Verpackung als „Pfand“
NEUMARKT. Nach einem Fall in Dietfurt warnt die Polizei oberpfalzweit vor Trickbetrügern, die wertlosen Schmuck als „Pfand“ anbieten.
Wie berichtet wurde am 1.April bei Dietfurt ein 25jähriger Autofahrer auf einer Kreisstraße von einem bislang unbekannten Autofahrer angehalten. Der gab an, dringend weiterfahren zu müssen, aber kein Geld zum Tanken zu haben. Er bat den 25jährigen Mann um 100 Euro Bargeld, im Gegenzug würde er ihm als Pfand eine Armbanduhr und einen Ring hinterlassen.
Die beiden tauschten vor Ort Telefonnummern aus und vereinbarten eine Rückzahlung des Geldes. Der Unbekannte fuhr anschließend in entgegengesetzter Richtung zur Tankstelle davon. Wie sich später herausstellte, waren die Uhr und der Ring praktisch wertlos.
Inzwischen wurden mehrere weitere Fälle der sogenannten „Autobahngold“-Masche aus der Oberpfalz und aus dem benachbarten Tschechien bekannt. In zwei Fällen wurden dabei Lastwagenfahrern Smartphones als Pfand angeboten. Eines davon war eine Markenfälschung und von sehr geringem Wert, im anderen Fall handelt es sich sogar nur um eine leere Smartphone-Verpackung. In anderen Fällen wurden eine Halskette und „Goldschmuck“ angeboten.
Tipps der Polizei:
- Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die auf Parkplätzen, Raststätten oder am Straßenrand Geld oder Wertgegenstände anbieten
- Kaufen oder tauschen Sie keine Schmuckstücke oder Uhren von unbekannten Personen – auch dann nicht, wenn die Geschichte glaubwürdig erscheint
- Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie auf solche Personen treffen oder andere Verkehrsteilnehmer angesprochen werden
- Notieren Sie Kennzeichen, Fahrzeugtyp und Beschreibung der beteiligten Personen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
- Warnen Sie auch ältere Angehörige oder Bekannte, die besonders häufig Ziel solcher Betrugsversuche sind
13.04.26
Neumarkt: Verpackung als „Pfand“