Keine Gewitter-Schäden
NEUMARKT. Die schwere Gewitterfront über Teilen der Oberpfalz richtete in der Nacht zum Freitag im Landkreis Neumarkt keine Schäden an.
Im Landkreis Cham geriet dagegen nach einem Blitzeinschlag ein Bauernhof in Brand.
In der Zeit von 22.30 bis gegen 24 Uhr zog die Gewitterfront über Stadt und Landkreis Regensburg.
Dabei stürzten auf der Autobahn A 3 zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und Regensburg-Ost zwei Bäume auf die Fahrbahn, so dass der Verkehr zum Stillstand kam. Im Stau kam es zu einem Auffahrunfall, beim dem aber niemand verletzt wurde. Zudem war die Fahrbahn auf Höhe Neutraubling kurzzeitig überflutet.
Im Stadtgebiet Neutraubling wurde ein vollgelaufener Keller gemeldet. Ansonsten blockierte auch hier ein umgestürzter Baum eine Straße und auf der Ostumgehung wurde eine Baustellenabsicherung umgeweht.
Im Stadtwesten von Regensburg fiel in mehreren Straßenzügen die Straßenbeleuchtung aus.
Die Gewitterfront zog weiter in nordöstliche Richtung über den Landkreis Cham.
In der Gemeinde Treffelstein kam es dabei auf einem Bauernhof im Ortsteil Altenried zu einem Großfeuer. Kurz nach 0.30 Uhr war vermutlich durch einen Blitzeinschlag eine 750 Quadratmeter große landwirtschaftliche Scheune mit untergebauter Stallung, in der sich 60 Rinder befanden, in Brand geraten. Die Rinder konnten nicht mehr aus dem einsturzgefährdeten Stall gerettet werden, nach bisherigen Erkenntnissen verendete ein Tier.
Die Scheune mit eingelagerten Erntevorräten wie Heu und Stroh brannte komplett nieder. Die Flammen griffen auf eine nebenstehende Maschinenhalle über. Auch die Halle, in der landwirtschaftliche Maschinen und Gerätschaften abgestellt waren, brannte komplett nieder. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf mindestens 500.000 Euro.
Der 47jährige Hofbesitzer sowie seine 38jährige Ehefrau und ihre beiden Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren wurden wegen leichter Rauchgasvergiftungen ambulant vor Ort behandelt. Eine 76jährige Nachbarin bekam während des Brandes gesundheitliche Probleme und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Zur Brandbekämpfung waren zahlreiche umliegende Feuerwehren mit über 150 Einsatzkräften eingesetzt. Etwa 20 Kräfte des Rettungsdienstes kümmerten sich um die Verletzten sowie um die Betreuung der Betroffenen.
03.08.12
Neumarkt: Keine Gewitter-Schäden