Mietpreise unterhalb des Marktniveaus möglich


Bezirks- und Stadträtin Heidi Rackl und die Geschäftsführer Michael Schlor und Georg Schlierf
Foto: Martina Mayer
NEUMARKT. Bezahlbarer Wohnraum gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen. Wie dieses Ziel in Neumarkt auch künftig erreicht werden kann, stand im Mittelpunkt eines Gesprächs von Bezirksrätin Heidi Rackl mit dem geschäftsführenden Vorstand der „Baugenossenschaft Neumarkt“, Georg Schlierf.

Schlierf stellte die vielfältigen Aufgaben der Baugenossenschaft vor und erläuterte die aktuellen Herausforderungen. Durch kontinuierliche Investitionen, umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie die energetische Modernisierung des Wohnungsbestands leiste die Genossenschaft einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von bezahlbarem und qualitativ hochwertigem Wohnraum in Neumarkt.

„Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Deshalb müssen wir alles daransetzen, dass sich Familien, Senioren und junge Menschen auch künftig bezahlbaren Wohnraum leisten können“, sagte Bezirksrätin Heidi Rackl. Baugenossenschaften seien dabei ein unverzichtbarer Partner, weil dort langfristig gedacht und auch Verantwortung für die Mieter übernommen werde.

Es sei eine besondere Herausforderung, so Georg Schlierf, angesichts der steigenden Baukosten, der hohen energetischen Anforderungen und der zunehmenden Bürokratie diese Herausforderungen zu meistern. Es brauche verlässliche politische Rahmenbedingungen, um auch in Zukunft die Investitionen in den Wohnungsbestand zu leisten und auch Sanierungen zu ermöglichen.

Die Baugenossenschaft wolle auch in Zukunft konsequent in die Modernisierung und den Erhalt ihrer Wohnungen investieren, um den Mitgliedern dauerhaft attraktiven, sicheren und bezahlbaren Wohnraum anzubieten zu können. Derzeit ist die Baugenossenschaft Eigentümerin von rund 360 Wohnungen in exponierten Lagen in Neumarkt mit einer Gesamtwohnfläche von rund 23.300 Quadratmetern.


Trotz erheblich gestiegener Investitionskosten für Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen könne die Baugenossenschaft derzeit noch Mietpreise unterhalb des Marktniveaus anbieten. Als reine Wohnungsvermietungsgenossenschaft würden die eng kalkulierten Mietpreise dem sozialen Gedanken der Gemeinnützigkeit des Wohnungsunternehmens entsprechen. Für Instandhaltung und Modernisierungen investiert das Unternehmen jährlich 500.000 bis 800.000 Euro. Im Wesentlichen fließen diese Bauaufträge der heimischen Wirtschaft zu.

Einigkeit bestand am Ende des Gesprächs darüber, dass die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt nur gemeinsam bewältigt werden können. „Politik, Kommunen und Wohnungswirtschaft sind gleichermaßen gefordert, die Voraussetzungen für ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, sagte Bezirksrätin Heidi Rackl.
02.07.26
Neumarkt: Mietpreise unterhalb des Marktniveaus möglich
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