„Kein drittes Gleis“


Konzernbevollmächtigte Heiko Büttner mit MdB Susanne Hierl und Landrat Willibald Gailler
Foto: Harald Frank
NEUMARKT. Bei den im nächsten Jahr geplanten Arbeiten an der Bahnstrecke wird es kein drittes Gleis zwischen Feucht und Neumarkt geben.

Diese Absage machte der DB-Konzernbevollmächtigte Heiko Büttner, der in Neumarkt über die Planungen zur Generalsanierung der Bahn-Strecke Nürnberg-Regensburg informierte.

Bei einem „Bahnfachgesprach“, zu dem die Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl eingeladen hatte, sprach er in Neumarkt mit Landrat Willibald Gailler, dessen Amberger Kollegen Richard Reisinger, Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und zahlreichen Bürgermeister aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt.

Das Hauptthema war die angekündigte Vollsperrung der Strecke Nürnberg-Neumarkt-Regensburg und die damit verbundenen Belastungen in der Region. Die Streckensperrung erfolgt im Zeitraum vom 6.Februar 2026 bis zum 10.Juli 2026. Mit diesem Projekt sollen neu gebaute störungsresistente Anlagen für eine zuverlässigere Infrastruktur sorgen und somit die Pünktlichkeit der Züge erhöhen. Im Rahmen der Sanierung werden etwa 80 Kilometer Gleise und 60 Kilometer Oberleitung erneuert.

Für die Strecke Nürnberg-Regensburg wird es einen Schienenersatzverkehr zwischen Nürnberg und Regensburg geben, der in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen durchgeführt werden soll, um den Pendlern einen zuverlässigen Transport zu ermöglichen. Seitens der Bahn wurde zugesagt, dass man hier den Dialog mit den Bürgermeistern führen werde, obwohl der eigentliche Schienenersatzverkehr nicht durch die DB durchgeführt werden wird.

Zudem gab die DB die Zusage, dass im Rahmen der Generalsanierung auch die Bahnhöfe Neumarkt, Deining, Batzhausen, Seubersdorf und Parsberg barrierefrei umgebaut werden. Damit wären dann alle Bahnhöfe im Landkreis Neumarkt barrierefrei.


Daneben wurde die Sanierung von Bahnbrücken und Unterführungen thematisiert. Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn und Bürgermeister Steiner sprachen die Bahnbrücken in Woffenbach und Krappenhofen an. Ochsenkühn erhielt die Zusage, dass man auf die Stadt zukommen werde, wann während der Vollsperrung die städtische Baumaßnahme Woffenbacher Brücke durchgeführt werden könne. Mit Steiner wurde vereinbart, dass noch weitere Gespräche zum gewünschten Abriss der Brücke in Krappenhofen im Rahmen der Generalsanierung geführt werden.

Bürgermeister Josef Bauer sprach den Wunsch an, dass die Bahnbrücke über die Lupburger Straße in Parsberg im Rahmen der Generalsanierung ersetzt und verbreitert werden sollte. Diesen Wunsch wird die DB nicht nachkommen können.

Bürgermeister Peter Meier mahnte an, dass frühzeitig das Gespräch mit den Gemeinden und Eigentümer von Zufahrtsstraßen und benötigten Flächen für die Generalsanierung gesucht werde. In der Vergangenheit sei es bei kleineren Maßnahmen immer vorgekommen, dass bei Baumaßnahmen Zuwegungen genutzt und auch beschädigt wurden und die Eigentümer dann selbst für die Schadensbeseitigung aufkommen musste. Hier erhielten die Kommunalpolitiker die Zusage, dass hier vorab bereits die Baufirmen entsprechende Vereinbarungen schließen würden.

Keine positive Nachricht hatte Büttner zum Bau eines dritten Gleises zwischen Feucht und Neumarkt. Es sei zwar absehbar, dass man in diesem Abschnitt noch mehr Verkehrskapazitäten brauchen werde. Zudem sei die Maßnahme im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verankert. Dennoch habe die DB aktuell keinen Auftrag, dieses Projekt voranzutreiben, so dass in absehbarer Zeit keine Aussicht auf eine Realisierung bestehe.
30.03.25
Neumarkt: „Kein drittes Gleis“
Telefon Redaktion


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