"Luther und das Reich"
NEUMARKT. Am Mittwoch, 10. April, spricht um 15 Uhr der Bayreuther Historiker Helmut Beisbart im Neumarkter Johanneszentrum – kleiner Saal – über Martin Luthers vielfältige Beziehungen zum Staat.
Er will dabei darlegen, daß Luther als Mönch des Augustiner Eremitenklosters kaum etwas mit dem Staat zu tun hatte. Durch sein öffentliches Auftreten geriet er aber in eine Gegnerschaft, weil das Reich sich die Herrschaft über die Gewissen anmaßte. Das Reich bedrohte sein Leben und wollte seine Schriften verbrennen. Davor konnte ihn nur sein Landesherr, der Kurfürst von Sachsen, schützen. Allein dadurch geriet Luther ungewollte in vielfältige Beziehungen zu den damals existierenden staatlichen Gewalten, heißt es in der Ankündigung des Vortrages.
Luther habe aber auch über das Wesen und die Aufgaben und Grenzen des Staates nachgedacht und in vielen Fällen in aktuelle politische Streitfragen eingegriffen und auch politische Ratschläge gegeben. Dadurch erhalte Luthers Wirken neben der theologischen auch eine politische Komponente.
Anschließend an den Vortrag ist Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.
31.03.13
Neumarkt: "Luther und das Reich"