Gelebte Inklusion


Die Ergebnisse waren zweitrangig: in Pollanten traten behinderte und nichtbehinderte Sportler gegeneinander an

NEUMARKT. Gelebte Inklusion in der Sporthalle des SC Pollanten: die Tischtennis-Jugend hatte die Mannschaft der Neumarkter Jura-Werkstätten zu Gast.

Acht Spieler aus Neumarkt stellten sich bei dem Freundschaftsturnier der Herausforderung, den Jugendlichen des SC Pollanten Paroli zu bieten. An den grünen Tischen wurde hart um jeden Punkt gekämpft.


Tischtenniscrack Markus Bacher von den Jura-Werkstätten zeigte sich überrascht von der seit dem letzten Jahr hinzugewonnenen Spielstärke der Gastgeber. Alle Spieler waren mit viel Elan und großer Begeisterung angetreten, so dass durchgängig spannende Partien auf hohem Niveau verfolgt werden konnten. Beide Teams waren mit ihren starken Leistungen zufrieden und feierten anschließend bei einem gemütliche Beisammensein im angrenzenden Sportheim.

Mittlerweile gehört das Turnier zwischen dem Sportclub Pollanten und den Jura-Werkstätten Neumarkt - das heuer schon zum vierten Mal stattfand - zum festen Bestandteil des Terminkalenders beider Mannschaften. Die Vorfreude beider Teams war - wie in den Vorjahren zuvor - ungebrochen.

Es wurde wieder einmal unter Beweis gestellt, dass Sport eine einzigartige Chance bietet, Begegnungen zwischen den unterschiedlichsten Menschen zu ermöglichen, hieß es von den Verantwortlichen. Das gemeinsame Interesse am Tischtennissport verbinde. Dadurch war auch von der ersten Minute an der passende Gesprächsstoff gefunden und so war es ein Leichtes, in entspannter Umgebung untereinander Kontakte zu knüpfen. Die Spieler, die sich zum Teil schon aus den Vorjahren kannten, konnten wieder ein unvergessliches Turnier erleben, das von einem tollen Miteinander geprägt war.

Vereinsvorstand Markus Beyer und der Ortssprecher Wolfgang Großmann waren ebenfalls von den tollen Spielen überrascht. Zusätzlich wurde noch ein Rollstuhlparcours angelegt, an dem die Jugendlichen des SC Pollanten selbst ausprobieren konnten, wie sich das Leben im Rollstuhl so anfühlt und mit welchen Herausforderungen man dabei zu kämpfen hat. Angeleitet wurde Parcours von der Handballspielerin Sonja Stephan, die schon von Geburt an mit dem Rollstuhl lebt.

Das Ziel der von Christa Petritzky und Harald Schwarz ins Leben gerufenen Veranstaltung sei es, das Bewusstsein zu wecken für mehr Toleranz und Rücksichtnahme.
29.03.17
Neumarkt: Gelebte Inklusion
Telefon Redaktion


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