Stark aufgeholt


Die Mädchenmannschaft des Neumarkter Schachklubs nahm an der Deutschen Meisterschaft teil (v.l.): Maria Schilay, Eva Schilay, Fabienne Held, Alisa Semenova und Trainer Hermann Krauß

NEUMARKT. Die Mädchenmannschaft des Neumarkter Schachklubs hat sich in der Altersklasse U14 für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und belegte dort einen guten zwölften Platz.

Das Turnier verlief kurios, denn zum ersten Mal in der Geschichte musste eine Deutsche Meisterschaft abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Beim ursprünglichen Termin Ende Dezember in Magdeburg war nach vier von sieben Runden das Noro-Virus im Teilnehmerfeld ausgebrochen, wovon das Neumarkter Team glücklicherweise nicht betroffen war. Nun standen die verbliebenen Runden in Oberbernhards in der hessischen Einöde auf dem Programm.

Für das junge Neumarkter Team bestehend aus Eva Schilay, Maria Schilay, Fabienne Held sowie Gastspielerin Alisa Semenova vom SC Noris Tarrasch Nürnberg war es in Magdeburg überhaupt nicht nach Wunsch gelaufen. Nach einer 0,5:3,5-Auftaktniederlage gegen die Nummer 5 der Setzliste SV Empor Berlin, hatte man sowohl gegen die SG Solingen wie auch gegen den Bayerischen Meister SK Gräfelfing gute Chancen auf Punkte liegengelassen. Dadurch wurde die Mannschaft zunehmend verunsichert, was sich in einer unerwarteten 1:3 Niederlage gegen die "Schachelschweine" aus Hamburg niederschlug.

Somit ging es mit null Punkten in die Turnierfortsetzung, wo man zunächst das Freilos erhielt. Danach folgte der ersehnte erste an den Brettern errungene Sieg mit 3:1 gegen den SK Bebenhausen 1992. Zum Abschluss traf man mit der USG Chemnitz auf eines der starken Teams aus Sachsen, die den Meister und den Vize-Meister stellten. Maria Schilay wurde in der Eröffnung von einer ihr unbekannten Variante überrascht und geriet ins Hintertreffen, dafür konnte Alisa Semenova mit einem gut geführten Turmendspiel ausgleichen. Fabienne Held war bereits in Nachteil geraten, kämpfte jedoch verbissen und stellte ihre Gegnerin immer wieder vor Probleme, bis dieser ein entscheidender Fehler unterlief. Leider konnte Eva Schilay ihr Endspiel mit einem Bauern weniger nicht mehr halten und der Wettkampf endete 2:2.

Damit fand die Meisterschaft für die Neumarkter mit fünf von sechs möglichen Punkten ein versöhnliches Ende und man kletterte noch auf Rang zwölf in der Tabelle, womit man sogar vier Plätze besser abschnitt als bei der Premiere im Vorjahr. Nun liegt der Fokus auf der nächsten Deutschen Meisterschaft im Dezember, für die man sich im Mai als Bayerischer Vize-Meister das dritte Mal in Folge qualifizieren konnte.

Endstand:
1. SV 1919 Grimma 13:1
2. SV Muldental Wilkau-Haßlau 12:2
3. SK Blauer Springer Paderborn 9:5
4. SG Leipzig 9:5
5. SK Langen 8:6
12. SK Neumarkt 5:9
03.07.14
Neumarkt: Stark aufgeholt
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