"Fahrplan" diskutiert
NEUMARKT. Drei Stunden lang debattierte man bei einer öffentlichen FLitZ-Versammlung am Dienstag "heiß und mit Engagement" über den "Zukunftsfahrplan für Neumarkt".
Eine Stadthalle und ein Einkaufszentrum am Unteren Tor rangierten dabei erwartungsgemäß höchstens am "hintersten Ende" einer aufgestellten Rangordnung.
Gerhard Schreier warb für notwendige und längst überfällige Investitionen der Stadt im Bereich Energiewirtschaft."Unabhängiger müsse die Stadt Neumarkt dabei werden, mehr Strom sei selbst vor Ort zu erzeugen und die dabei anfallende Abwärme müsse zu Heiz- und Kühlzwecken genutzt werden.
Die "zwölf Millionen Investitionen" am Unteren Tor allein in die Infrastruktur seien zu verurteilen, "wenn man bedenkt dass dann lediglich ein Allerwelts-Einkaufszentrum installiert wird." Alfons Suttner wies darauf hin, dass ein derartiges Zentrum nach den Gesetzen des Marktes niemals entstehen würde, weil es für einen Privatinvestor viel zu teuer wäre. "Als schlimmste Form von Planwirtschaft", wertete Stadtrat Hans Walter Kopp das finanzielle Engagement der Stadt.
Das Geld sei nach Kopps Meinung viel besser in Bildungsmöglichkeiten für die Jugend angelegt. Die beiden Gymnasien und die Realschulen platzen nach Informationen von Schülern und Eltern aus allen Nähten. "Weder die Schüler, ja vereinzelt sogar nicht mal die Lehrer kennen sich untereinander", sagt Rena Goepel, die als Oberstudienrätin an einem der Gymnasien arbeitete.
FLitZ-Vorsitzender Dieter Ries warb für "mehr Rechtstreue seitens der Verwaltungsspitzen". Die sich "häufenden Rechtsbrüche" müßten zukünftig konsequent und schleunigst vermieden werden.
08.11.07
Neumarkt: "Fahrplan" diskutiert