Vernetzung verbessern

Klinikum und Diakonie kooperieren im Bereich der Sucht-
beratung
NEUMARKT. Das Klinikum und das Diakonische Werk Neumarkt kooperieren künftig bei der Suchtberatung und bieten Beratungsgespräche in den Klinikräumen an.
Vorstand Peter Weymayr und Diakon Detlef Edelmann unterzeichneten am Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung.
Die Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werkes Neumarkt ist eine Anlaufstelle für alle Menschen, die direkt oder indirekt Probleme mit Suchtmitteln haben. Das Beratungsangebot richtet sich daher an Menschen mit einem missbräuchlichen und/oder abhängigen Konsum von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen. Ebenso werden Menschen mit Essstörungen und pathologischem Glücksspiel beraten und betreut.
Neben den unmittelbar Betroffenen können auch Angehörige und sonstige Personen aus dem sozialen Umfeld (zum Beispiel Freunde, Kollegen, Vorgesetzte) das Beratungsangebot in Anspruch nehmen. Die Beratungsstelle bietet psychosoziale Beratung und Begleitung, Vermittlung in stationäre Einrichtungen, teilstationäre und ambulante Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen, ambulante Weiterbehandlung und Sekundärprävention.
Das Klinikum Neumarkt wiederum bietet zusätzlich zu seinem medizinischen Leistungsspektrum die Möglichkeit einer Entgiftungsbehandlung. Gemeinsam können beide Kooperationspartner für Patienten und Klienten aus ihrem Versorgungsgebiet zur Verbesserung der Versorgungslage suchtkranker Menschen beitragen, hieß es am Donnerstag.
Die Zugangsschwelle zum Hilfesystem soll herabgesetzt, ein Erstkontakt hergestellt und Informationen über das Suchthilfesystem gegeben werden.
Eine enge Vernetzung und bestmögliche Abstimmung und gegebenenfalls weitere Ergänzung dieses Angebots für Suchtkranke und Suchtgefährdete in der Region sei Leitgedanke beider Vertragspartner für diese Kooperationsvereinbarung, hieß es. Diese Kooperation habe sich im Hinblick auf eine Verbesserung der Patientenversorgung bewährt.
Im Sinne einer wohnortnahen Versorgung sei es wichtig, dass bereits während einer stationären Behandlungsphase eine Kontaktaufnahme mit der Suchtberatungsstelle erfolge. Dies gelte sowohl im Falle eines Erstkontakts zur Suchtberatungsstelle, wie auch in Fällen, in denen es sich empfiehlt, einen in der Vergangenheit bestehenden Kontakt zur Beratungsstelle wieder aufzufrischen. In Ausnahmefällen auch dann, wenn der Kontakt zur Suchtberatungsstelle kontinuierlich aufrechterhalten blieb.
Jeden Montag von 16 bis 17 Uhr ist Kathrin Blos (Sozialtherapeutin/Sucht) von der Diakonie Neumarkt im Aufnahmezimmer 2 der ZPA anzutreffen und steht Patienten zur Verfügung.
13.10.11
Neumarkt: Vernetzung verbessern