Katastrophenfall simuliert

Im Landratsamt wurde am Donnerstag der Katastrophenfall simuliert
Foto: Rita Pirkl
NEUMARKT. Bei einer groß angelegte Stabsrahmenübung zum Katastrophenschutz wurde im Neumarkter Landratsamt der Ernstfall simuliert.
Organisiert wurde die Übung von der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried. Ziel war es, die Zusammenarbeit und Koordination verschiedenen Einsatzorganisationen unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben.
Die Übung simulierte ein großes Schadensereignis: Auf der Staatsstraße 2660 nahe dem Sprengstofflager der Firma Maxam soll es zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Gefahrgut-Lastwagen und einem Bus mit rund 60 Fahrgästen gekommen sein. Der Lastwagen sei mit einer brennbaren Flüssigkeit beladen gewesen und nach dem Zusammenstoß in Brand geraten, hieß es in dem Szenario. Wegen des Brandes soll sich eine Gaswolke ausbreiten, die eine zusätzliche Gefährdung für die Bevölkerung darstelle. Auch von Opfern wurde ausgegangen; zwei Toten, 19 Leichtverletzten und fünf Schwerverletzten.
Wegen der Lageentwicklung wurde der Katastrophenfall ausgerufen, weshalb die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt zusammentrat, um die Koordination der Maßnahmen zu übernehmen.
Insgesamt waren 180 Personen an der Übung beteiligt. Darunter unter anderem die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt, die örtliche Einsatzleitung, Feuerwehr, THW, BRK, die Integrierte Leitstelle, das Kreisverbindungskommando, sowie Vertreter der Polizei, der Regierung der Oberpfalz, des Wasserwirtschaftsamts und der Firma Maxam . Die Einsatzkräfte mussten unter Zeitdruck Maßnahmen zur Rettung, Räumung und Gefahrenabwehr koordinieren. Die aus der Übung gewonnenen Erkenntnisse wurden im Nachgang analysiert.
Stellvertretender Landrat Dirk Lippmann zeigte sich mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden: „Solche Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können“, sagte er. Die hohe Professionalität und das Engagement aller Beteiligten würden große Anerkennung verdienen.
Auch die Übungsleitung der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried lobte die konstruktive Zusammenarbeit und die realtitätsnahe Umsetzung.
17.10.25
Neumarkt: Katastrophenfall simuliert