Umweltpreis für Schülerinnen


Siegerehrung in Recklinghausen: Projektbetreuerin Susanne Zankl mit den Schülerinnen Sophia Schmidt und Sarah Vohler, der stellvertretenden Jury-Vorsitzenden Dr. Susanne Eich und der BUW-Landesbauftragten für Bayern, Bonita Junge (v.l.)
Foto: Simon Skrzypczak/ BUW - IPN
NEUMARKT. Sophia Schmidt und Sarah Vohler von der Neumarkter Mädchen-Realschule haben einen der Sonderpreise beim Bundes-Umweltwettbewerb gewonnen.

Sie hatten sich Gedanken um den hohen Verbrauch von Papier-Handtüchern in ihrer Schule gemacht und Alternativen entwickelt. Als Preisgeld gab es dafür jetzt 500 Euro.

Heute handeln, damit die Welt von morgen lebenswert bleibt: Unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ stellten beim diesjährigen Bundes-Umweltwettbewerb zahlreiche Schüler aus ganz Deutschland erneut ein beeindruckendes Engagement in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit unter Beweis, hieß es bei der Siegerehrung in Recklinghausen. Dabei glänzten auch die bayerischen Teilnehmer, die zur Freude von Kultusministerin Anna Stolz drei Sonderpreise und fünf Förderpreise für sich verbuchen konnten.

Bei der 35. Runde des Wettbewerbs wurden insgesamt 266 Projektarbeiten von 661 jungen Leuten zwischen zehn und 20 Jahren eingereicht, 59 davon stammten von den Schülern aus dem Freistaat.

Zentrale Aufgabe beim Bundes-Umweltwettbewerb ist es, Ursachen und Zusammenhänge eines Umweltproblems zu untersuchen. Ausgehend davon sollen dann Lösungswege entwickelt, in ersten Schritten umgesetzt und in einer Projektarbeit schriftlich dokumentiert werden. Das Thema ist dabei frei wählbar. Ökologische, ökonomische, soziale, kulturelle und technische Zusammenhänge sollten im Rahmen der Arbeit berücksichtigt werden.

Sophia Schmidt und Sarah Vohler war aufgefallen, dass an der Neumarkter Mädchenrealschule sehr viele Papierhandtücher zur Handtrocknung nach dem Händewaschen anfallen, die nach der Benutzung weggeworfen werden. Dadurch entsteht in der Schule eine große Abfallmenge, die sie verringern wollen. Die Menge an benutzten Papierhandtüchern haben die zwei Umweltschützerinnen zunächst in der eigenen Schulklasse mittels einer Analyse quantifiziert, in der sie bestimmte Faktoren berücksichtigen. Nach vier Wochen, was 20 Schultagen entspricht, zählen sie weit über 700 Papierhandtücher aus.


Als Fazit beschlossen die beiden Schülerinnen, ihre Mitschülerinnen zu motivieren, von zu Hause ein kleines Handtuch mitzubringen. Jeden Tag kann so ein neues Handtuch zur Verfügung gestellt werden, das nach dem Nutzungstag zur Reinigung wieder mit nach Hause zurückgenommen wird. Jede Schülerin hatte dann einen klar definierten Zeitraum, das eigene mitgebrachte Handtuch gewaschen wieder mitzubringen. Durch das Ersetzen der Papierhandtücher durch Stoffhandtücher lässt sich somit eine erhebliche Menge an Abfall an der Schule reduzieren.

Urkunden sowie Geld- und Sachpreise in einem Gesamtwert von rund 25.000 Euro waren insgesamt für die Gewinner vorgesehen. Ausgewählte Preisträger, die eine besondere Begabung bei der Bearbeitung von Umweltthemen zeigen, können sogar für Maßnahmen der Begabtenförderung vorgeschlagen werden.
01.10.25
Neumarkt: Umweltpreis für Schülerinnen
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