Ein Kreisrat weniger
NEUMARKT. Bei einer gründlichen Wahlanalyse leckte sich der SPD-Kreisvorstand in seiner letzten Sitzung die Wunden.
"Wir sind enttäuscht, dass uns ein Kreistagsmandat verloren ging", sagte Kreisvorsitzende Carolin Braun.
Während in den Landkreiskommunen durchwegs gute Ergebnisse erzielt werden konnten, sei durch den Boom der "Freien" in der Stadt Neumarkt leider dort ein Sitz verloren gegangen. Ebenfalls negativ hätte sich ausgewirkt, dass vier amtierende Kreisräte nicht mehr kandidiert hätten. Die "Stimmenträger" Hans Stauner, Robert Zeller und Uli Kutscheid sowie Dieter Appelt hätten "natürlich gefehlt".
Dennoch sei eines der Wahlziele der SPD sehr gut erreicht worden: "Wir haben den Generationswechsel in der Fraktion vollzogen und jetzt eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen und neuen Kreisräten", erklärte Carolin Braun.
Mit André Radszun und Barbara Schierl seien zwei ganz junge Kandidaten in den Kreistag eingezogen. Auch Stefan Großhauser und Erna Späth seien eine große Bereicherung für die SPD Fraktion.
"Damit ist gewährleistet, dass die aktive Arbeit in der Fraktion weitergeführt und noch intensiviert werden kann," freute sich Braun.
Sie wies auch darauf hin, dass am 2.April in der Sitzung des Kreisausschusses zwei Anträge der SPD zur Entscheidung stünden. "Wir erwarten eine breite Zustimmung".
Die Energieversorgung der Neumarkter Gymnasien solle durch ein Büro überprüft werden. Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die Möglichkeit einer eigenen Energieversorgung im Eigenbetrieb sollte laut den Sozialdemokraten überprüft werden.
Nachdem in Neumarkt Stadt seit langer Zeit ein "Stillstand in den Entscheidungen" bestünde, müsste der Kreistag dennoch handeln.
In diesem Zusammenhang wies die Fraktionssprecherin auch auf die Vorbildfunktion des Landkreises hin. Gerade auch der CO2-Ausstoß sei ein Argument, das zu beachten sei.
Ein weiterer Antrag betreffe die Putzleistung in den kreiseigenen Gebäuden.
Dort sei die Service-GmbH des Klinikums als Vertragspartner stärker einzubinden, um bessere Arbeitsbedingungen für die Reinigungskräfte zu gewährleistet.
30.03.08
Neumarkt: Ein Kreisrat weniger