NEUMARKT. Mit drei Sitzen vertreten: Die ÖDP hat ihr gestecktes Ziel von „1 plus X“ Sitzen bei den Wahlen zum Neumarkter Kreistag mit Bravour erreicht.
Gemäß amtlichem Endergebnis votierten 5,02 Prozent für die „wertkonservativen Öko-Demokraten“, die künftig nun auch im Kreistag sitzen werden. Neben dem ÖDP-Kreisvorsitzenden Ludwig Härteis, Gymnasiallehrer aus Lauterhofen, gehören der ÖDP-Fraktion im Kreistag auch Gerhard Graml, Biobauer aus Habertshofen, und Wolfgang Branner, Ingenieur und Produktmanager aus Berching, an.
Die Wähler haben „eine sehr gute Entscheidung getroffen“, sagte Härteis, denn die drei neuen Kreisräte würden die wichtigen Bereiche Bildung, Landwirtschaft und Wirtschaft abdecken.
Für die kleine Öko-Partei war der Weg ins Landratsamt mit viel persönlichem Einsatz verbunden. Da die ÖDP grundsätzlich keine Firmenspenden annimmt, sind ihre finanziellen Resourcen begrenzt. Zuerst mussten 385 Unterstützer persönlich in den Gemeinden mit ihrer Unterschrift für die Zulassung der ÖDP votieren. Diese Hürde wurde mit 626 Unterschriften überdeutlich genommen, was eine zusätzliche Motivation für alle Kandidaten war, so Härteis.
Mit ihrem Slogan "Weniger Beton und Asphalt" wurde verdeutlicht, dass die ÖDP mit der momentanen Versiegelungspolitik des Landkreises nicht einverstanden ist. Gerade in diesem Bereich möchten die ÖDP-Kreisräte deutliche Akzente in den Ausschüssen setzen. Im Mittelpunkt der ÖDP-Politik sollen die Bewahrung der Schöpfung, die Achtung des Lebens und die Einbindung der Menschen in politische Entscheidungsprozesse stehen, so der neue Kreisrat Branner.