Freie Wähler

Auf Platz drei

NEUMARKT. Die Neumarkterin Daisy Miranda wurde bei den Freien Wählern auf den dritten von insgesamt vier Plätzen der Oberpfälzer Liste zur Bundestagswahl gewählt.

45 Delegierte aus den Kreisverbänden der Oberpfalz nahmen an der Videokonferenz teil, um die Listenreihung für die Oberpfälzer Kandidaten durchzuführen.

„Diese Listenreihung wird dann entscheidend sein, welche Listenplätze die Kandidaten auf der Landesliste erhalten werden“, sagte Bezirksgeschäftsführer Matthias Penkala.


In den letzten Jahren hätten die Oberpfälzer Freien Wähler hervorragende Ergebnisse bei allen Wahlen erzielt, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende Hans Martin Grötsch.

Die Bezirksvorsitzende und Regensburger Landrätin Tanja Schweiger zeigt sich sehr zufrieden: Alle Kandidaten der Freien Wähler verstünden sich als Anwalt der Bürger und wüßten genau, wie die Bundespolitik vor Ort ankomme und wo Nachholbedarf bestehe.
18.05.21

„Stammtisch“ online

NEUMARKT. Zu einem „Stammtisch der besonderen Art“ - nämlich online - hatte die Vorstandschaft der Neumarkter UPW ihre Mitglieder eingeladen.

Die digitale Form biete eine gute Möglichkeit, mit den Mitgliedern auch in Pandemiezeiten in Kontakt zu bleiben, sagte Vorsitzende Sebastian Schauer.

OB Thomas Thumann berichtete über die momentane Situation in der Stadt „aus erster Reihe“. Die Zukunft der Stadt spiegele sich momentan in den vielen Baustellen wider, sagte er. Der Baufortschritt des Schlossbads und der Hochschule seien deutlich sichtbar. Die Neugestaltung des Stadtparks sowie das Bürgerhaus Pölling würden „sicherlich zu weiteren Highlights“ werden.


Fraktionsvorsitzender Martin Meier berichtete aus der Arbeit in den Stadtratsgremien und hob die „engagierte Arbeit“ der Fraktion hervor. Die neu gewählten Stadtratsmitglieder konnten erfreulicherweise schnell Fuß fassen, sagte er.

Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrat Günter Müller zog danach ein kurzes Resümee des vergangenen Jahres. Dank guter Zusammenarbeit auf Kreistagsebene habe man größere Projekte wie den Bau des Förderschulzentrums, die Berufsschule und nicht zuletzt der Ausbau der B299 „sachlich erörtert und auch umgesetzt“.

Bundestagskandidatin Daisy Miranda stellte sich in einem extra für die Bundestagswahl produzierten Imagefilm allen Teilnehmern vor.
16.05.21

UPW befürwortet B299-Ausbau

NEUMARKT. Die Neumarkter UPW will sich für den höchst umstrittenen Ausbau der B 299 aussprechen - allerdings mit einigen Einschränkungen.

Man werde nach intensiven und „auch kontrovers geführten“ Diskussionen innerhalb der UPW-Stadtratsfraktion "mit breiter Mehrheit" einem Ausbau der B299 zuzustimmen, teilte am späten Montagabend Fraktionssprecher Martin Meier mit.

Allerdings verknüpfe man dies mit drei zentralen Forderungen: Zum einen, dass der Ortsteil Stauf angebunden bleibe, zum anderen, dass Lärmschutzmaßnahmen im Bereich des Stadtteiles Woffenbach in möglichst großem Umfang umgesetzt werden und drittens, dass der Ausbau lediglich in einem Teilstück erfolge. „Wir senden damit ein deutliches Signal an das staatliche Bauamt und sind guter Dinge, dass dies im anstehenden Planfeststellungsverfahren Berücksichtigung finden wird“, sagte Meier.  

Die Komplexität des Themas, aber auch die große Emotion, mit der der Ausbau in verschiedenen Ebenen diskutiert wurde, habe eine Entscheidung nicht leicht gemacht. Man wisse, dass man es nicht allen recht machen könne, jedoch sei das erklärte Ziel immer gewesen, das Bestmögliche für alle Beteiligten zu erreichen. Daher kämpfe man auch für eine Ausfahrt auf Höhe Stauf. "Diesen Stadtteil sozusagen abzuschneiden kam für uns als UPW zu keinem Zeitpunkt in Frage", sagte Fraktionsvorsitzender Martin Meier. Außerdem wolle man unbedingt verhindern, dass sich durch eine Nicht-Anbindung von Stauf künftig "Verkehrskolonnen" durch Woffenbach bewegen.  


Stadtrat Jakob Bierschneider sagte, im Fraktionsgremium sei der Mehrheitsentschluss gereift, dass ein Ausbau zwar sinnhaft erscheine, aber die Dimension doch zu groß sei. Daher solle er lediglich in einem Teilstück ab der Staufer Brücke in Richtung Pölling erfolgen. Im Teilbereich Stauf solle "alles so bleiben wie es ist".  

Diese Alternative sei bislang von den Planungsstellen immer als "nicht durchführbar" erklärt worden, weshalb man den Gedanken zunächst verworfen hatte. Da nun aus Regensburg ein anderes Signal zu vernehmen war, habe man den Gedanken wieder aufgegriffen und nun als zentrale Forderung positioniert. Damit "schlage man mehrere Fliegen mit einer Klappe". Man behalte die bereits bestehende und „immens wichtige“ Abfahrt Stauf bei, man verringere den Flächenverbrauch und erreiche zudem eine erhebliche Kosteneinsparung, unter anderem durch den dann nicht mehr nötigen Abriss und Neubau der Staufer Brücke.

 Der frühere Verkehrsreferent Bierschneider zeigte sich überzeugt von der Maßnahme eines dreispurigen Ausbaus im weiteren Teilstück. "Für uns entscheidend waren die von führenden Verkehrsplanern prognostizierten erhöhten Verkehrszahlen für die kommenden Jahre sowie die mit dem Ausbau verbundene Verringerung der Gefahrenquellen". 

Mit der Beibehaltung des Anschlusses Stauf sehe man in der UPW Vorteile vor allem für die beiden Stadtteile sowie die Innenstadt. Woffenbach selbst schütze man vor zusätzlichem Verkehr und durch Lärmschutz. Mit der Entzerrung der Rittershofer Kreuzung durch Brückenbau sowie dem Ausbau der Anbindung an der B299 sei auch hier eine gute Lösung vorhanden.

Man glaube nicht, dass sich die Verkehrszahlen künftig verringern werden, "Corona und Homeoffice hin oder her", hieß es von den UPW-Stadträten Prof.Dr. Grewe und Heiner Zuckschwert. Vielmehr würden diese nach allen Berechnungen zunehmen und gerade auf dieser Strecke zwischen Beilngries und Autobahnanbindung Neumarkt in den kommenden zehn Jahren im zweistelligen Prozentbereich steigen. Alleine 3000 Zulassungen an Fahrzeugen im Landkreis Neumarkt im Corona-Jahr 2020 sowie ein Höchststand an Fahrzeugzulassungen in Deutschland von mehr als 47 Millionen sprächen eine deutliche Sprache. Man brauche nun mal "gut ausgebaute" Streckenabschnitte, "übersichtlich und gefahrenfrei".  

Daher sei eine „Totalverweigerung“ des Ausbaus "keine Option" gewesen. Man sei jedoch überzeugt, dass nun mit dem Teilausbau eine Kompromisslösung vorliege, „mit der alle gut leben können“.

Der mit dem Ausbau verbundene Flächenverbrauch von nicht einmal drei Hektar Wiesen sei in der Abwägung des Nutzens "akzeptabel", zumal es sich "hierbei nicht um Biotope oder Erholungsgebiete, sondern um reine Wiesenflächen an einer bereits bestehenden Bundesstraße handelt".

Aktualisierung: Inzwischen hat sich auch die CSU-Stadtratsfraktion zum Thema geäußert (Bericht hier).
19.04.21


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20. Jahrgang
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