Statistiken aus Bayern

Fast alle angeschlossen

NEUMARKT. Fast alles Haushalte in Bayern sind an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen: Jetzt stieg die Zahl auf 98,8 Prozent.

Im Jahr 2004 bezogen 98,8 Prozent der bayerischen Bevölkerung ihr Trinkwasser von der öffentlichen Wasserversorgung. An die öffentliche Kanalisation waren 95,5 Prozent und an öffentliche Kläranlagen 94,9 Prozent der Einwohner angeschlossen; dies sind 1,1 bzw. 1,3 Prozentpunkte mehr als 2001.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wiesen Unter- und Mittelfranken die höchsten Anschlussgrade auf. Die niedrigsten Anschlussgrade wurden für Niederbayern ermittelt; dort konnte allerdings mit 2,9 Prozentpunkten der weitaus größte Zuwachs an Kläranlagenanschlüssen verzeichnet werden.

Im Jahr 2004 waren nach vorläufigen Ergebnissen 98,8 Prozent der bayerischen Bevölkerung an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen (2001: 98,6 Prozent, 1991: 97,9 Prozent). Die rund 150 000 nicht angeschlossenen Einwohner nutzten ausschließlich Hausbrunnen oder eigene Quellen zur Trinkwasserversorgung.

Die Hälfte dieser nicht angeschlossenen Einwohner lebte im vergleichsweise kleinräumig strukturierten Regierungsbezirk Niederbayern (mit 27 Prozent aller amtlich benannten Gemeindeteile Bayerns und rund 10 Prozent der bayerischen Bevölkerung). Der Anschlussgrad an die öffentliche Wasserversorgung lag dort bei 93,6 Prozent, während die anderen Regierungsbezirke Werte zwischen 98,9 und 99,8 Prozent aufwiesen.

An die öffentliche Kanalisation waren im Jahr 2004 nach vorläufigen Ergebnissen 95,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung angeschlossen (2001: 94,4 Prozent, 1991: 89,8 Prozent). Der Anschlussgrad an öffentliche Kläranlagen lag bei 94,9 Prozent (2001: 93,6 Prozent, 1991: 87,5 Prozent).

Aufgrund unterschiedlicher Siedlungsstrukturen verteilen sich die Anschlussgrade regional sehr unterschiedlich. In Unter- bzw. Mittelfranken, wo rund 11 bzw. 14 Prozent der bayerischen Bevölkerung in nur rund 4 bzw. 7 Prozent aller amtlich benannten Gemeindeteile Bayerns leben, liegen die Anschlussgrade weit über dem bayerischen Durchschnitt. So war im Jahr 2004 die unter- bzw. mittelfränkische Bevölkerung nahezu vollständig an öffentliche Kläranlagen angeschlossen (99,1 bzw. 98,4 Prozent). Im stark ländlich strukturierten Niederbayern waren es hingegen nur 87,2 Prozent, allerdings wurde hier mit 2,9 Prozentpunkten der größte Zuwachs verzeichnet.

Die öffentliche Wasserversorgung wurde im Jahr 2004 in Bayern von rund 2 500 Wasserversorgungsunternehmen betrieben. Die ordnungsgemäße Entsorgung des Abwassers lag in den Händen von rund 2 100 Betreibern öffentlicher Abwasserkanalisationen und rund 2 700 Betreibern von öffentlichen Kläranlagen.
06.07.05

Kaum mehr Wohnungen

NEUMARKT. Der Bestand an Wohnungen im Freistaat hat sich im Laufe des Jahres 2004 nur leicht erhöht.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, gab es zum 31. Dezember 2004 knapp 5,8 Millionen Wohnungen im Freistaat und damit um 1,0 Prozent mehr als am Jahresende 2003. Die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung belief sich landesweit auf 92,2 Quadratmeter (31.12.2003: 92,0). Jedem Einwohner standen rein rechnerisch 42,9 Quadratmeter (31.12.2003: 42,5) Wohnfläche zur Verfügung. Nach Ergebnissen der jährlich zum 31. Dezember durchgeführten Fortschreibung des Wohngebäudeund Wohnungsbestandes ist das Angebot an Wohnungen in Bayern 2004 nur schwach gestiegen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, gab es in Bayern zum Erhebungsstichtag 2004 rund 5,8 Millionen Wohnungen, das sind um 54 951 oder 1,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Jede dieser Wohnungen war im Mittel mit 2,1 Personen belegt (31.12.2003: 2,2 Personen).

Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen Stadt und Land. So lebten in den 1,9 Millionen Wohnungen in den kreisfreien Städten im Schnitt 1,9 Personen in einer Wohnung, wogegen in den 3,9 Millionen Wohnungen in den Landkreisen durchschnittlich 2,3 Personen auf eine Wohnung kamen. Die unterschiedliche Wohnungsbelegung bedeutet jedoch nicht, dass die Wohnsituation in den Städten besser ist als in den Landkreisen. Während sich nämlich zum 31. Dezember 2004 die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung in den Landkreisen auf 101,1 Quadratmeter (31.12.2003: 100,8 Quadratmeter) belief, errechneten sich in den kreisfreien Städten lediglich 73,8 Quadratmeter (73,7 Quadratmeter).

Die Wohnfläche aller Wohnungen in Bayern zusammen betrug 534,2 Millionen Quadratmeter (+1,2 Prozent gegenüber Ende 2003), so dass im Landesmittel jede Wohnung 92,2 Quadratmeter Wohnfläche maß und jeder Einwohner rein rechnerisch über 42,9 Quadratmeter Wohnfläche verfügte.
04.07.05

15 Millionen Übernachtungen

NEUMARKT. Von Januar bis März 2005 zählten die bayerischen Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten und die Campingplätze gut 4,7 Millionen Gäste und nahezu 15,1 Millionen Übernachtungen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren das um 3,9 Prozent mehr Gäste und um 5,5 Prozent mehr Übernachtungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im März 2005 buchten knapp 1,7 Millionen Gäste nahezu 5,3 Millionen Übernachtungen (- 0,3 Prozent bzw. + 7,7 Prozent gegenüber März 2004). Im ersten Vierteljahr 2005 wurden von den bayerischen Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Gästebetten und von den Campingplätzen insgesamt mehr als 4,7 Millionen Gäste gemeldet, die fast 15,1 Millionen Übernachtungen buchten.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, waren das um 3,9 Prozent mehr Gäste und um 5,5 Prozent mehr Übernachtungen als in den ersten drei Monaten 2004. Der Inländerreiseverkehr nahm hierbei bei den Ankünften um 4,3 und bei den Übernachtungen um 5,5 Prozent zu, der Ausländerreiseverkehr um 2,6 bzw. 5,3 Prozent.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in den Beherbergungsstätten (ohne Campingplätze) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht von 3,1 auf 3,2 Tage an. Die Inlandsgäste hielten sich dabei mit 3,4 Tagen im Durchschnitt etwas länger am Urlaubsort auf als die ausländischen Gäste mit 2,3 Tagen (1. Quartal 2004: 3,3 Tage bzw. 2,2 Tage). Am längsten verweilten die Touristen im Berichtszeitraum in den Regierungsbezirken Niederbayern (4,8 Tage) und Schwaben (4,1 Tage).

Nach Fremdenverkehrsgebieten unterschieden haben die Berchtesgadener Alpen mit Bad Reichenhaller Land relativ die meisten Gäste (+ 24,3 Prozent) und das Bodenseegebiet relativ die meisten Übernachtungen (+ 33,2 Prozent) dazu gewonnen. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 7,8 Tagen bleiben die Gäste im Westallgäu am längsten. Sowohl auf inländische als auch auf ausländische Gäste große Anziehungskraft übt allerdings nach wie vor die Landeshauptstadt München und Umgebung mit knapp 1,2 Millionen Übernachtungen von Inländern (9,1 Prozent aller Inländerübernachtungen) und knapp 740 000 Ausländerübernachtungen (36,2 Prozent) aus.

Im März 2005 verbrachten beinahe 1,7 Millionen Gäste knapp 5,3 Millionen Übernachtungen im Urlaubsland Bayern. Dies waren um 0,3 Prozent weniger Gäste, aber um 7,7 Prozent mehr Übernachtungen als vor Jahresfrist. Fast die Hälfte der Gäste quartierte sich in einem Hotel ein. Diese Betriebsart konnte mit einem Anteil von 35,3 Prozent auch die meisten Übernachtungen verbuchen. Im Vergleich zum März 2004 den stärksten Zuwachs erfuhren die Campingplätze mit +110,8 Prozent bei den Gästeankünften und +77,5 Prozent bei den Übernachtungen, gefolgt von den Ferienzentren, Ferienhäusern und Ferienwohnungen (+62,1 Prozent; +45,6 Prozent); eine wahrscheinliche Ursache hierfür ist, dass der Großteil der Osterferien 2005 in den März fiel.
07.05.05

Schweinefleisch weniger gefragt

NEUMARKT. Mit 924 000 Tonnen lag das Schlachtaufkommen (einschl. Geflügelfleisch) in Bayern im Jahr 2004 um gut drei Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Dabei verringerte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung sowohl die Schlachtmenge bei Schweinefleisch (um 5,0 Prozent auf 473 600 Tonnen) als auch bei Rindfleisch (um 2,7 Prozent auf 351 500 Tonnen). Geflügelfleisch legte dagegen um gut zwei Prozent auf 91 400 Tonnen zu. Das im Jahr 2004 aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft stammende Schlachtaufkommen (einschl. Geflügelfleisch) in Bayern lag mit 924 000 Tonnen mengenmäßig um 3,4 Prozent unter dem des Vorjahres (956 000 Tonnen).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen von dieser Schlachtmenge 473 600 Tonnen auf Schweinefleisch (– 5,0 Prozent), 351 500 Tonnen auf Rindfleisch (– 2,7 Prozent), 4 500 Tonnen auf Kalbfleisch (+ 4,6 Prozent) sowie 2 900 Tonnen auf Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch (+ 2,3 Prozent). Die Geflügelschlachtereien steigerten ihre Produktion im Jahr 2004 um 2,4 Prozent auf 91 400 Tonnen Geflügelfleisch (Jahr 2003: 89 300 Tonnen).

Diese aus den bundesweit aufgrund des Agrarstatistikgesetzes durchgeführten Statistiken über Schlachtungen und Schlachtgewichte sowie Geflügelschlachtungen stammenden Angaben umfassen nur das Schlachtaufkommen aus Schlachtungen von Tieren, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet ist.
29.03.05


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16. Jahrgang