Chefs auf dem Magerrasen

Der Neumarkter Unternehmerstammtisch Nachhaltigkeit unterwegs am Schanzberg bei Unterwiesenacker
Foto: Simone Spangler
NEUMARKT. Der „Neumarkter Unternehmerstammtisch Nachhaltigkeit“ wurde mit einem zweiten Preis des Deutschen Landschaftspflegepreises ausgezeichnet.
Er erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Innovative Projekte. Jetzt traf man sich am Schanzberg bei Unterwiesenacker zum Thema „Landschaftspflege mit Weitblick“.
Das Ziel wurde von den Organisatoren für die Sommer-Exkursion des „Neumarkter Unternehmerstammtisches Nachhaltigkeit“. ausgewählt, um den Teilnehmern am Beispiel des Schanzbergs die Arbeit des Landschaftspflegeverbands näherzubringen, der heuer sein 30-Jahr-Jubiläum feierte.
Die Pflege des insgesamt fast 20 Hektar großen beweideten Magerrasens am Schanzberg stehe exemplarisch für die jährlich rund 150 Landschaftspflegemaßnahmen, die der Verband im gesamten Landkreis umsetzt, sagte Landschaftspflegeverband-Geschäftsführer Werner Thumann.
Bei der Landschaftspflege im Landkreis hätten Optimierung und auch Wiederherstellung von Kalkmagerrasen eine sehr hohe Bedeutung, hieß es. Sie prägten ganz besonders die Landschaften im Jura und seien nach dem Naturschutzgesetz geschützte Biotope. Nirgends ließen sich so viele, meist gefährdete Arten finden, wie auf diesen kargen, felsigen Flächen.
So befindet sich am Schanzberg landkreisweit eines der größten Vorkommen der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris), die sich auf kargstem Grund wohl fühlt und bayernweit gefährdet ist.
Der für die Wacholderheide namensgebende Baum, der mit seinem oft sehr markanten Wuchsformen das Landschaftsbild prägt, stieß bei den Teilnehmern auf besonderes Interesse, trägt er doch die nützlichen Wacholderbeeren.
Der großflächige Schanzberg wird von einem Wanderschäfer beweidet, der zweimal im Jahr für jeweils etwa zehn Tage vorbeikommt.
Die Landschaftspflegearbeiten werden von Beginn an von Landwirten aus Unterwiesenacker geleistet.
25.08.25
Neumarkt: Chefs auf dem Magerrasen