Gewinne privatisieren ?NEUMARKT. Die UPW will anscheinend die Gewinne bei den Geschäftsleuten belassen und die Kosten sozialisieren, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Rathaus zur jüngsten Forderung der UPW.Anders könne man deren „Memorandum“ im Hinblick auf die Forderung nach kostenlosem Parken in der ersten Stunde in der Innenstadt kaum deuten. Denn während es andernorts üblich sei, dass sich die Geschäftsleute der Innenstädte zusammen tun und den Kunden beim Einkauf Rückvergütungen gewähren, ist dies in Neumarkt bisher nicht zustande gekommen. Stattdessen fordern UPW-Stadträte, dass die Allgemeinheit die Kosten tragen soll, damit die Geschäftsleute der Innenstadt Geschäfte machen. Offensichtlich haben die UPW-Vertreter nicht erkannt, dass die Kunden die eigentlichen Arbeitgeber der Geschäftsleute sind. Von daher wäre es doch auch wohl deren Aufgabe, für ein entsprechendes Angebot zu sorgen, heißt es in der Stellungnahme. Wenn wie von den UPW-Stadträten die Situation in anderen Städten angesprochen wird, so ist es keineswegs so, dass es viele gibt, in denen alle Parkhäuser und Parkplätze der Innenstadt die erste Stunde kostenlos sind. Vielmehr gibt es eine solche Regelung nur in einigen Orten und dort oft auch nur in Bezug auf einzelne Parkmöglichkeiten. Die Stadt Neumarkt kann entgegen der "verzerrenden Aussage" der UPW-Stadträte ebenfalls auf kostenlose Stellplätze in einem Parkhaus und auf verschiedenen Parkplätzen und Straßen um die Innenstadt verweisen. So sind rund 320 Parkplätze im Parkhaus Dammstraße und am Unteren Tor kostenlos. Auch die 228 Plätze auf dem Parkplatz an der Freystädter Straße können kostenfrei genutzt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, für drei Stunden kostenlos auf den Parkplätzen am Johanneszentrum mit 146 Plätzen sowie in der Ingolstädter Straße beim Friedhof mit 160 Plätzen zu parken. Weitere 158 Parkplätze befinden sich im Bereich der Stephanstraße, wo ebenfalls mit Parkscheibe drei Stunden kostenlos geparkt werden kann. Von daher habe die Stadt ausreichend und großzügig Möglichkeiten geschaffen. Dass deren Nutzung jedoch offensichtlich nichts mit dem Argument der Kostenfreiheit zu tun hat, zeigt das Parkhaus Dammstraße. Die Zählungen im November 2004 haben eine recht dürftige Auslastung erbracht. An 17 Tagen wurde jeweils zu verschiedenen Tageszeiten die Belegung der Parkplätze ermittelt. Im Durchschnitt wurden dabei 34 Fahrzeuge im Parkhaus Dammstraße gezählt. Nicht zuletzt muss es sich die UPW auch selber vorhalten lassen, dass sie in früheren Jahren eine Unterkellerung des Unteren Marktes einstimmig abgelehnt und so dazu beigetragen hat, eine noch innenstadtnähere Lösung für die Parksituation zu verhindern. Im Hinblick auf die Aussagen der UPW zum Thema Unteres Tor kann man aus Sicht der Stadt nur staunen, heißt es in der Stellungnahme. Denn es seien die gleichen Stadträte, "die vorher für eine Attraktivitätssteigerung der Geschäfte in der Innenstadt kostenloses Parken fordern und zugleich einen Frequenzbringer, den Einkaufsmöglichkeiten am Unteren Tor darstellen, anscheinend mit der Aussage ablehnen, dass es die dort angedachten Nutzungen bereits in der Innenstadt gebe". Erstellt am
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