Wie geht es weiter?


Die stark verkehrsbelastete Ortsdurchfahrt in Berg
Foto: Archiv
NEUMARKT. Wie soll es weitergehen in Berg ? Nach dem großen Erfolg des Bürgerentscheids gab die Bürgerinitiative eine Stellungnahme ab.

Wie mehrmals berichtet haben sich bei einem Bürgerentscheid am Sonntag mehr als drei von vier Bürgern in Berg gegen die geplante Ortsumgehung ausgesprochen. Nach diesem überwältigenden Erfolg gab die Bürgerinitiative eine Stellungnahme ab, die wir im Wortlaut veröffentlichen:


Gemeinde Berg entscheidet sich für den Erhalt des Schwarzachtals

Bei einer Wahlbeteiligung von fast 70 Prozent hat sich die absolute Mehrheit der wahlberechtigten Berger Gemeindebürger für eine solidarische Verkehrsführung ohne den Bau der Ortsumfahrung Berg ausgesprochen. Für dieses deutliche Ergebnis, das die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses hat, möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Die Wählerinnen und Wähler haben dem Berger Gemeinderat damit einen klaren Auftrag erteilt.

Dieser Auftrag lautet, ein umfassendes Konzept für das „Schutzgut Mensch“ aufzustellen:
  1. Stoppen der weiteren Planung der Umgehungsstraße,
  2. Analyse der tatsächlichen täglichen Verkehrsströme, um Sofortmaßnahmen zum Schutz der Menschen abzuleiten und umzusetzen,
  3. Verwendung dieser Daten, um alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten nutzen zu können, wie in anderen Gemeinden erfolgreich praktiziert,
  4. Begleitung dieser Aktivitäten durch Einbeziehung von Experten sowie anhaltende aktive politische Einflussnahme auf allen Entscheidungsebenen.
Der von Bürgermeister Peter Bergler angekündigte Schritt, bei der Landesregierung vorstellig zu werden, ist daher nur folgerichtig. Im Deutschen Bundestag sind aktuell zwei Petitionen zum Berger Verkehrsthema anhängig, die von engagierten Bürgern der Gemeinde initiiert wurden. Diese können von unserer Gemeinderätin und MdB Susanne Hierl aktiv begleitet werden.

Es ist klar, dass ein derartiges Verkehrskonzept nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Die Menschen an der Staatstraße sind aber jeden Tag erneut dem Lärm und der Belastung ausgesetzt. Als solidarische Sofortmaßnahme, die keine weiteren politischen Aktivitäten erfordert, können wir alle heute schon unser tägliches Mobilitätsverhalten ändern und so dazu beitragen, die innerörtliche Verkehrsbelastung zu reduzieren.
14.05.24
Neumarkt: Wie geht es weiter?
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