„Kommissar Zufall“ half
NEUMARKT. Bei der Klärung des Vermißtenfalls Kerstin Langley half im Landkreis Neumarkt nicht zuletzt der berühmte „Kommissar Zufall“.
Der Durchbruch gelang mit der Entdeckung von Knochenstücken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit der verschwunden Frau zugeordnet werden konnten (
wir berichteten vielfach). Um so weit zu kommen unternahm die Polizei viele erfolglose Versuche. So ging man bereits 2012 einer Spur nach, die in den Landkreis Neumarkt führte. Grabungsarbeiten in der Gemeinde Berg blieben damals ohne Erfolg.
Sogar ein selbsternannter „Seher“ meldete sich bei der Kripo und man begann nach dessen Angaben im Raum Regensburg zu graben - ohne Ergebnis.
Und auch bei den Grabungsarbeiten in der letzten Woche bei Kadenzhofen in der Gemeinde Berg sah es anfangs nicht gut aus. Man grub fast genau an der gleichen Stelle wie 13 Jahre zuvor, nachdem die Informationen von damals inzwischen weit konkreter wurden.
Doch man fand nichts. Als Kommissar Zufall trat dann ein örtlicher Landwirt auf, der mit der ganzen Geschichte überhaupt nichts zu tun hat, aber die Kriminaler bei den Grabungsarbeiten beobachtet hatte. Er riet ihnen, lieber ein paar hundert Meter weiter entfernt zu graben - die vom Landwirt dafür genannten Gründe wollten die Ermittler nicht sagen.
Und prompt stießen sie an dieser Stelle auf sechs Knochenfragmente, die später der vermißten Frau zugeordnet werden konnten. Und das war der Durchbruch für die Ermittlungen, die derzeit von drei Verdächtigen - davon einer bereits verstorben - am gewaltsamen Tod der Frau ausgehen.
23.10.26
Neumarkt: „Kommissar Zufall“ half