SPD Neumarkt

"Info-Offensive weiterführen"

NEUMARKT. Pläne für den bevorstehenden Wahlkampf legte die Strategiekommission des SPD-Kreisvorstands vor.

So wird die Abendakademie wieder aufleben, mit der man zuletzt im Kommunalwahlkampf gepunktet hatte. Leiter Dirk Lippmann: "„Wir halten uns an Willy Brandt und besinnen uns auf unsere eigenen Kräfte". Und da finde man so allerhand. Mitglieder und der SPD nahe stehende Personen aus der Wirtschaft und dem öffentlichem Leben würden in der Abendakademie zusammenarbeiten. Auch eine Zusammenarbeit über den Kreis hinaus ist angestrebt.“

Nach den beachtlichen Anfangserfolgen werde die Informationsoffensive auf jeden Fall weitergeführt. Zu wichtigen aktuellen Themen werde man zeitnah kompetente Referenten engagieren, um den Bürgern verwertbare Information zur Verfügung zu stellen.

Zur bevorstehenden Wahl gibt die Vorsitzende Carolin Braun für den Landkreis die Richtung vor: "„Das wird ein Wahlkampf der klaren Worte und echten Alternativen". Merkel, Stoiber und Westerwelle könnten nur mühsam verhehlen, dass sie "eine andere Gesellschaft wollen: Amerikanische Verhältnisse, wo der Verlust des Arbeitsplatzes zum Sturz ins Bodenlose wird". Zudem "ein Steuerkonzept, das nur der liebe Gott finanzieren kann und ein Gesundheitssystem, für das man jung, reich, gesund und alleinstehend sein muss." Braun weiter: „Die Kopfpauschale bekommt Merkel auch von ihren Freunden um die Ohren gehauen". Und wie sie "den kleinen Leuten in die Tasche langen will", das werde man den vielen Schichtarbeitern und Pendlern im Kreis Neumarkt sehr genau vorrechnen“.

„Die SPD“, so Braun abschließend, „stehe dagegen auch in Zukunft für den beschwerlichen täglichen Kampf um die Erhaltung von so viel Sozialstaat wie möglich, "um auch denen ein Dasein in Würde zu ermöglichen, die eben nicht auf der Sonnenseite stehen". Und "militärische Abenteuer wie den Irakkrieg" werde es "mit uns auch in Zukunft nicht geben".“

26.06.05

Fotovoltaik oder Atomenergie ?

NEUMARKT. Die Neumarkter Kreis-SPD begrüßt die Nutzung erneuerbarer Energie und sorgt sich um Pro-Atom-Ankündigungen im Falle eines Union-Wahlsieges.

Die SPD nahm die bevorstehende offizielle Einweihung des Solarparks am Dürrlohspeicher in Mühlhausen als Anlaß für eine Stellungnahme, die wir nachstehend im Wortlaut veröffentlichen.

Die KreisSPD begrüßt die Nutzung erneuerbarer Energien im Landkreis auf ganzer Linie.
Zu Recht können die Mühlhausener sich freuen, nun den umweltfreundlichen Strom in so großer Menge in ihrem Ort zu produzieren. Auch die weltweite Aufmerksamkeit tut unserem Landkreis und der Region sicherlich gut.

Neue Technologien werden hier in vorbildhafter Weise genutzt, um Wertschöpfung vor Ort zu unterstützen. Auch viele Dächer von privaten und kommunalen Eigentümern werden landkreisweit zur Erzeugung der umweltschonenden Energie nachhaltig genutzt.

Umso unverständlicher erscheint in diesem Zusammenhang die Ankündigung der CDU/CSU, den Ausstieg aus der Atomenergie rückgängig machen zu wollen, im Falle eines Wahlsieges.

Dies ist ein definitiver Rückschritt und gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland und auch in der Region. Viele Leute hat man bereits verunsichert, sie wissen nicht, ob die finanziellen Anreize durch das EEG Gesetz der Rot-Grünen Bundesregierung Bestand haben werden.

Seitens der KreisSPD erwartet man mit Spannung die Rede des Bayerischen Umweltministers anlässlich der Eröffnung. „Wir hoffen, dass es nicht bei vollmundigen Worten bleibt, vor der Wahl, und nachher die große Ernüchterung folgt“, erklärt die Kreisvorsitzende Carolin Braun. „Man kann sich nicht im Juni hinstellen und Fotovoltaik und die neue Technologie in den Himmel loben und ab September das Gleiche zu Grabe tragen und Atomenergie durchziehen wollen.“


22.06.05


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16. Jahrgang