Die Schloßspiele präsentieren „Mrs. Joseph Porter“ von Charles Dickens
NEUMARKT. Die Neumarkter Schloss-Spiele produzieren weiter fleißig digital: jetzt ist „Mrs. Joseph Porter“ von Charles Dickens zu sehen.
Ab dem Wochenende soll auch noch ein Märchern nach den Gebrüdern Grimm zur Verfügung stehen. Damit wollen die Neumarkter Laien-Schauspieler auch digital „Theater für die ganze Familie“ anbieten.
Seit der ersten Projekt-Veröffentlichung des „Münchners im Himmel“ mit Franz-Xaver Horvath als Hauptakteur (wir berichteten) geht es bei den Schloss-Spielen im privaten Ton- und Bild-Studio weiter mit den Produktionen. Das Projekt käme bei den Neumarktern und darüber hinaus gut an, hieß es.
Bereits veröffentlicht ist nun „Mrs. Joseph Porter“ ein Stück von Charles Dickens. Mit Coach Barbara Beck arbeiteten hier gleich zehn Akteure an der richtigen Umsetzung des digitalen Theaterstücks. Gefilmt wurde dann corona-konform – Akteur für Akteur einzeln – im eigens eingerichteten Studio im Wohnzimmer eines Vereinsmitglieds und im Anschluss wurde von Herbert Beck in stundenlanger Arbeit technisch wieder alles in die richtige Reihenfolge gesetzt und geschnitten. Das Theaterstück, das von einer turbulenten Familieninszenierung des Othello handelt, dauert rund 30 Minuten und soll lustige Abwechslung in die „theaterfreie Spielzeit“ bringen. Als Mitwirkende sind dabei: Tobias Thumann, Cornelia Lang, Daniel Mederer, Katja Rölz, Christian Püntzner, Lukas Völkl, Julia Nefzger-Lang, Bettina Noack, Elisabeth Lang und Herbert Beck.
Für Kinder und Märchen-Fans gibt es ab dem Wochenende „Schneeweißchen und Rosenrot“, nach den Gebrüdern Grimm. Hier wird – im Gegensatz zu den anderen Projekten - gemeinsam am familiären Esstisch eingelesen. Die fünfköpfige Familie Blomeier-Rosinski - alle Mitglieder im Theaterverein - hat gemeinsam die Osterferien kreativ genutzt, das digitale Projekt umgesetzt und sich dabei auch selbst gefilmt. Hier gibt es noch eine weitere Besonderheit: gedreht wurde vor einem sogenannten „Green-Screen“, der im Anschluss mit eigenen Fotos bestückt wurde und so als Resultat die ganze Szenerie, weg vom Esszimmer, in die freie Natur verlegt. Auch die verwendeten Hintergrund-Geräusche wurden vom „Schneeweißchen“-Ensemble selbst aufgenommen – da musste schon einmal die Ofentüre herhalten oder auch das Vogelgezwitscher und Wasser-Rauschen vom Gassi-Gehen im Wald mit den Hunden. Gecoacht wurden die Mitwirkenden von Mama Sabine Blomeier-Rosinski und alle Kinder, auch der elfjährige Vincent als jüngster Leser, hatten richtig viel Spaß, hieß es.
In Planung – und schon etwa Mitte Mai abrufbar - kommt dann noch „Max & Moritz“ von Wilhelm Busch ins Spiel. Hier ist als Coach Blanca Echániz Gerhard im Einsatz und bereitet aktuell noch den letzten Feinschliff mit ihrem Ensemble vor, bevor es demnächst - natürlich immer einzeln - zur Filmaufnahme zu Florian Hornauer in sein Wohnzimmer-Studio geht. Digital bearbeitet wurden alle Filme von Daniel Mederer und geschnitten von Herbert Beck und Martin Rosinski.