"Politisches Luftschloß"
NEUMARKT. Die UPW wendet sich gegen einen Vorschlag der CSU, für das Baugebiet am Hinteren Fuchsberg keinerlei bauliche Vorgaben zu machen.
Dies sei nur "ein politisches Luftschloß", hieß es von der UPW, durch derartige Forderungen wecke man "auf unseriöse Art Begehrlichkeiten, welche
nicht realisierbar sein werden". Die Freien reagierten auf einen CSU-Antrag, über den
neumarktonline am Dienstag-Morgen berichtete.
Zunächst gehe es darum, dieses Baugebiet rasch baureif zu machen.
Das erfordere eine sinnvolle Erschließung des Straßen- und Gehwegnetzes
sowie von Gas, Wasser und Strom. Dies alles müsse in Verbindung mit einem Bebauungsplan
mit entsprechender Grundstücksaufteilung stehen, der sich an den gesetzlichen Vorgaben der
Bayerischen Bauordnung zu orientieren habe.
Es müßten erst die Rahmenbedingungen geschaffen werden, bevor über mögliche individuelle
Lockerungen von baulichen Vorschriften gesprochen und potentiellen Interessenten ein
"Floh ins Ohr" gesetzt werde, hieß es.
Sinnvoller wäre es, wie bereits durch UPW-Stadtrat Bernhard Lehmeier im Bausenat vorgeschlagen,
wenn zusätzliche Anreize in Form eines Förderprogrammes für Existenzgründungen sowie für den
Zuzug junger Familien geschaffen würden.
Dann könne man sich auch den von der CSU angeregten Besuch des Neubaugebietes in Berngau ersparen. Dieser Vergleich hinke
ohnehin, denn Berngau sei eine kleine Gemeinde, die im vergleich zur Großen Kreisstadt mit ganz anderen Problematiken konfrontiert und daher gezwungen sei, "Ausnahmen und Änderungen zu erlassen, um
der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken und den Bestand der sozialen Einrichtung zu
sichern".
Bei der UPW vermutet man, daß es sich beim CSU-Antrag bereits um "erneutes
Wahlkampfgetöse" handelt. Ein ernsthafter politischer Vorschlag sehe jedenfalls anders aus.
01.10.13
Neumarkt: "Politisches Luftschloß"