„Etwas unlogisch“


Das Drohnenbild zeigt den Ausgrabungsbereich mit den Funden im Baufeld der geplanten Stadtparkerweiterung und enthält Beschreibungen der Fundstellen
Foto: Archiv/ Loré/ Adilo
NEUMARKT. Nach der Ablehnung des Bürgerbegehrens scheint der Stadtrat weiterhin keinen Wert auf die Vorschläge des Freundeskreises Stadtpark zu legen.

Auch für die anstehenden Entscheidungen in der Stadtratssitzung am Donnerstag hätte der Verein „viele konstruktive Ideen und Vorschläge“. Allerdings habe man bisher keine Reaktion darauf erhalten, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins, der sich durchaus als Sprecher für über 2300 Bürger versteht, die mit ihrer Unterschrift sein Anliegen unterstützt haben. 

Nun sei man sehr enttäuscht darüber, dass man im Vorfeld wieder nicht zur weiteren Vorgehensweise, vor allem in Hinblick auf Umplanungen, hinzugezogen wurde.

Die Stadträte sollen am Donnerstag zum Beispiel darüber entscheiden, was mit den archäologischen Ausgrabungen passiert, die auf dem ehemaligen Wunder-Parkplatz gefunden wurden (wir berichteten). Auch die Gestaltung der Schanze steht in der Sitzung an.


Wir veröffentlichen den Brief des Freundeskreis minimal gekürzt im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Neumarkter Stadtrats,

am morgigen Donnerstag stehen in der Stadtratssitzung erneut Beschlüsse zum Neumarkter Stadtpark an. Wir waren sehr enttäuscht darüber, dass wir im Vorfeld wieder nicht zur weiteren Vorgehensweise, vor allem in Hinblick auf Umplanungen, hinzugezogen wurden. Wir sehen uns nicht nur als Verein, der sich mit allem Herzblut für eine ökologische Gestaltung dieser „grünen Lunge“ in unserer Stadt einsetzt, sondern wir fühlen uns nach dem nicht zugelassenen Bürgerbegehren auch verantwortlich als Sprecher für über 2.300 Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrer Unterschrift unser Anliegen unterstützt haben. 

Bei der Sitzungsvorlage VO/4786/2022 „Umgestaltung Stadtpark BA 2 (Parkentree, Parkplatz ehemaliges Hotel Wunder) und BA 3 (Schanze)“ für die morgige Sitzung werden mehrere Gestaltungsvorschläge vorgestellt. Der Beschlussvorschlag erscheint uns allerdings etwas unlogisch. Während auf der Schanze der historische Aspekt sehr stark hervorgehoben werden soll und deshalb sogar Umplanungen notwendig werden, soll dies auf dem Wunderparkplatz offenbar nicht gelten.

Wir würden es begrüßen, wenn hier die Bauabschnitte gleichberechtigt behandelt würden. Nach wie vor hätten wir viele konstruktive Ideen und Vorschläge, die wir Ihnen ja bereits vorgestellt haben, allerdings ohne eine Reaktion zu erhalten. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir dieses Mal zu den Umplanungen eingeladen würden. Ein ganz wichtiges Anliegen ist uns nach wie vor, auf die Treppe im Eingangsbereich zu verzichten, da sie ein unzumutbares Hindernis wäre für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.(...) Diese Sensibilität erwarten wir umso stärker dann, wenn es um die alltägliche Nutzung eines Stadtparks geht. Hier appellieren wir vor allem an die Senioren- und Behindertenbeauftragten im Stadtrat.

Auch die Lage einer öffentlichen Toilette würden wir gerne ändern, weil sie unserer Meinung nach in der Nähe von Spielplätzen sinnvoller ist.
Wir wünschen der Stadtratssitzung morgen einen guten Verlauf und würden uns über eine Beteiligung an den Umplanungen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Preissler, Michael Haslbeck

28.09.22
Neumarkt: „Etwas unlogisch“
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