle Umgang mit sich selbst und den anderen: "Lasst und gemeinsam ein Zeichen setzen, dass jeder lernt, die Stärken des anderen wahrzunehmen und seine eigenen verantwortungsvoll einzubringen" war demnach auch als Ziel in einem der Vorbereitungsworkshops von einem Teilnehmer formuliert worden.

Die Wanderung der Pfadfinder, der sogenannte Hajk steht programmatisch am 28. August im Zentrum des Geschehens und wird sich über zwei Tage mit einer Übernachtung in der "Wildnis" erstrecken. Für die meisten Kinder und Jugendliche eine Situation, mit der sie in ihrem "normalen" Alltag nie zurechtkommen müssen. Umso mehr ist auch hier wieder eine alte Pfadfinderregel - "Der Große schützt den Kleinen" - gefragt.

Natürlich darf auch die traditionelle "gute Tat" nicht fehlen: Am 30.Autgust werden einige Gruppen der DPSGler zusammen das Eichstätter Krankenhaus, das St. Elisabeth Altenheim und das Heilig-Geist Spital besuchen und dort zusammen mit den Bewohnern spielen, singen und dort aushelfen, wo sie am ehesten gebraucht werden.
22.08.13

7500. Besucher am Zeltplatz


Der Jugendzeltplatz in Neumarkt


Neumarkter Pfadfinder.
Fotos:Archiv
NEUMARKT. Die Neumarkter Pfadfinder konnten auf ihrem Zeltplatz den 7500. Gast begrüßen. Am Mittwoch stellte man OB Thumann die Statistik vor.

Früher - in den Jahren 2000 bis 2004 - gab es schon mal einen Pfadfinderzeltplatz am Berliner Ring auf dem Gelände der heutigen Stadtgärtnerei - das war aber nur ein Provisorium. Danach hatten sich die Pfadfinder auf die Suche nach einem neuen Grundstück gemacht, die finanziellen Möglichkeiten ausgelotet und eine "Bedarfsanalyse" erstellt mit der Blickrichtung: "Was erwarten wir uns als Pfadfinder von einem Zeltplatz, wenn wir woanders hinfahren".

2007 kam die Zusage vom Bistum Eichstätt für das heutige Grundstück am Höhenberg. Die Bauzeit erstreckte sich von 2007 bis 2009 - in dieser Zeit haben viele Mitglieder, Ehemalige, Eltern und auch Firmen die Pfadfinder unterstützt. Auch die Stadt und der Landkreis haben großzügig geholfen und ihren Beitrag geleistet.

Seit Sommer 2009 ist der Zeltplatz in Betrieb. Jedes Jahr kommen etwa 20 Gruppen mit zehn bis 100 - im Durchschnitt etwa 30 - Teilnehmern, hauptsächlich Pfadfinder, aber auch Jugend- und Sportvereine aus ganz Deutschland.

Die Gäste loben zum einen die moderne Ausstattung des Platzes, aber auch die Nähe zur Stadt Neumarkt und die vielen Freizeitmöglichkeiten, wie Sternwarte, Freibad oder Burg Wolfstein
13.08.13

Aktion vor dem Rathaus


Die Pfadfinder wollen auf Kinderarmut aufmerksam machen
Foto: Franz-Georg Wand/DPSG
NEUMARKT. Die Neumarkter Georgspfadfinder wollen mit einer Luftballon-Aktionen vor dem Rathaus auf Kinderarmut aufmerksam machen.

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) setzt sich 2012 in ihrer Jahresaktion für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche ein. Unter dem Motto "aktion12 – Abenteuer möglich machen" will der Verband "Pfadfinden für alle" zugänglich machen – auch im Stamm Pfalzgraf Johann in Neumarkt.

In Deutschland sind rund 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut bedroht. "Sie müssen nicht nur auf Taschengeld und Urlaub verzichten. Ihnen fehlt es auch an schulischen und beruflichen Chancen und sie werden schon früh ausgegrenzt", sagt Sebastian Friese, Leiter der DPSG-Jahresaktion 2012. Gerade Kinder und Jugendliche, die von Armut betroffen sind, können von pfadfinderischen Angeboten profitieren.

Zunächst aber geht es darum, Aufmerksamkeit für dieses brennende Thema zu erreichen. Deshalb finden in Neumarkt die Aktivitäten dazu am Wochenende vor dem Namenstag des Verbandspatrons St. Georg statt. Am 21. April, dem Samstag vor dem Georgstag (23.April), wird um 15 Uhr auf dem Rathausplatz eine große Luftballon-Aktion gestartet.

Unter dem Motto "Bei Kinder- und Jugendarmut gehe ich in die Luft!" können gegen eine kleine Spende Ballons mit Karten erworben werden. Diese kann man in den Himmel "entlassen" und hoffen, dass der Finder die Karte an das DPSG-Büro in Eichstätt zurückschickt. Der am weitesten geflogene Ballon gewinnt.

Die Erlöse aus der Luftballonaktion werden für gezielte Projekte zur Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt.
10.04.12


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