Freie Wähler

Arboretum angeregt

NEUMARKT. Mit modernen Technologien könnte im Freibad viel Energie gespart werden, hieß es von der UPW beim Bürgergespräch.

Zum traditionellen Bürgergespräch der UPW im Oberen Ganskeller waren neben zahlreichen Bürgern die Vorstandsmitglieder Stadtrat Georg Jüttner, Bernhard Lehmeier und Werner Glossner und die UPW-Stadträte Fraktionschef Dr. Werner Mümmler, Vize Franz Düring, Erich Dorfner sowie Dr. Christian Grohmann gekommen.

Auch diesmal wurden wieder einige neue Mitglieder begrüßt, die erst kürzlich in die UPW eingetreten sind.

Stadtrat Georg Jüttner ging diesmal auf keine speziellen Themen anstehender oder vergangener Stadtratsitzungen ein sondern befasste sich gleich mit den aktuellen Bürgerfragen.

Bürger aus Woffenbach berichteten von Bauschäden an der Grundschule Woffenbach, die seit zwei Jahren immer noch nicht beseitigt wurden und für den laufenden Schulbetrieb eine Zumutung seien. Hier will man jetzt seitens der UPW eine rasche Lösung mit allen Beteiligten herbeiführen.

Fraktionschef Dr. Werner Mümmler berichtete sehr ausführlich über den neuesten Stand des Projektes Maybach-Museum, das mit einem bereits geschlossenen Notarvertrag zwischen Dr. Hofmann und der Stadt sowie einem festgeschriebenen Fertigstellungstermin überregionales Interesse erwarten lässt "und somit als ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Attraktivität unser Stadt zu sehen ist".

Ein Bürger war besorgt über die UPW-Aussage zur zukünftigen Energieeinsparung beim Freibad und befürchtete, dass er zukünftig deswegen in kälterem Wasser schwimmen muss. Dr. Mümmler klärte hier auf, dass nicht die Wassertemperaturen zurückgefahren werden sollen, sondern dass man spürbare Energieeinsparungen durch neue Technologien und auch zum Beispiel durch Abdeckungen der Wasserbecken über Nacht erzielen könnte. Hier seien die Stadtwerke gefordert, sich über die neuesten Technologien zur effektivsten Energieeinsparung zu informieren und sie dann auch im Freibad rasch zu verwirklichen. Bevor man den Bürgern Preiserhöhungen zumute und das Personal an der Kasse durch Automaten ersetze, müßten hier zuerst die eigenen "dringenden Hausaufgaben" erledigt werden hieß es an die Adresse des Stadtwerke-Chefs Manfred Tylla.

Auch die gesamte Preispolitik der Stadtwerke bei Strom und Parkhausgebühr sei für die Bürger nur sehr schwer vermittelbar. Hier sollten die Stadtwerke mehr Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung gegenüber der Bürger leisten, warum und wofür eine Preiserhöhung langfristig für die Stadtwerke unvermeidbar ist.

Stadtrat Erich Dorfner machte darauf aufmerksam, dass sich im gesamten Stadtgebiet viele bemerkenswerte exotische Bäume wie zum Beispiel ein Mammutbaum oder ein Tempelbaum seit vielen Jahren behauptet und etabliert haben. Man sollte doch im LGS-Gelände einen geeigneten Standort für ein Arboretum, einen Baumpark mit außergewöhnlichen exotischen Bäumen, auswählen.

Mehrere Besucherinnen des Bürgergespräches diskutierten lebhaft die jetzige Kinderspielplatzsituation und waren mit der geplanten Stilllegung einiger Plätze, wie zum Beispiel am Faberpark, absolut nicht einverstanden. Hier sollte man doch noch mal eine Nachbetrachtung in mehreren Einzelfällen durchführen und vielleicht auch mal die Kinder befragen, welche Plätze und welches Spielgerät Sinn haben oder Unsinn sind.

"Dank OB Thomas Thumann" bilde die Stadt "endlich" wieder Lehrlinge aus, was seit vielen Jahren unter dem Ex-OB "schmählich unterlassen" wurde.

Das nächste Bürgergespräch der UPW findet am Montag, 30.Oktober in Woffenbach in der Gaststätte Zur Au statt.
28.09.06

OB: Mehr Energie sparen


Die UPW-Fraktion und OB Thumann besichtigten die Firma Variotec.

NEUMARKT. In Neumarkt müsse energiesparender gebaut werden, hieß es von OB Thumann und der UPW-Fraktion bei einer Firmen-Besichtigung.

Die Politiker besuchten die Firma Variotec in Neumarkt und das Forschungshaus in Voggenthal. Ein gut geplantes Passivhaus sei nichts Exotisches, sondern maximal fünf bis sieben Prozent teurer als ein konventionelles Haus nach der derzeitigen Energieeinsparverordnung und amortisiere sich bei den heutigen Energiepreisen bereits nach wenigen Jahren, erklärten Architekt Forstner und Geschäftsführer Stölzel bei dem Besuch.

Der Beweis, dass Ökologie, Ökonomie und Klimaschutz, verbunden mit minimalsten Betriebs- und Folgekosten, zu bauphysikalisch sicheren Lösungen vereint werden könne, sollte das Projekt Voggenthal liefern, in dem sich neben OB Thomas Thumann auch die UPW-Stadträte Fraktionschef Dr. Werner Mümmler, Rudi Bayerl, Georg Jüttner und UPW-Pressesprecher Bernhard Lehmeier ausführlich über alle technischen Funktionen detailliert vor Ort informieren konnten.

Da die Energiepreise zukünftig unaufhaltsam steigen werden, müsse man sich auch in Neumarkt einem Umdenkungsprozess für mehr energieeinsparende Bausysteme stellen, hieß es vom OB und den UPW-Vertretern. Dr. Werner Mümmler schlug vor, bei künftigen neuen Baugebietsausweisungen solche Passivhaus-Technologien in Neumarkt stärker bei den Planungen - durch mehr sonnenorientierte Ausrichtungen der Grundrisse - zu berücksichtigen.

Eine tief greifende Fachdiskussion zwischen den Gästen, Architekt Forstner und Geschäftsführer Stölzel in Voggenthal beendete den Besuch.

Oberbürgermeister Thomas Thumann bedankte sich für die Einladung und vertrat die Meinung, "daß es an der Zeit wäre, dass die vielschichtigen Gedanken und Lösungsansätze Eingang in die Arbeit des Stadtbaumeisters mit dem Stadtplanungsamt, des Stadtrates und der zukünftig zu planenden Projekte in Neumarkt finden". Auch alle Neumarkter Architekten und Ingenieure seien mehr denn je in der Verpflichtung, hier einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung - auch bei Umbau und Renovierung - zu leisten.
17.08.06

Keine "One-Man-Show" mehr

NEUMARKT. Die UPW wies CSU-Kritik zum Thema Frickenhofen zurück: Die "frühere One-Man-Show der Ära Karl" sei endgültig vorbei.

Trotz schweißtreibenden Temperaturen trafen sich viele Neumarkter zum traditionellen UPW-Bürgergespräch im Gasthof Sammüller am Schafhof. Die Vereinsvorsitzenden Georg Jüttner, Bernhard Lehmeier und Werner Glossner begrüßten die Anwesenden zusammen mit Stadtrat und Fraktionsvize Franz Düring.

Eingangsthema war die "optisch sehr auffallende" derzeitige Baustelle Wohnanlage Schönwerthgarten. Hier waren einige Bürger der Meinung, dass gerade für familienfreundliches Wohnen die vom Bauträger gewählte Bauweise mit Stahlbetonwandplatten "nicht gerade ökologisch optimal" gelöst wurde.

Hauptthema war am Montag jedoch der Autobahnanschluss Frickenhofen. Die anwesenden Bürger befürworteten ausdrücklich den von Fraktions-Chef Dr. Werner Mümmler im Bausenat eingebrachten UPW-Antrag und Appell an alle Stadtratsfraktionen, Vorschläge und Ideen zu einer neuen Ostanbindung des Autobahnanschlusses an die Stadt Neumarkt einzubringen.

"Umso unverständlicher und dreist" sei es, dass gerade aus der CSU harsche Kritik durch Stadtrat Lahner am OB und der UPW kam, die Stadträte der CSU seien für solche Ideen "nicht zuständig" und man solle es der Stadtplanung überlassen, konkrete Planungen zu erarbeiten. Lahner habe offensichtlich die "Zeichen der Zeit" noch nicht erkannt, "dass die frühere One-Man-Show der Ära Karl endgültig vorbei" sei. Hier müßten alle gewählten Stadträte Verantwortung zeigen und deshalb mehr denn je in der Pflicht stehen.

Man könne doch nicht erwarten, dass die Mehrheitsfraktion, die den geplanten Autobahnanschluss vor Jahren vehement inszeniert habe, "jetzt seelenruhig und ohne eigenes Zutun darauf wartet, vom neuen OB die Lösung auf dem Silbertablett serviert zu bekommen", um dann hier vielleicht "noch das eine oder andere Haar in der Suppe" zu suchen und das Gesamtprojekt dann abschließend als Erfolgsmeldung der CSU den Bürgern zu verkaufen, hieß es in der Versammlung.

Die UPW vertrete die Meinung, dass neben den Stadträten auch alle interessierten Bürger nach wie vor aufgerufen sind, hier aktiv mit Vorschlägen und Ideen eine für alle Beteiligten umweltverträgliche und sinnvolle Lösung zu finden, die dann auch zeitgerecht verwirklicht werden solle, wenn der Autobahnanschluss Frickenhofen unwiderruflich komme.

Die "Frage dafür oder dagegen" stelle sich hier nicht mehr, weil der Bund bereits entschieden habe und es eine "Katastrophe" wäre, den dann zu erwartenden Schwer- und Pkw-Verkehr von der Autobahnausfahrt auf die Stadt Neumarkt über Fuchsberg, Badstraße "und sonstige neu gefundene Schleichwege ungehemmt einströmen zu lassen".

Ein anderes Thema war die von den Voggenthaler Bürgern eingereichten Petitionen wegen des Kanalanschlusses. Hier warte man bereits über ein Jahr auf eine Antwort aus München, was einige Bürger sehr verärgert habe. Die Bürger würden endlich eine Entscheidung verlangen, ob jetzt der mehrheitlich gewünschte Kanalanschluss kommt oder jedes Anwesen sich mit einer Kleinkläranlage befassen muss.

Auch die derzeit im Bau befindliche Brücke Beckenhofer Weg werde nach wie vor von Holzheimer Bürgern als "Gewaltakt" gesehen und "noch nicht so richtig" akzeptiert.

Eine Kostenkontrolle bei der teueren Umgestaltung Ludwigshain wurde ebenfalls von den Anwesenden vorgeschlagen um hier "weiteren Kostenexplosionen" entgegenzuwirken.

Das Verkehrskonzept Unteres Tor wurde durch Stadtrat Franz Düring ebenfalls noch mal angesprochen. Düring wies auf die Fristen im bestehenden Vertrag hin, der durch die Bemühungen des neuen Oberbürgermeister "jetzt endlich nach jahrelangem Stillstand" wieder in Bewegung gekommen sei. Die Stadt sei jetzt im Zugzwang und hier sollte eine vernünftige Lösung schnellsten gefunden werden.

Der "strittige Punkt Abbruch oder Sanierung" des Aldi-Parkhauses wurde ebenfalls wiederholt erörtert. Man war sich einig, daß ein Abbruch nur bei "deutlich konkreten Planungen" vertretbar wäre, die einen echten Vorteil bei der Beseitigung des Parkhauses versprächen und das Areal somit höherwertig durch neue Bebauung nutzbar wäre.

Abschließend verwies Stadtrat und Vereinsvorsitzender Georg Jüttner noch auf den nächsten Treffpunkt mit einem geplanten Volksfestbesuch der UPW am 14. August in der großen Jurahalle.
26.07.06


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17. Jahrgang