Kläranlage wird optimiert

Im ersten Nachklärbecken ist die Montage bereits abgeschlossen
Foto: Dr. Franz Janka
NEUMARKT. Um die verschärften Phosphor-Grenzwerte beim Abwasser einhalten zu können laufen derzeit umfangreiche Arbeiten an der Neumarkter Kläranlage.
An den beiden Nachklärbecken werden derzeit höhenverstellbare Einlaufbauwerke eingebracht. Nach Angaben von OB Thomas Thumann hat die Stadt allein
in den letzten zehn Jahren rund elf Millionen Euro in die Kläranlage investiert.
Die Grenzwerte für den Parameter Phosphor beim Abwasser wurde auf 0,5 Milligramm pro Liter abgesenkt und die Stadt hat sich schon im letzten Jahr dazu entschlossen, entsprechende Nachbesserungen vorzunehmen. Man nehme erneute einen Millionenbetrag in die Hand, um die Kläranlage technisch und ökologisch „noch besser zu machen“, sagte Thumann. Er sah sich jetzt zusammen mit dem Leiter des Umweltamtes Werner Schütt die laufenden Arbeiten auf der Kläranlage an.
Mit den beiden optimierten Nachklärbecken will man jetzt den vom Gesetzgeber geänderten Anforderungen im Hinblick auf die Phosphatwerte entsprechen. In Erlangen, Fürth und Regensburg sei das Verfahren bereits im Betrieb und zeige die erwünschten Ergebnisse.
Im ersten Nachklärbecken ist die Montage bereits abgeschlossen und das Becken wurde bereits wieder geflutet. Dabei wird auch getestet, ob die elektronisch geregelte Höhenverstellung, die beim einen Becken 2,10 Meter und beim anderen dann 2,40 Meter ausmachen wird, wie geplant funktioniert. Die Kosten für diese Investition betragen rund 1,1 Millionen Euro.
Die Arbeiten begannen im November letzten Jahres und sollen im März beendet sein.
Im Juli letzten Jahres hatte das beauftragte Ingenieurbüro im Stadtrat verschiedene Varianten vorgestellt. Der Stadtrat entschied sich damals einstimmig für den Einbau von zwei höhenvariablen Einleitbauwerken aus Edelstahl in die beiden Nachklärbecken. Mit ihnen gelinge das Absetzen von Schlamm in den Becken so gut, dass der Austrag von Schwebstoffen in den Ablauf verhindert wird. Diese Variante wurde wirtschaftlich und auch technisch als beste Lösung angesehen. Insbesondere die niedrigen laufenden Kosten untrschieden sich deutlich von denen der anderen Varianten.
Die Investitionen in den letzten zehn Jahren in Höhe von rund elf Millionen Euro flossen zum Beispiel in eine neue Schlammentwässerungsanlage, in die Ertüchtigung der Gasverwertung und der Rechenanlage sowie eine neue Belüftungsanlage. Auch die Schlammleitungen wurden neu erstellt.
16.03.21
Neumarkt: Kläranlage wird optimiert