NEUMARKT. Die "Europäische Milchwirtschaft muss die Exportchancen nutzen", sagte MdEP Albert Deß zum Internationalen Tag der Milch.
Für die Landwirte vieler Regionen der EU sei die Milcherzeugung die wichtigste Einkommensquelle. Gerade die deutschen Landwirte seien sehr abhängig von ihren Einnahmen aus der Milchproduktion, denn Deutschland ist der größte Milcherzeuger der EU und der viergrößte weltweit, sagte Albert Deß, der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.
In Deutschland versorgen rund 75.000 Milchbauern mit 150 Molkereien die Bevölkerung mit gesunden und qualitativ hochwertigen Milcherzeugnissen. Rund 15 Prozent der in Deutschland hergestellten Milchprodukte würden weltweit exportiert. „Made in Germany“ stehe innerhalb der EU und darüber hinaus für Qualität und Sicherheit.
Die Milcherzeuger in Deutschland brauchten internationale Absatzmärkte. Gerade wegen des russischen Importstopps für Milchprodukte aus der EU und nach dem Auslaufen der EU-Milchquote sei es notwendig, neue Exportmärkte für die Milchprodukte zu erschließen. Albert Deß hofft daher, daß es gelingt, die deutschen Milchprodukte zukünftig besser als bisher auf dem kaufkräftigen US-Markt abzusetzen. Dazu brauche man nach seiner Meinung das umstrittene Handelsabkommen zwischen der EU und den USA.
"Die EU-Kommission ist aufgefordert, einen besseren Marktzugang zu Drittstaaten durch ausgewogene bilaterale Handelsabkommen und durch gezielte europäische Absatzförderungsmaßnahmen zu gewährleisten", fordert Albert Deß.