SPD Neumarkt

„Ascher-Donnerstag“ abgesagt

NEUMARKT. Angesichts des Kriegsausbruchs in der Ukraine sagte die SPD im Landkreis Neumarkt ihren „Politischen Ascher-Donnerstag“ in Darshofen ab.

Geplant war am 3.März eine hybride Veranstaltung mit Programm und Redebeiträgen zum Beispiel der Landesvorsitzenden Ronja Endres.


Nach den jüngsten Entwicklungen sei die Durchführung der Veranstaltung aber nicht vorstellbar. Es gilt nun, auf allen Ebenen das Bestmögliche zu tun, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, hieß es von den Genossen.

26.02.22

Pläne für Alten Kanal


Der Alte Kanal im Neumarkter Stadtgebiet soll aus seinem „Dornröschenschlaf“ aufgeweckt werden
Foto: Jan Seibel
NEUMARKT. Könnte aus dem kaum genutzten Gelände am alten Ludwig-Donau-Main-Kanal im Stadtgebiet Neumarkt ein Schmuckstück der Stadt werden ?.

Die Neumarkter SPD hat jetzt einen bereits im letzten Jahr vorgestellten Plan (wir berichteten) überarbeitet und will ihn nun im Stadtrat vorstellen. Das Konzept sei positiv aufgenommen worden, allerdings mussten zur Anpassung an gesetzliche und baulich-praktische Vorgaben noch einige Veränderungen eingearbeitet werden, hieß es.

Der Kanal soll als zentraler Aufenthalts- und Erlebnisort für Neumarkter und Fahrradtouristen „attraktiv aufgewertet“ werden. Zwischenzeitlich seien weitere Gespräche mit der Stadt, aber auch mit den Ämtern für Wasserwirtschaft, Denkmalschutz und Naturschutz geführt worden. In Zusammenarbeit mit der Neumarkter Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung Susanne Müller, die auch den ursprünglichen Entwurf ausgearbeitet hatte, wurde das Konzept nun entsprechend den Vorgaben überarbeitet und im Rahmen eines Antrags der SPD-Fraktion in den Stadtrat eingebracht.


Ursprünglich angestoßen wurde das Projekt von Dr. Jan Seibel. Die Idee stieß dabei beim Fraktionsvorsitzenden Günther Stagat und dem Ortsvereinsvorsitzenden Matthias Sander auf große Begeisterung, hieß es. Auch bei der Stadt - besonders bei Stadtbaumeister Matthias Seemann und Stadtplanungsamtsleiter Ralf-Peter Hoffmann - habe das Projekt großen Anklang gefunden.

„Das einzigartige Hafengelände und der alte Kanal als Wasserstraße bergen solch ein großes Potenzial für unsere Stadt“, sagte Dr. Jan Seibel. In Zeiten des Lockdowns haben man erfahren, wie wichtig es sei, Aufenthaltsflächen in der Natur zu haben. „Mit diesem Projekt bringen wir die Natur zu den Bürgern von Neumarkt – insbesondere zu denen, die keinen eigenen Garten haben“, sagte Günther Stagat.


Die SPD stellte ihre Pläne für das Gelände am Alten Kanal vor


25.02.22

Für „sinnvolle Neuplanung“


Drei Abgeordnete waren von Berlin nach Neumarkt gekommen: Jan Plobner (r.), Carsten Träger (3.v.r.) und Uli Grötsch (4.v.r.)
Foto: Julia Kaltenegger
NEUMARKT. Wie geht es weiter mit den umstrittenen Ausbau-Plänen für die B299 ? Im Verkehrswegeplan der neuen Bundesregierung sind sie nicht mehr enthalten.

Jetzt kamen gleich drei Bundestagsabgeordnete der SPD aus Berlin nach Neumarkt, um sich über die Ausbaupläne zu informieren und sich mit Vertretern der Bürgerinitiativen Stauf und Woffenbach sowie des Bundes Naturschutz auszutauschen.

Im Mittelpunkt standen dabei die Notwendigkeit und Dimension des Großprojekts sowie die befürchteten Auswirkungen auf Anwohner und Natur. Zum Abschluss des Treffens war man sich einig, dass die derzeitigen Ausbaupläne gestoppt werden und eine sinnvolle Neuplanung tatsächlich notwendiger Maßnahmen im Gespräch mit allen Interessengruppen erfolgen müsse.

Neben dem für Neumarkt zuständigen Betreuungsabgeordneten Uli Grötsch und dem Mitglied des Verkehrsausschusses Jan Plobner aus Altdorf war mit Carsten Träger auch der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion gekommen. Die Abgeordneten zeigten sich erstaunt über die enormen Ausmaße des geplanten Ausbaus. Derartige Eingriffe in den Lebensraum von Mensch und Natur würden in der heutigen Zeit nicht mehr einfach hingenommen. Im Vordergrund müsse immer die Bevölkerung stehen, erst dann seien Wirtschaftsinteressen an der Reihe, sagte Carsten Träger.


Eine Modernisierung der Infrastruktur müsse nachhaltig angegangen werden – unter Berücksichtigung von Lärm- und Emissionsschutz. Schließlich verlaufe die Umgehungsstraße zwischen zwei Ortsteilen und damit durch die Stadt.

„Eine vorübergehende dritte Spur braucht es an dieser Stelle nicht, wohl aber eine Verbesserung der Situation an den Kreuzungen“, sagte Carsten Träger. Dabei sei es wichtig, auch die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern zu beachten und den Flächenverbrauch zu verringern.

Die Bundespolitiker versprachen, den Planungsstand auf Bundesebene zu thematisieren und in den Verkehrsausschuss des Bundestages einzubringen, zumal der Ausbau derzeit auch gar nicht mehr im Verkehrswegeplan der neuen Bundesregierung enthalten sei.

Zum Abschluss des Treffens, zu dem der Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Günther Stagat und der Ortsvereins-Vorsitzende Matthias Sander eingeladen hatten, kam man überein, baldmöglich einen weiteren Ortstermin zu veranstalten, an dem dann auch Abgeordnete des bayerischen Landtags teilnehmen sollen.

22.02.22


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21. Jahrgang
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