Zweites Bürgerbegehren


Karin Preissler und Michael Haslbeck übergaben die Pläne des Freundeskreises im Neumarkter Rathaus
Foto: Freundeskreis
NEUMARKT. Nachdem ein Bürgerentscheid im Jahr 2019 die Pläne zur Stadtpark-Umgestaltung verhinderte „droht“ jetzt ein neues Bürgerbegehren.

Der Stadtpark-Freundeskreis beklagt, daß die in eigener Initiative erarbeiteten Vorschläge im Rathaus kaum zur Kenntnis genommen werden - und sammelt jetzt wieder Unterschriften. Beim Bürgerentscheid im Jahr 2019 stimmten 71 Prozent der Neumarkter zu.

Oberbürgermeister und Stadtverwaltung hätten das Thema Stadtpark offenbar momentan von ihrer Agenda gestrichen, heißt es in einer Mitteilung des Vorstands des Stadtpark-Freundeskreises. Deshalb halte man es für dringend geboten, die Meinung der Neumarkter zu den Baumaßnahmen noch einmal deutlich zu artikulieren und auf den Weg zu bringen.

Die beiden Vorsitzenden Karin Preissler und Michael Haslbeck übergaben nun der Stadt Neumarkt offiziell die drei Pläne, die eine „renommierte Landschaftsarchitektin“ im Auftrag des Vereins erstellt hat. Bisher erhielten die Planungen (wir berichteten mehrfach) bei allen Präsentationen in der Öffentlichkeit immer große Zustimmung, hieß es. Leider sei aber aus dem Neumarkter Rathaus kaum eine Reaktion gekommen.


Ganz im Gegenteil: Es sei zu befürchten, dass bei den Förderstellen eventuell sogar die ersten Pläne mit den Baumfällungen eingereicht worden sind, heißt es in der Mitteilung des Freundeskreises weiter. In einem Schreiben erteilte der Verein deshalb dem Oberbürgermeister die ausdrückliche Befugnis, die Freundeskreis-Pläne bei den Förderstellen einzureichen und für die Baumaßnahmen zu verwenden.

Gleichzeitig startet ein zweites Bürgerbegehren „Bäume erhalten – Stadtpark bürgernah gestalten“. Die entscheidende Frage laute hier: „Sind Sie dafür, dass die drei Pläne, die der „Freundeskreis Stadtpark Neumarkt“ der Stadt zur Verfügung gestellt hat, bei der Stadtparkerweiterung und -umgestaltung realisiert werden?“

Begründet wird die Festlegung auf die Pläne des Vereins damit, dass hier nicht nur sämtliche Vorgaben einer Klima-Anpassung erfüllt würden, sondern auch „mannigfache Möglichkeiten für Freizeit und Erholung“ eingeplant seien. Es blieben alle Bäume und Büsche erhalten, und der Leitgraben werde zum großen Teil freigelegt. Besondere Attraktionen entstünden auf dem ehemaligen „Wunder“-Parkplatz“ und im „Generationenpark“: Fantasievolle Natur-Spielplätze für Kinder und Sportmöglichkeiten für Senioren. Damit dabei auch das Naturerlebnis nicht zu kurz komme, seien viele gärtnerische Elemente vorgesehen: Streuobstwiese, Kirschbaum-Kreis, Naschgarten, Blühwiesenstreifen und „Urban Gardening“. Auch für die künftigen Studenten seien naturnahe Sitzmöglichkeiten eingeplant, „allerdings keine Steintreppen“.

Die Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren können im Internet heruntergeladen werden. In den nächsten Wochen sollen die Listen auch wieder in einigen Neumarkter Geschäften ausliegen.
24.08.21
Neumarkt: Zweites Bürgerbegehren
Telefon Redaktion


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