Für Natur begeistern

Ehrengäste und Kinder trafen sich auf der Streuobstwiese
Foto: Wiebke Weiland
NEUMARKT. Die Abteilung Umweltbildung des Landkreises versuchte auf der Streuobstwiese in Pölling Kinder für Natur und Artenvielfalt zu begeistern.
Im Rahmen der Woche der Umweltstationen in Bayern sollten Kinder erfahren, welche Bedeutung solche Obstsortengärten für Artenvielfalt, regionale Vielfalt und eine lebendige Kulturlandschaft haben.
Landrat Martin Meier, zweiter Bürgermeister Günther Stagat und die Mitarbeiter des „Hauses am Habsberg“ demonstrierten dort, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung direkt vor Ort vermittelt wird. Im Mittelpunkt standen die Streuobsttage für Schulklassen, die das Umweltbildungszentrum „Haus am Habsberg“ jedes Jahr im Herbst anbietet.
Unter dem Motto „Weißt du, woher dein Apfel kommt?“ entdecken und erforschen Schüler den Lebensraum Streuobstwiese mit allen Sinnen. „Sie lernen unterschiedliche regionale Apfelsorten kennen, erfahren, warum Streuobstwiesen zu den besonders artenreichen Lebensräumen gehören, und entdecken, wie sie selbst zum Erhalt unserer natürlichen Ressourcen beitragen können“, sagte Katja Schumann, die stellvertretende Leiterin des „Hauses am Habsberg“.
„Gerade bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung kommt es darauf an, Zusammenhänge nicht nur zu erklären, sondern sie erlebbar zu machen“, sagte Landrat Martin Meier.
Das Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum des Landkreises ist eine staatlich anerkannte Umweltstation und wird fachlich vom Landschaftspflegeverband betreut. Neben Angeboten für Schulen und Kindern gehören auch Veranstaltungen für Familien, Erwachsene, Vereine, Firmen und weitere Zielgruppen zum Programm.
Die 67 staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern vermitteln Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung, darunter Biodiversität, Klimawandel, nachhaltige Lebensstile, Ernährung und Wasser. Als außerschulische Bildungs- und Netzwerkpartner arbeiten sie mit Kommunen, Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen und weiteren Bildungsakteuren zusammen. Ziel sei es, Menschen unterschiedlichen Alters zu befähigen, eine zukunftsfähige Welt aktiv mitzugestalten.
Das „Haus am Habsberg“ mache diese Verbindung in der Region unter anderem mit Projekten rund um Streuobstwiesen, Biodiversität und regionale Lebensmittel sowie mit der Naturschutzmarke Juradistl konkret erlebbar, hieß es.
Für ihre Arbeit erhalten die staatlich anerkannten Umweltstationen seit 1995 finanzielle Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Die für 2027 vorgesehene Erhöhung der Grundförderung von bisher 30.000 auf 40.000 Euro pro Umweltstation wurde natürlich begrüßt.
30.09.26
Neumarkt: Für Natur begeistern