Beim Kinderfasching im Sammüller-Saal waren der Phantasie bei der Maskierung keine Grenzen gesetzt. Sogar die Erwachsenen ließen sich "anstecken" -
Der Andrang am Skilift in Voggenthal hielt sich in Grenzen. Keiner brauchte lange zu warten.Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. Der Fasching in Neumarkt ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Das waren halt noch Zeiten, als die "Rostigen" und die "Campnesia Sippelmühle" die Oberpfalz für die Narretei gewinnen wollten, was ihnen doch tatsächlich in den Siebziger Jahren in Ansätzen gelang.
Trotz Minustemperaturen: der Jaga-Tee mundet auf einem Son-
nenplatz vor der Skibar.
Doch als die "Faschings-Motoren" um Bernd Kaksch begannen, müde zu werden, da schlief die organisierte Fröhlichkeit ganz ein. Trotzdem: ein kleines Flämmchen ist über die Jahre geblieben - und das sind in erster Linie die Kinderfaschingsbälle. Hier hat sich der Sammüllersaal in Labersricht über die Jahre hinweg als Faschingshochburg etabliert, und so drohte er auch am Faschingssonntag wieder aus allen Nähten zu platzen.
Da tummelten sich furchterregende Indianer, unerschrockene Cowboys, zauberhafte Märchenfeen, kecke Räuber und mondäne Vamps auf der Tanzfläche, so dass ein buntes Kostümknäuel entstand.
Mit weniger Tuchfühlung kamen die Skihaserl auf dem Neumarkter Haushang in Voggenthal aus. Hier waren Masken schon fast Exoten; schließlich war ein Platz am Skilift viel wichtiger. Trotz des Andrangs brauchte aber niemand lange anzustehen; und beim anschließenden Einkehrschwung schlürften ganz Abgebrühte ihren Jaga-Tee auf einem Sonnenstuhl vor der Skibar.