„Kompetenzen vernetzen“


Im Klinikum entsteht ein neues Zentrum für Innere Medizin
Foto: Julika König
NEUMARKT. Mit einem neuen Zentrum für Innere Medizin soll am Neumarkter Klinikum die internistische Patientenversorgung langfristig gestärkt werden.

Zum neuen Zentrum gehören die Klinik für Herz-, Lungen- und Kreislauferkrankungen mit der Sektion Pneumologie, die Klinik für Gastroenterologie und Diabetologie, die Klinik für Nephrologie und Allgemeine Innere Medizin, die Klinik für Strahlentherapie, die Klinik für Neurologie und Geriatrie mit der Sektion Geriatrie sowie die neue Sektion Hämato-Onkologie, hieß es. Diese Kliniken und Sektionen sollen die medizinische Versorgung am Klinikum Neumarkt gemeinsam weiterentwickeln.

Die stationäre Medizin stehe vor tiefgreifenden Veränderungen. Patienten würden älter und häufiger an mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden. Zugleich würden die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten spezialisierter und der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte verschärfe sich. Mit dem neuen Zentrum für Innere Medizin wolle das Klinikum auf diese Entwicklung reagieren und auf eine verstärkte Zusammenarbeit seiner internistischen Fachbereiche setzen.

Die ärztliche Leitung des neuen Zentrums für Innere Medizin übernimmt Prof. Dr. Peter-Hubert Grewe, die pflegerische Leitung Daniela Stark. Gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Schäfer, Dr. Fieras Dahhan, Dr. Thorsten Giese, Dr. Klaus Heißner als neuem Leiter der Sektion Hämato-Onkologie, Dr. Reyhan Schultz, Prof. Dr. Frank Seifert und Dr. Astrid Täuber bildet Grewe das Führungsteam.


Ziel sei es, medizinische Abläufe und Projekte, beispielsweise zur Personalentwicklung sowie zum Qualitätsmanagement, eng abzustimmen und gemeinsam durchzuführen. Die medizinische Verantwortung bleibt unverändert bei den jeweiligen Chefärzten und Sektionsleitungen. Auch die hohe Spezialisierung der einzelnen Fachbereiche bleibe uneingeschränkt erhalten. Das Zentrum soll vielmehr dort zusammenführen, wo Zusammenarbeit einen konkreten Mehrwert schafft – etwa bei der Patientenversorgung, bei der Weiterbildung oder der strategischen Planung, hieß es.

„Die Herausforderungen der modernen Krankenhausmedizin kann heute keine Klinik und keine Fachrichtung mehr alleine bewältigen“, sagte Prof. Dr. Peter-Hubert Grewe. Ziel sei es, die unterschiedlichen Kompetenzen der Inneren Medizin noch besser miteinander zu vernetzen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Damit sichere man langfristig die Leistungsfähigkeit des Klinikums und schaffe die Voraussetzungen, auch künftig Spitzenmedizin wohnortnah anbieten zu können.

Ein erstes gemeinsames Projekt wird die Einführung einer zentrumsweiten Dienst- und Rotationsplanung für die Assistenzärzte sein. Die Rotation soll eine faire Dienstverteilung ermöglichen und gleichzeitig die strukturierte Weiterbildung über alle internistischen Fachbereiche hinweg sichern. Künftig wollen die beteiligten Kliniken außerdem gemeinsame Fortbildungen, Qualitätsprojekte und strategische Entwicklungen eng miteinander abstimmen. Innovationen sollen schneller umgesetzt, Doppelstrukturen vermieden und Ressourcen effizienter genutzt werden.
07.07.26
Neumarkt: „Kompetenzen vernetzen“
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