Oft "freie Auswahl"


Ein großes Lehrstellenangebot finden unter anderem angehende Schreiner
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NEUMARKT. "Die Lage für Bewerber ist so gut wie nie", hieß es zum Start ins neue Ausbildungsjahr vom Handwerk aus der Region.

Die Betriebe suchen händeringend nicht nur nach Fachkräften, sondern auch nach Lehrlingen: in der Oberpfalz sind zum Beispiel im Handwerk noch 487 Ausbildungs-Stellen zu vergeben.

2.573 junge Menschen starten im neuen Ausbildungsjahr ihre Lehre im Oberpfälzer Handwerk. Das sind 2,14 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Andererseits sind viele Lehrstellenz noch unbesetzt. „Obwohl die Konkurrenz am Arbeitsmarkt groß ist und die Schulabgängerzahlen sinken, sind unsere Ausbildungszahlen stabil, sagte der stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Hans Schmidt.


Das ist nach Meinung der Handwerks-Funktionäre ein Zeichen dafür, dass sich "die Anstrengungen des Handwerks, Nachwuchs zu finden, lohnen“

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz im Handwerk ist für viele Jugendliche heuer vergleichsweise einfach gewesen. Denn: Die Betriebe suchen nach wie vor Nachwuchs. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer sind ostbayernweit Ende August 1287 freie Ausbildungsplätze gemeldet - im Raum Neumarkt zum Beispiel 72.

Die meisten freien Stellen gibt es in den Berufen Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker, Metallbauer, Maurer und Kfz-Mechatroniker. „Interessant ist, dass die Bereiche mit dem größten Bedarf fast deckungsgleich mit den ausbildungsstärksten Berufen sind“, so Schmidt.

Für Jugendliche bedeute dies: Auch nach dem offiziellen Start ins Ausbildungsjahr sei es noch möglich, "im Traumberuf durchzustarten".

Was für Jugendliche eine ideale Ausgangslage ist, kann für Betriebe eine Herausforderung sein. „In Zukunft sollten die Ausbildungsbetriebe noch kreativer und innovativer bei der Nachwuchswerbung vorgehen, um sich gegen ihren Mitbewerb zu behaupten“, sagte Hans Schmidt. Und ist der Azubi gefunden, gelte es ihn zu halten.

Mit Blick in die Zukunft äußert sich die Handwerkskammer optimistisch: „Die berufliche Bildung gewinnt wieder an Wertschätzung“, so Schmidt. Mit einem Drittel fanden in den letzten Jahren immer mehr Lehrlinge mit mittlerer Reife den Weg ins Handwerk, der Anteil der Abiturienten liegt bei acht Prozent.

Positiv wirke sich auch der vermehrte Zugang von ausbildungsinteressierten Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund aus. Aktuell absolvieren 785 Flüchtlinge eine Lehre im Handwerk.
02.09.18
Neumarkt: Oft "freie Auswahl"
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