NEUMARKT. Ein Spezialist für Schlafmäuse spricht auf Einladung des Bundes Naturschutz in Neumarkt über „Haselmaus und Gartenschläfer – unbekannt und rar geworden“.
Der Referent Sven Büchner kann wie kaum ein anderer über das Leben und die Gefährdung von Haselmaus und Co berichten. Der Biologe forscht seit 20 Jahren an den Schlafmäusen. Er will am 21. November um 19.30 Uhr im Johanneszentrum Interessantes aus Biologie und Ökologie der Tiere berichten und zeigen, wie man ihnen auf die Spur kommt. Der Eintritt ist frei
Die Haselmaus hat - zum Beispiel bei "Alice im Wunderland" - zwar den Weg in die Weltliteratur gefunden, ist aber den meisten Menschen nicht bekannt. Aber auch der wesentlich geläufigere Siebenschläfer ist vielen Naturfreunden noch nie begegnet. Beide gehören zur Familie der Bilche, genauso wie der Gartenschläfer und der Baumschläfer, sind also keine Mäuse.
Die Haselmaus war 2017 Säugetier des Jahres, um den nur acht Zentimeter langen Winzling ein bisschen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Denn Haselmäuse sind selten geworden in der ausgeräumten und von Straßen zerschnittenen Landschaft. Es sind nur noch wenige Vorkommen bekannt.
Die Kreisgruppe Neumarkt des Bundes Naturschutz ist deshalb in den letzten zwei Jahren an die Schulen und die Kindergruppen der Gartenbauvereine herangetreten mit der Bitte, Haselnuss-Schalen zu sammeln. Denn die Haselmäuse hinterlassen andere Fraßspuren als Mäuse oder Eichhörnchen, wodurch Fachleute auf das Vorkommen schließen können.