Freie Wähler

UPW kritisiert "CSU-Unfug"

NEUMARKT. "Völliges Kopfschütteln und Unverständnis" bei der UPW über die "CSU-Blockade" zur Pöllinger Unterführung.

Die CSU verzögere durch ihr Verhalten in der Stadtratssitzung am letzten Donnerstag (wir berichteten am Donnerstag) unnötig die "dringend notwendige" Rad- und Fußgängerunterführung in Pölling, heißt es in einer UPW-Pressemitteilung am Montag.

Der von der CSU eingebrachte Vorschlag, stattdessen eine Unterführung auch für Autos zu bauen, erweise sich heute schon als "völliger Rohrkrepierer", weil dies wegen den Grundwasserverhältnisse technisch nicht sinnvoll durchführbar sei.

Außerdem würden dadurch die Pöllinger Verkehrsteilnehmer vom Berliner Ring komplett abgeschnitten und müssten ständig einen Riesenumweg fahren, wenn sie auf den Ring fahren möchten, heißt es in der UPW-Stellungnahme weiter. Auch für Noteinsätze der Rettungsfahrzeuge wäre eine solche Unterführung ebenfalls nicht passierbar und daher "völlig unakzeptabel".

Noch schlimmer sei es, dass jetzt wieder sehr viel Zeit verstreichen werde und die Pöllinger Schüler und Kinder "dank der CSU" weiterhin den "äußerst gefährlichen Schulweg" nach Neumarkt über die bestehende Kreuzung B 8 / Berliner Ring benützen müßten.

Außerdem hätte der weit überwiegende Teil der CSU-Stadtratsfraktion in "grob fahrlässiger Weise" die Bezuschussung der Baukosten für die Unterführung gefährdet.

Hier werde durch die CSU "grober Unfug" praktiziert, der nur das einzige Ziel habe, "OB Thomas Thumann in seinen Projekten zu blockieren", heißt es in der UPW-Pressemitteilung. Von einem "verlässlichen Partner" für den OB sei die Neumarkter CSU "derzeit Lichtjahre entfernt".
14.05.07

Wahlkampf-Kommission geplant

NEUMARKT. Fast die gesamte Vorstandschaft der Neumarkter UPW eröffnete das "Monatliche Gespräch mit den Bürgern im April" zu aktuellen kommunalpolitischen Themen.

Dritter Vorsitzende Hans Werner Gloßner und Vereinsschatzmeister Stadtrat Franz Düring bezogen Stellung zu vorgesehenen Baumaßnahmen: Flachdächer hätten sich in unseren Breiten nicht bewährt, weswegen ein leicht geneigtes Giebeldach von den Bewohnern des Hochhauses gegenüber der Mädchenrealschule gewünscht werde - eine Maßnahme, die nicht durch kleinliche Vorschriften behindert werden sollte, hieß es.

Nachdem die Renovierung des Schreiberhauses als ältestes Bürgerhaus allgemeine Zustimmung gefunden hat - "auch deshalb, weil eine sinnvolle Nutzung dem historischen Gebäude gerecht wird", wie Stadtrat Rudi Bayerl als Vorsitzender des Historischen Vereins Neumarkt ergänzend hinzufügte - sei zu prüfen, ob das hinter der Bäckerei Düring in der Glasergasse gelegene Hitz-Anwesen die Kriterien zu einer ähnlichen Renovierung erfüllt. Jedenfalls wird Rudi Bayerl den Interessierten vor dem "Bürgergespräch im Juli" eine fachkundige Führung durch das historische Schreiberhaus anbieten.

Zu den aktuellen Baumaßnahmen in der Schlossstraße in Woffenbach stellte ein Bürger die Frage, ob im Rahmen der aktuellen Straßensanierung nicht auch der Zustand der Jahrzehnte alten Wasserleitung zu prüfen sei, um sie gegebenenfalls im Rahmen der jetzigen Baumaßnahmen zu erneuern und dadurch ein späteres Aufreißen der sanierten Straße unnötig zu machen.

Begrüßt wurde, insbesondere von den anwesenden Holzheimern, das Angebot der Stadtwerke, wegen des geplanten Hackschnitzelwerks ein weiteres Mal nach Pfaffenhofen/Ilm zu fahren, um die Bedenken vor allem einiger Kindergartenmütter zu entkräften. Vorsitzender und Stadtrat Georg Jüttner als Holzheimer Bürger will zur zahlreichen Teilnahme ermuntern und an der Fahrt teilnehmen.

Die bevorstehende Kommunalwahl 2008 führte zu einer lebhaften Diskussion darüber, wann Kandidaten der UPW/Freie Wähler für den Stadtrat und den Kreistag nominiert werden sollten. Jüttner verwies auf die für Montag um 19.30 Uhr im "Plitvice" anberaumte Jahreshauptversammlung, in der - so der Vorschlag aus den Reihen der Anwesenden - eine Wahlkampfkommission gebildet werden soll.

In der Versammlung wurde die Überzeugung geäußert, "dass es der politischen Kultur in den Kommunal- und Landesparlamenten nur gut tut, wenn absolute Mehrheiten verhindert werden".

Das nächste Monatsgespräch der UPW/FW findet in Pölling beim "Fleischmann" am Montag, 21. Mai, ab 19.30 Uhr statt.
02.05.07

"Nicht alternierend"


Das Bürgergespräch der UPW/FW fand diesmal in Mühlen statt
NEUMARKT. Das Scheitern des Ärztezentrum am Unteren Tor war eines der Themen beim traditionellen Bürgergespräch der UPW/FW. Stadtrat Franz Düring erläuterte ausführlich die Gründe und Probleme, die zu dem "unbefriedigenden Ausgang" des Vorhabens führten.

Ebenso dringend war Erklärungsbedarf für die Bürger zum vorzeitigen begonnenen Abriss des Parkhauses am ehemaligen ALDI Parkplatz notwendig. Durch den jahrelangen Verfall der Bausubstanz, von der "damaligen Stadtspitze" trotz Bürgerentscheid zum Erhalt des Parkhauses ignoriert, seien die Bau- und Korrosionsschäden des gesamten Bauwerks mittlerweile so weit fortgeschritten, dass eine Sanierung kostenmäßig in keinem Verhältnis mehr stehe. Der Beschluss zum Abbruch des Parkhauses sei auch ein notwendiger Bestandteil zu den damaligen Planungen des Ärztezentrums.

Nun habe der Abbruchunternehmer noch mal seinen Preis um 30.000 Euro günstiger angeboten, wenn der Abbruch sofort beginnen könne, da er seine Baumaschinen bereits in Neumarkt bei einem anderen Objekt im Einsatz hatte, erläuterte Franz Düring. Die Mehrkosten für einen um vier Wochen späteren Beginn der Abbrucharbeiten könne man den Bürgern nicht zumuten, hieß es. Darum habe die UPW dem vorgezogenen Beginn des Abbruches zugestimmt.

Anschließend gingen die anwesenden UPW-Stadträte auf den aktuellen Haushaltsplan 2007 ein. Durch die von OB Thomas Thumann geführten Verhandlungen sei es der Stadt nun gelungen, das Delphigelände an der Eggenstrasse mit zusätzlich fünf Jahren Rückmietgarantie des Verkäufers zu erwerben. Hier plane man zum Beispiel einen Indoorspielplatz in einer der Hallen.

Erfreulich sei auch der Kauf des Watte-Richter Grundstückes in der unmittelbaren Nähe des Hallenbades, das sehr gut in die Pläne für ein ganzjährigen Familien- und Freizeitbades" einbezogen werden könnte.

Die Kompliziertheit des noch bestehenden Krausevertrages für das Areal Unteres Tor und die derzeitigen Verhandlungen wegen eines neuen Vertrages mit neuen Ausführungsfristen und verbindliche Bürgschaften für den Investor wurden anschließend sehr lange mit den Bürgern diskutiert. Das "hinterlassene Erbe" seines Amtsvorgängers könne man hier für Oberbürgermeister Thomas Thumann fast einem "Gordischen Knoten" gleichsetzen, hieß es von der UPW. Nur durch Sachlichkeit und äußerstes Fingerspitzengefühl könne hier eine für beide Seiten vernünftige Lösung herbeigeführt werden. Die CSU sollte statt "Die Bagger müssen rollen"-Forderungen zuerst einmal einenvernünftigen Beitrag zu der Aufarbeitung der "jahrelang nicht gemachten Hausaufgaben" leisten.

Sehr erfreut zeigten sich die Stadträte Düring und Jüttner von der Verkehrsführung der Abtsdorfer Gasse, die ohne hohe Anliegerkosten verwirklicht werden könne.

Zum Haus der Jugend wurde für den ausstehenden zweiten Bauabschnitt konsequentes Baucontrolling mit wirtschaftlichem Sachverstand "statt weitere Kostenexplosion" gefordert.

Zum S-Bahn Anschluss vertrat die UPW die Ansicht, daß der Bahnhof Pölling nicht zur Disposition stehen darf und in jedem Falle erhalten werden muss. Ein zusätzlicher Halt in Woffenbach wäre wünschenswert. Die Züge sollten aber in jedem Falle nicht alternierend, sondern an beiden Stellen halten. Die Bekanntgabe der Bahn-Planungen sei hier längst überfällig, damit zukünftige Stadtplanungen im Rathaus fortgeführt werden können.

Georg Jüttner verwies abschließend noch auf die anstehende Jahreshauptversammlung der UPW am 7. Mai um 19.30 Uhr im Gasthaus Plitvice, sowie auf das nächste Bürgergespräch der UPW am 30. April im Gasthaus Wanke, Wolfstein.
28.03.07


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17. Jahrgang