Finsternis mit dem Baader-Weißlichtfilter fotografiert
Foto: Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Die meisten Bewohner des Landkreises sahen die totale Sonnenfinsternis im Fernsehen. Doch ein Pavelsbacher fuhr fuhr extra in die USA.
Benedikt Schnuchel von der Neumarkter Sternwarte hat sich auf die Reise zu diesem besonderen astronomischen Höhepunkt des Jahres gemacht. Er konnte die Finsternis südlich von Salem im Bundesstaat Oregon im Kernbereich bestens beobachten.
Die örtliche Kirche hat extra für dieses Ereignis den Platz breitgestellt und Food-Trucks organisiert, berichtete er. Das Wetter war perfekt, es wehte ein kontinuierlicher Wind und die Luft war sehr trocken, so dass die Sicht sehr gut war.
Bei der Beobachtung der Finsternis konnte Benedikt Schnuchel - er ist zweiter Vorstand der Sternwarte Neumarkt - feststellen, dass die Temperatur stetig sank. Bei der kompletten Bedeckung der Sonne durch den Mond wurde es dann auch noch windstill.
Kurz vor der totalen Finsternis konnten die lichtstarken Sterne und die Planeten Mars und Venus und während des Himmelschauspieles die Korona bestens betrachtet werden. Nach der Finsternis kam der komplette Verkehr in dem amerikanischen "Finsternisstreifen" zum Erliegen, so dass sich die Rückfahrt erheblich in die Länge zog.
Die Sonnenfinsternis hat die Bezeichnung nach dem Saroszyklus 145. Dieser Zyklus konnte in Neumarkt auch am 11. August 1999 beobachte werden. Die nächste Finsternis in dieser Periode findet am 2. September 2035 in dem Bereich Japan, Nordkorea und China statt. Benedikt Schnuchel will sich auch dorthin auf den Weg machen.
Partiell wurde übrigens auch in der Sternwarte Neumarkt auf der Leinwandfläche die Finsternis mit Hilfe vieler Live-Streams verfolgt.