33 Prozent mehr Urlauber

Ein Vier-Sterne-Hotel in Neumarkt
Foto: Archiv/Günter Standl
NEUMARKT. Tourismus-Boom im August im Raum Neumarkt: im wichtigsten Urlaubs-Monat legte der Landkreis um über ein Drittel gegenüber dem Vorjahr zu.
Das Statistische Landesamt meldete ein Steigerung der Gäste-Ankünfte um 33,4 Prozent und der Übernachtungen sogar um 38,7 Prozent. Das ist der mit Abstand höchte Anstieg in der gesamten Oberpfalz.
Unterm Strich ist das Jahr für die Betten-Anbieter im Landkreis dagegen bisher denkbar schlecht gelaufen. Von Januar bis August kamen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres 13,4 Prozent weniger Gäste in den Landkreis; die Zahl der Übernachtungen ging um 7,0 Prozent zurück - trotz der Rekord-Zahlen im August.
Im August kamen heuer 23.220 Urlauber, darunter 3811 aus dem Ausland, in den Landkreis Neumarkt. 50.437 Übernachtungen wurden dabei gezählt, also etwa 2,2 Übernachtungen pro Gast. In den ersten acht Monaten des Jahres kamen 69.054 Besucher und verbrachten 153.402 Nächte im Landkreis.
Mit den Gäste- und Übernachtungs-Zuwächsen im August belegt der Landkreis einen Spitzenplatz in Bayern und liegt weit über dem Durchschnitt der Oberpfalz (+11,2/+11,1) und bayernweit (+13,0/+14,9).
Doch auch in ganz Bayern erholte sich der Tourismus erheblich. Der August gehört zu den wichtigsten Monaten für den Tourismus im Land, hieß es von Statistischen Landesamt. Auch in diesem Jahr trägt der Sommerferienmonat zur weiteren Erholung
für den durch Corona angeschlagenen Tourismussektor bei.
Die Experten
des Landesamts zählen knapp 3,6 Millionen Gästeankünfte.
Das ist ein um 13,0 Prozent höheres Ergebnis als im August 2020. Die gut
11,3 Millionen Übernachtungen übertreffen den Vorjahreswert um 14,9 Prozent.
Der Inlandstourismus boomt im August. Die Zahl der inländischen Gäste übertrifft den
Vorjahreswert um 10,4 Prozent und liegt etwas unter dem Ergebnis von 2019. Ihre
Übernachtungen knacken nicht nur die Zehn-Millionen-Grenze (10,2 Millionen, +13,5 Prozent),
sondern auch die Ergebnisse aus der Vor-Corona-Zeit.
Auch die Entwicklung bei
den Besuchern aus dem Ausland ist beachtlich. Von ihnen kommen 32,1 Prozent mehr
Gäste nach Bayern und übernachten um 30,2 Prozent häufiger als noch im Vorjahresmonat.
Die Betriebe der Hotellerie können sich im August 2021 über 16,4 Prozent mehr Gäste
und 18,9 Prozent mehr Übernachtungen freuen. Insbesondere in den Hotels (Gästeankünfte:
+19,9 Prozent; Übernachtungen: +24,2 Prozent) und den Hotels garnis (Gästeankünfte:
+20,1 Prozent; Übernachtungen: +19,0 Prozent) sind deutliche Zuwächse
im Vergleich zum Vorjahresmonat zu sehen. Die Gasthöfe (Gästeankünfte: +5,6 Prozent;
Übernachtungen: +6,2 Prozent) und die Pensionen (Gästeankünfte: -1,6 Prozent;
Übernachtungen: +3,8 Prozent), welche ebenfalls zur Hotellerie gezählt werden,
schmälern den Zuwachs allerdings ein wenig.
Ebenfalls zweistellige Zuwächse verzeichnen
die Erholungs-, Ferien-, und Schulungsheime (Gästeankünfte: +21,9 Prozent;
Übernachtungen: +30,3 Prozent) und die Jugendherbergen und Hütten (Gästeankünfte
+18,3 Prozent; Übernachtungen: +26,7 Prozent).
Durchweg alle bayerischen Regierungsbezirke und die beiden für den Tourismus wichtigen
Städte München und Nürnberg liegen über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Dies gilt sowohl für die Gästeankünfte wie auch für die Übernachtungen. Mittelfranken
verzeichnet die größten Zunahmen unter den Regierungsbezirken: 27,8 Prozent mehr
Gäste kommen hier im August 2021 an. Die Übernachtungen übersteigen den Vorjahresmonat
um 27,0 Prozent. Die Landeshauptstadt freut sich sogar über 43,0 Prozent mehr
Gästeankünfte und 49,4 Prozent mehr Übernachtungen.
So positiv die Entwicklung im Monatsvergleich ist, so kann im gesamten bisherigen Jahresverlauf 2021 noch nicht an die Werte aus dem Vorjahreszeitraum angeknüpft werden. 24,7 Prozent weniger Gästeankünfte und 15,9 Prozent weniger Übernachtungen werden im Zeitraum Januar bis August 2021 ausgewiesen. Alle Regierungsbezirke liegen mit zum Großteil zweistelligen negativen Veränderungsraten unter den Werten des Vergleichszeitraums, gleiches gilt für die meisten Betriebsarten. Lediglich die Vorsorge- und Rehaeinrichtungen und die Campingplätze übertreffen bislang das Ergebnis des Vorjahreszeitraums.
08.10.21
Neumarkt: 33 Prozent mehr Urlauber