Erste Gemeinwohlprämien


Die Stadt überreichte die ersten Schecks und Urkunden an Landwirte
Foto: Lara Koller
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt hat im Rahmen ihres Pilotprogramms zur Gemeinwohlprämie im Pöllinger Bürgerzentrum die ersten Ergebnisse vorgestellt.

Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn überreichte an insgesamt sechs Betriebe „Urkunden der Wertschätzung“. Gleichzeitig wurden erste Vergütungen an teilnehmende Landwirte ausgezahlt (wir berichteten).

Grundlage ist die sogenannte Regionalwertleistungsrechnung, mit der ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft messbar gemacht werden sollen.

Der Stadtrat hatte deshalb einstimmig beschlossen, 100.000 Euro für die Honorierung dieser sogenannten Gemeinwohlleistungen bereitzustellen. Neumarkt ist damit die bundesweit erste Kommune, die ein Vergütungsprogramm auf Basis der Regionalwert-Leistungsrechnung aufgelegt hat.


Aktuell nehmen sieben landwirtschaftliche Betriebe an dem Programm teil. Fünf von ihnen haben bereits einen Nachhaltigkeitsgrad von mindestens 55 Prozent erreicht und erhalten dafür eine Prämie zwischen 2300 und 3500 Euro.

Für sechs der Betriebe, darunter zwei ökologisch wirtschaftende, liegt eine detaillierte Auswertung vor: Insgesamt sollen Nachhaltigkeitsleistungen im Wert von 448.000 Euro erbracht worden sein, umgerechnet rund 1420 Euro pro Hektar.

Das Pilotprogramm ist auf drei Jahre angelegt.
01.08.26
Neumarkt: Erste Gemeinwohlprämien
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