Zehn Bürger aus der Oberpfalz wurden von Ministerin Huml (M.) ausgezeichnet - darunter auch Karl Wurm (5.v.r.) aus Reichertshofen und Ursula Nießen (4.v.r.) aus Neumarkt
Foto: StMGP
NEUMARKT. Als „Weiße Engel“ wurden am Freitag ein Mann und eine Frau aus Reichertshofen und Neumarkt von Gesundheitsministerin Melanie Huml ausgezeichnet.
Damit wurde ein besonderes ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Gesundheit und Pflege gewürdigt.
Ursula Nießen vom Hospizverein Neumarkt engagiert sich seit vielen Jahren für Schwerstkranke, Sterbende und für deren Angehörige, hieß es. Auch Angehörige von Suizidopfern und Menschen in Not finden bei ihr Halt. Dank ihres Einsatzes gibt es beim Hospizverein seit 15 Jahren auch die Krisenintervention. Seit fünf Jahren organisiert sie für alleinstehende Trauernde ein Treffen am Heiligen Abend. Außerdem hat sie ein Trauercafé ins Leben gerufen.
Karl Wurm aus Reichertshofen zeichnet sich durch seine besondere Fürsorge für seine Ehefrau aus. Seit 1995 pflegt er seine Ehefrau Ottilie in liebevoller und aufopferungsvoller Weise zuhause, hieß es. Seine Frau leidet seit 20 Jahren an verschiedenen schweren Erkrankungen. Außerdem hat sie mehrere Schlaganfälle erlitten.
"Ehrenamtlich Tätige sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit", sagte Ministerin Huml bei der Feierstunde in Amberg. Fast die Hälfte der bayerischen Bevölkerung engagiere sich Huml zufolge für das Gemeinwohl. Der Freistaat sei damit im bundesweiten Vergleich ganz vorne mit dabei.
Die Auszeichnung "Weißer Engel" wird jährlich in jedem Regierungsbezirk verliehen - diesmal in der Oberpfalz. Die Ausgezeichneten engagieren sich beispielsweise im Hospizbereich, in Selbsthilfegruppen oder im Besuchsdienst. Im Bereich der Pflege wird der "Weiße Engel" insbesondere an Personen verliehen, die sich durch vorbildhafte häusliche Pflege verdient gemacht haben.