Statistiken aus Bayern

Sicheres Pflaster


Die gefährlichsten und sichersten Pflaster im Landkreis Neumarkt
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Gesamtstraftaten


Wohnungseinbrüche
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt kann man trotz eines deutlichen Anstiegs der Straftatzahlen im letzten Jahr sicher und ruhig leben.

Das sagte beim traditionellen "Sicherheitsgespräch" Landrat Willibald Gailler. Denn auch 2015 lag die Häufigkeitszahl insgesamt deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt (wir berichteten).

Gailler hatte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister vom Polizeipräsidium Oberpfalz, Vizepräsident Michael Liegl, Kriminaldirektor Franz Schimpel als Leiter der Kripo Regensburg, Pressesprecher Erster Polizeihauptkommissar Werner Schüssel, Polizeihauptkommisar Vincent Bauer von der Inspektion Neumarkt, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter von der Inspektion Parsberg und Polizeihauptkommissar Peter Kemeter von der Autobahnpolizei Parsberg eingeladen.



Die Zahl der Verkehrsunfälle (3.812) ist im Landkreis 2015 im Vergleich zum Jahr 2014 wieder angestiegen (wir berichteten). Im Bereich der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden (509) ist ebenfalls ein Anstieg zu verzeichnen. Auch bei den dabei verletzten Personen (709) weist Neumarkt eine deutliche Steigerung auf. Die Zahl der Verkehrstoten, es waren im vergangenen Jahr 14, hat die in den letzten Jahren zu verzeichnende fallende Tendenz wieder deutlich umgekehrt.

Im Bereich der Kriminalstatistik (4.330 Delikte) liegt man deutlich höher (14,5 Prozent) als im Vorjahr, in dem der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre zu verzeichnen war.


Polizisten und Sicherheitsexperten des Landratsamtes trafen sich zum Sicherheitsgespräch

07.06.16

Wieder zwei tödliche Unfälle


Auf der Autobahn gab es zahlreiche schwere Unfälle - unser Archiv-Foto zeigt einen Unfall mit einem Schwerletzten aus dem letzten Winter
Fotos und Grafiken: Polizei

Bilanz in Zahlen

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Verkehrsunfälle gesamt


Verkehrsunfallgruppen


Kriminalstraftaten gesamt


Straftatengruppen
NEUMARKT. Auch auf der Autobahn im Landkreis Neumarkt hat die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Unfalltoten stark zugenommen.

Nach einem erfreulichen "Nuller" im Jahr zuvor wurden im letzten Jahr wieder zwei Todesopfer gezählt, hieß es bei der Vorstellung der Jahresstatistik bei der Parsberger Autobahnpolizei, die für 50 Kilometer Autobahn zwischen Oberölsbach und Laaber zuständig ist.

Auch die Zahl der Unfälle stieg um fast 15 Prozent auf 386, die Zahl der Verletzten sogar um dramatische 85 Prozent auf 89 Personen.

Auch auf den übrigen Straßen im Landkreis nahmen die Unfall-Zahlen teils dramatisch zu (wir berichteten). Mit 14 Toten hat sich die Zahl der gestorbenen Unfall-Opfer im Landkreis fast verdreifacht.

Auf der Autobahn ereigneten sich im letzten Jahr 386 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 337); das bedeutet eine Steigerung von 14,54 Prozent, sagte am Montag der Chef der Parsberger Autobahnpolizei, Polizeihauptkommisaar Peter Kemeter.

Bei 56 Unfällen mit Personenschaden wurden 89 Personen verletzt. Dies bedeutet einen starken Anstieg um 75 Prozent bei der Zahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen (Vorjahr: 32) und einen ganz erheblichen Anstieg von 85 Prozent bei den verletzten Personen (Vorjahr: 48). Die sogenannten „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“ nahmen um etwa 15 Prozent von 74 auf 85 zu.

Ein Großteil der Unfälle waren allerdings Kleinunfälle. Die Anzahl betrug 245 (Vorjahr 231).

2015 wurden 32 Unfallfluchten aufgenommen (Vorjahr: 31), wobei 12 geklärt werden konnten (37,50Prozent).


Hauptunfallursachen waren Fehler beim Überholen (39 Unfälle) und das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder "nicht angepasste Geschwindigkeit" (29 Unfälle). 22 Unfälle passierten wegen ungenügendem Sicherheitsabstand und 20 wegen begangener Fehler beim Abbiegen, Ein- und Anfahren. "Nur" ein Unfall mußte aufgenommen werden, bei dem der Fahrer alkoholisiert war.

Der Gesamtschaden bei den Unfällen mit Personenschaden und den schwerwiegenden Unfällen betrug rund 1,2 Millionen Euro. Der Sachschaden bei den Kleinunfällen wird nicht registriert.

Insgesamt muss festgestellt werden, dass sowohl die Verkehrsunfälle als auch die Anzahl der verletzten Personen stark gestiegen sind, sagte Kemmeter. Ein Teil des Anstieges erklärt sich durch eine größere Baustelle zwischen den Anschlussstellen Parsberg und Velburg, in der auf mehrere Kilometer die Asphaltierung erneuert wurde. Die Baustelle war vom 20.April bis zum 25.Juni 2015 eingerichtet. In diesem Zeitraum passierten im Baustellenbereich insgesamt 45 Unfälle, wobei acht Unfälle mit elf verletzten Personen und drei Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden zu verzeichnen waren.

Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen auf Höhe der Anschlussstelle Neumarkt lag 2014 (neuere Zahlen sind nichtvorhanden) bei 37.434 Fahrzeugen in beiden Fahrtrichtungen. Der Anteil des Schwerverkehrs lag dabei bei 25,4 Prozent (9508 Fahrzeuge).

Die tödlichen Unfälle:

Die Beamten der Parsberger Autobahnpolizei kontrollierten iim letzten Jahr insgesamt 5502 Fahrzeuge. 2971 davon waren Lastautos, davon mußten 987 - also etwa ein Drittel - beanstandet werden. Die häufigsten technischen Mängel waren Beanstandungen der Lichtanlage und Elektrik (39), der Bremsanlage (15) und der Reifen (7). 95 Mal musste wegen schwerwiegender Mängel oder wegen Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten die Weiterfahrt unterbunden werden.

Nach wie vor stellt die Verfolgung von Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) im Lkw-Verkehr einen absoluten Arbeitsschwerpunkt dar, sagte Kemmeter. 2015 wurden auf diesem Sektor 557 Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht und 53 Anzeigen nach dem Güterkraftverkehrsgesetz erstellt. Außerdem verfolgten die Parsberger Beamten 506 Verstöße nach der Straßenverkehrsordnung und nach der Straßenverkehrszulassungsordnung. Die häufigsten Anzeigen waren hier wegen Gewichtsverstößen, Ladungssicherungsverstößen, Nichteinhalten des Lkw-Überholverbotes, Sonntagsfahrverbot sowie Gurt- und Handyverstößen zu fertigen.

Bei einer großen Anzahl der beanstandeten Autofahrer handelt es sich um Ausländer. Um die Bezahlung der Geldbuße sicherzustellen, wurden 613 Sicherheitsleistungen erhoben.

Strafverfahren

2015 bearbeitete die Parsberg Autobahnpolizei insgesamt 255 Kriminalstraftaten. Die Aufklärungsquote betrug 68,2 Prozent. Dabei wurden 182 Personen angezeigt. 171 Beschuldigte waren männlich und elf weiblich.

78 Delikte waren Tankbetrügereien an der Tank- und Rastanlage Jura (Vorjahr: 65). Rückläufig waren die sogenannten Dieseldiebstähle mit 30 Delikten (Vorjahr: 39). Die Tatorte sind hier in der Regel Autobahnparkplätze. Dabei werden von Lastautos die Tankdeckel abgedreht und der Diesel abgepumpt. Dies passiert häufig in der Zeit, in der die Fahrer in ihrer Schlafkabine die Ruhezeit einbringen.

42 Personen wurden angezeigt, da sie für ihr benutztes Fahrzeug entweder keine oder nicht die erforderliche Fahrerlaubnis hatten.

Außerdem wurden durch die Beamten der Parsberger Autobahnpolizei 31 Lkw-Fahrer wegen Fälschung beweiserheblicher Daten angezeigt, da sie Lastwagen führten, deren Kontrollgerät manipuliert war. Dies geschieht meist durch Manipulation der Software in den Kontrollgeräten oder durch Setzen von Magneten.

Zehn Fahrer mussten im letzten Jahr angezeigt werden, da sie ein Kraftfahrzeug führten, obwohl der Promillegehalt im Blut mindestens 0,5 Promille betrug. Daneben wurden fünf "folgenlose Drogenfahrten" festgestellt und die jeweiligen Fahrer zur Anzeige gebracht.

Steigend ist auch die Zahl der Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz. Hierbei handelte es sich 2015 ausnahmslos um Asylbewerber, die illegal ins Bundesgebiet eingereist waren und hier Asyl beantragten - deutsche Staatsbürger können sich eines solchen Vergehens gar nicht schuldig machen.

2015 wurden durch die Parsberger Beamten insgesamt 527 Schwertransporte begleitet. Es fielen dadurch 1102 Einsatzstunden an.

Im Oktober letzten Jahres begann an der Tank- und Rastanlage Jura-West die Pilotphase für ein neues Lkw-Parksystem. Das „Kompaktparken“ genannte System erhöht die gekennzeichneten Parkstände an der Rastanlage von 66 Parkplätzen auf 105 Parkplätze. Dabei wird die frühere mittlere Fahrgasse zu Parkplätzen umfunktioniert. Die Lkw-Fahrer parken seither in drei Reihen hintereinander. Voraussetzung für das Funktionieren ist eine Einweisung der Lkw-Fahrer durch einen Parkwächter in das neue System. Eine weitere Voraussetzung ist die Akzeptanz der Lkw-Fahrer. Da es sich um ein bundesweites Pilotprojekt handelt, darf gespannt abgewartet werden, ob sich das neue System bewährt, hieß es am Montag. Die bisherigen Erfahrungen seien durchaus positiv, sagte Kemmeter.

Zwei neue Baustellen

Im April 2016 werden zwei große Baumaßnahmen im Bereich der Parsberger Autobahnpolizei beginnen: Die Verkehrsteilnehmer müssen sich vor allem in den Hauptverkehrszeiten auf Behinderungen und auch auf Stauungen einstellen.

Die Autobahn-Polizisten nutzen das Pressegespräch am Montag, ein weiteres Mal daraufhin zu weisen, dass bei Stauungen nach Verkehrsunfällen wegen der mangelnden Bereitschaft der Verkehrsteilnehmer, eine Rettungsgasse zu bilden, oftmals sehr viel Zeit vergeht, bis die Rettungskräfte und die Polizei am Unfallort eintreffen.

Gerade auf den Autobahnen zähle wegen der hohen gefahrenen Geschwindigkeiten und der daraus nach Unfällen resultierenden schweren Verletzungen jede Minute, um Leben retten zu können. Aber auch Abschleppfahrzeuge stehen wegen einer fehlender Rettungsgasse immer wieder im Stau und können deshalb ihre Arbeit nicht verrichten. Dadurch werden die Bergungsmaßnahmen unnötig verlängert.
04.04.16

Zwei tödliche Unfälle

NEUMARKT. Auch auf der Autobahn hat im Landkreis Neumarkt die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Unfalltoten stark zugenommen.

Nach einem erfreulichen "Nuller" im Jahr zuvor wurden im letzten Jahr wieder zwei Todesopfer gezählt, hieß es bei der Vorstellung der Jahresstatistik bei der Parsberger Autobahnpolizei, die für 50 Kilometer Autobahn zwischen Oberölsbach und Laaber zuständig ist.


Auch die Zahl der Unfälle stieg um fast 15 Prozent auf 386, die Zahl der Verletzten sogar um dramatische 85 Prozent auf 89 Personen.

Auch auf den übrigen Straßen im Landkreis nahmen die Unfall-Zahlen teils sehr stark zu (wir berichteten). Mit 14 Toten hat sich die Zahl der getöteten Unfall-Opfer im Landkreis fast verdreifacht.

Ein ausführlicher Bericht folgt. (Bericht hier)
04.04.16

Deutlich mehr Straftaten


Die gefährlichsten und sichersten Pflaster im Landkreis Neumarkt
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Gesamtstraftaten


Die Verteilung der Delikte


Gewaltkriminalität


Straßenkriminalität


Diebstähle


Wohnungseinbrüche


Rauschgiftkriminalität
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ist auch im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr deutlich angestiegen. Statistisch am gefährlichsten ist es in Velburg mit über sechs Straftaten pro 100 Einwohner, vor Neumarkt und Parsberg. Die "sichersten Pflaster" im Landkreis Neumarkt sind die Gemeinden Breitenbrunn, Sengenthal und Berngau.

Die Zahl der Straftaten stieg im letzten Jahr um satte 14,5 Prozent auf 4330 Fälle, allerdings gab es in wichtigen Teilbereichen auch deutliche Rückgänge: so sanken zum Beispiel die Zahlen leicht im Bereich der Gewaltkriminalität und der Straßenkriminalität. Deutliche Zunahmen gab es bei Diebstählen und vor allem bei Einbrüchen, aber auch bei der Rauschgiftkriminalität. Zahlen und Enbtwicklungen können aus den Grafiken (zur Vergrößerung auf die Grafik klicken) entnommen werden.

Auch im gesamten Regierungsbezirk ist die Zahl der Straftaten agestiegen, hieß es bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Regensburg. Dies sei allein auf den Anstieg der Ausländerzahlen zurückzuführen. Allerdings sind die Asylbewerber oder Flüchtlinge nicht etwa krimineller als die deutschen Bürger: sie begehen schlicht Straftaten, die deutsche Staatsbürger auch bei größtmöglichen Vorsatz gar nicht begehen können: der Zuwachs ist ausschließlich auf die Anzeigenerstattung wegen aufenthaltsrechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle zurückzuführen, hieß es in dem Pressegespräch des Polizeipräsidiums.

Betrachte man die Fallzahlen ohne die Verstöße nach dem Aufenthaltsgesetz, so ergibt sich ein Rückgang um 1.705 Fälle oder 3,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.

Die Diebstahlsdelikte, die mit 28,7 Prozent, wie bereits in den vergangenen Jahren, den größten Anteil an der Gesamtkriminalität einnehmen, sind zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Sie sanken um 348 Fälle oder 2,2 Prozent auf 15.503 Delikte. Dies stellt nach 2010 den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre dar. Im Landkreis Neumarkt ist der Trend allerdings gegensätzlich: hier nahmen die Diebstahlsdelikte um 18,1 Prozent auf 1507 Fälle zu

Der Wohnungseinbruchdiebstahl, der zwar nur ein Prozent der Gesamtkriminalität beträgt, ist dennoch eine Erscheinungsform der Diebstahlskriminalität, die das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung massiv beeinträchtigt und deren Bekämpfung dem Polizeipräsidium Oberpfalz sehr am Herzen liegt, hieß es. Denn trotz vielfältigster Anstrengungen stiegen die Wohnungseinbrüche um 13 Delikte auf 561 Fälle und damit auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Im Landkreis Neumarkt ist die Zuanahme noch weit dramatischer: Hier stieg die Zahl um 46,3 Prozent oder 25 Delikte auf 79 Fälle und damit auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.


Mit großer Sorge betrachten wir die Entwicklung bei den Drogentoten. Im abgelaufenen Jahr starben ind er Oberpfalz 30 Menschen an übermäßigem Drogenkonsum (drei Frauen und 27 Männer). Im Vergleich zum Jahr 2014 stellt dies eine Steigerung um 25 Prozent dar. Auch im Landkreis Neumarkt nahm die Rauschgiftkriminalität deutlich zu: um 42 Prozent oder 72 Fälle auf 242 Delikte. Allerdings hatte man im Jahr zuvor ungewöhnlich niedrige Zahlen, so daß mit der Steigerung gerade einmal die Werte aus dem Jahr 2014 erreicht wurden.


Bei der Pressekonferenz (v.l.): Polizeirat Christian Kiener, Leiter des Präsidialbüros des PP Oberpfalz u. Moderator der Veranstaltung; Polizeipräsident Gerold Mahlmeister; Polizeivizepräsident Michael Liegl; Leiter des Sachgebietes Kriminalitätsbekämpfung, Leitender Kriminaldirektor Klaus Bachl

24.03.16


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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang