Von der Rolle

NEUMARKT. Mit der vielleicht bittersten Saisonpleite sind die Staufer Basketball-Herren von ihrem Auswärtsspiel bei den Slama Jama Gröbenzell zurückgekehrt.

Das Team von Trainer Tom Gieritz holte sich eine desaströse 71:110-Klatsche ab und schien völlig von der Rolle zu sein. Seit der Weihnachtspause haben die Staufer nach einer herausragenden Hinrunde nun vier ihrer sechs Partien verloren. Doch so wie bei den Oberbayern hat sich die Gieritz-Auswahl bisher nie präsentiert. Umso bitterer: Mit einem Sieg hätten sich die Staufer den zweiten Tabellenplatz der 2. Regionalliga Süd zurückholen können. Denn zeitgleich unterlag auch Konkurrent Freising überraschend. Doch in der gezeigten Form müssen sich die Staufer ohnehin nicht mit dem Blick nach oben aufhalten.

Der Auftritt in Gröbenzell führte allen vor Augen, wie stark die Mannschaft bisher von ihrem Topscorer Peter Prowosnik gelebt hatte. Er fehlt zusammen mit Center Izudin Mesan auch noch in den kommenden Wochen. Diese Schwächung ließ sich selbst mit einem Neuzugang nicht übertünchen: Seit einigen Tagen gehört der frühere Nürnberger Alexander Malinkovich zum Kader. Sein Einstand mit acht Punkten fiel aber nicht weiter ins Gewicht, da die Staufer ohnehin weniger im Angriff als in der Defensive wahnwitzige Lücken aufwiesen.

Gerade unter den Körben konnten sich die Gröbenzeller locker durchsetzen und schenkten den Staufern mindestens drei Viertel aller Punkte aus der Nahdistanz ein. Und das obwohl Trainer Gieritz irgendwann auf eine Zonenverteidigung umstellte, um den Hausherren genau diesen einfachen Weg zum Korb zu versperren. Doch die Hausherren konnten nach Belieben schalten und walten. Gleich acht der neun Gröbenzeller kamen in den zweistelligen Punktebereich.

Die Hausherren sicherten sich das erste Viertel mit 22:14 und nahmen eine 45:34-Führung mit in die Halbzeit, wobei die Staufer bis zur Mitte des zweiten Viertels sogar noch mit drei Zählern dran waren. Doch nach dem Seitenwechsel nahm das Unheil seinen Lauf und für die Staufer ging es steil in Richtung Fiasko. Die Gäste warfen wie auch in den letzten Partien sehr viel aus der Distanz und ließen sich danach ein ums andere Mal überlaufen. Irgendwann ging dem Team dann sogar der Kampfgeist abhanden, kollektive Resignation machte es den Gröbenzellern doppelt leicht. Über den Stand von 77:51 vor dem Schlussabschnitt baute sich eine niederschmetternde Pleite mit einem Rückstand von letztlich 39 Punkten auf. Mit der Bilanz von elf Siegen und sechs Niederlage halten die Staufer aber vorerst noch den dritten Tabellenplatz.

Lichtblicke lieferten dagegen die anderen Staufer Teams. Einen wichtigen Sieg im Aufstiegsrennen zur Bayernliga fuhren die Herren II in Regensburg ein. Nach einer Führung mit nahezu 20 Punkten machte es das Team von Trainer Andreas Neu zwar noch einmal spannend, siegte aber gegen den direkten Konkurrenten letztlich verdient mit 78:76. Dadurch springen die Staufer auf Tabellenplatz zwei.

Sogar an der Tabellenspitze der Bezirksklasse Mittelfranken rangieren weiterhin die Staufer Damen. Sie holten sich im Oberpfalzderby einen nie gefährdeten 58:35-Erfolg gegen Schwandorf.
18.02.14
Neumarkt: Von der Rolle
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