Zweiräder im Blickpunkt

In der letzten Woche widmeten sich Neumarkter Polizisten vor allem Zweirädern im Straßenverkehr
Foto: Polizei
NEUMARKT. Eine ganze Woche lang kontrollierte die Polizei Radler und E-Scooter-Fahrer in Neumarkt - und stellte insgesamt 120 Verstöße fest.
Der häufigste Verstoß war die unerlaubte Nutzung von Flächen für Fußgänger - das machte knapp 38 Prozent aller Fälle aus. Weitere knapp 23 Prozent betrafen das Befahren von Radwegen in der falschen Richtung.
Außerdem registrierte die Polizei unter anderem diese Verstöße:
- ein Radfahrer missachtete eine rote Ampel,
- in sieben Fällen wurde während der Fahrt verbotswidrig ein Mobiltelefon benutzt,
- in neun Fällen waren zwei Personen auf einem E-Scooter unterwegs,
- elf Radfahrer missachteten ein Durchfahrtsverbot,
- in drei Fällen war die Verkehrssicherheit durch das Tragen von Kopfhörern beeinträchtigt
In vier Fällen erstattete die Polizei außerdem Anzeigen wegen Fahrens ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Man hatte nämlich drei manipulierte E-Scooter entdeckt, die schneller als erlaubt fuhren, sowie ein ebenfalls zu schnelles S-Pedelec, das von einem Radler genutzt wurde. In allen vier Fällen wäre die Fahrerlaubnisklasse AM erforderlich gewesen.
Gegen drei E-Scooter-Fahrer wurden zudem Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinwirkung erstattet.
In zwei Fällen fehlte der erforderliche Versicherungsschutz bei E-Scootern.
Hintergrund der Kontrollen ist ein deutlicher Anstieg von Unfällen mit Beteiligung von Radlern und E-Scooter-Fahrern. Außerdem gab es wiederholt Beschwerden über gefährliches Verhalten im Straßenverkehr. Ziel der Maßnahmen war es nach Angaben der Polizei, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Gefahren für andere Verkehrsteilnehmende sowie zu verringern.
Manche der kontrollierten Personen zeigten übrigens wenig Einsicht für ihr Fehlverhalten und die kostenpflichtige Verwarnung, hieß es von der Polizei. Man wolle solche Kontrollen auch künftig fortzusetzen.
21.07.26
Neumarkt: Zweiräder im Blickpunkt