Gewerkschaft übt Kritik

NEUMARKT. Auch der Neumarkter DGB-Kreisverband schließt sich der Kritik an den aktuellen Reformvorschlägen der Bundesregierung an.

Die „sogenannten Reformen“ würden eine Belastung für alle in diesem Land darstellen, sagte Kreisvorsitzende Olga Redda. Nur nachhaltige Veränderungen würden strukturelle Verbesserungen bringen. „Die Vorschläge der Bundesregierung löschen jedoch nur kurzfristig den Brand im Finanzhaushalt“, sagte sie.

Der DGB in Neumarkt fordert wie zahlreiche Sozialverbände eine grundlegende Kehrtwende. Neben der Überprüfung von Leistungen müsse vor allem die Einnahmebasis kritisch unter die Lupe genommen werden. Konkret gehe es um die Frage, ob alle Einkommensarten fair zur Finanzierung der Sozialversicherungen und der Rente herangezogen werden.

Als Beispiel für die einseitig zugespitzte Diskussion nennt der Kreisverband die Rentenversicherung. Der aktuelle Beitragssatz bewege sich auf dem Niveau von 1995 – und das, obwohl seit Jahrzehnten bekannt sei, dass die Zahl der Rentner kontinuierlich steigt. Gleichzeitig werde der wachsende Bundeszuschuss, der unter anderem versicherungsfremde Leistungen abdeckt, als unbezahlbar kritisiert. Dabei werde oft verschwiegen, dass dieser Zuschuss gemessen am Bruttoinlandsprodukt – also der realen Wirtschaftskraft – keineswegs gestiegen sei.


Der DGB werde auf allen politischen Ebenen seine Ideen und Forderungen für einen gerechten Sozialstaat aktiv einbringen. Um dem Nachdruck zu verleihen, folge der direkte Übergang auf die Straße - am 26. September in Nürnberg.
23.07.26
Neumarkt: Gewerkschaft übt Kritik
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