Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch viele Lehrstellen unbesetzt – auch im Bäckerhandwerk
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NEUMARKT. Zum Start in das neue Ausbildungsjahr bietet das Handwerk Jugendlichen noch sehr gute Ausbildungschancen in Neumarkt und der Region.
Jugendlichen, die für das neue Ausbildungsjahr noch eine Lehrstelle suchen, hätten eine ideale Ausgangslage: Die Handwerksbetriebe in der ganzen Oberpfalz suchen händeringend nach geeignetem Nachwuchs. Zwar wurden bereits 2.357 neue Ausbildungsverhältnisse in der Region abgeschlossen, doch laut Handwerkskammer sind Ende August noch weitere 846 Lehrstellen unbesetzt – quer durch alle Berufssparten.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 7,91 Prozent. Die meisten freien Stellen in der Oberpfalz gibt es für Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Elektroniker und Anlagenmechaniker für Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik.
In der Oberpfalz gebe es viele erfolgreiche Handwerksbetriebe, die qualifizierte Mitarbeiter suchen und ihnen "beste Perspektiven in ihrer Heimat" bieten würden, hieß es. Die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sei ungetrübt hoch. Dabei seien die Lehrstellen grundsätzlich für alle Zielgruppen offen, heißt es angesichts des riesigen Lehrlings-mangels. Es spiele weder eine Rolle, ob jemand das Abitur oder den qualifizierenden Hauptschulabschluss hat, noch aus welchem Land er komme.
Für die Handwerksbetriebe ist es nicht leicht, ihre freien Stellen zu besetzen. Das liege zum einen an der demografischen Entwicklung, zum anderen am geänderten Bildungsverhalten der Jugendlichen, die zunehmend den Weg an weiterführende Schulen oder ein Studium bevorzugen würden.
Um den Betrieben bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze zu helfen, bietet die Handwerkskammer die sogenannte "Beratung zur passgenauen Besetzung" an. Von diesem Programm, das vom Bund und der EU gefördert wird, könnten auch die Bewerber profitieren, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind. Gleiches gelte für Auszubildende, deren Ausbildungsverhältnis während der Probezeit beendet wurde.