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ISSN 1614-2853
5. Jahrgang
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BÜCHER

Neuerscheinungen und Lese-Tipps

ausgewählt von der neumarktonline-Redaktion mit freundlicher Unterstützung von Amazon

(Die vorgestellten Bücher wechseln wöchentlich oder nach Bedarf)

Wallfahrten in Bayern

von Albert Bichler, Wilfried Bahnmüller

Wemding und Bergen, Freystadt und Neumarkt, Habsberg und Trautmannshofen: Diese sechs Wallfahrtsorte der Diözese Eichstätt werden in dem neu erschienenen Buch „Wallfahrten in Bayern“ von Albert Bichler mit jeweils zwei Doppelseiten beschrieben. Bichler ist Autor zahlreicher volkskundlicher Beiträge und Bücher. „Wallfahren gehört ganz wesentlich zur christlich geprägten Kultur und Volksfrömmigkeit in Bayern“, schreibt der Autor. „Wallfahrtsorte sind auch in unserer Zeit geistige Quellen, die Kraft, Mut und Zuversicht spenden.“ Die Fotos des 144 Seiten umfassenden Buches stammen von Wilfried Bahnmüller.

Das Buch, erschienen im Münchner Verlag J. Berg, hat 60 beliebte Gnadenstätten von der Rhön bis zu den Alpen ausgewählt. Als „viel besuchte Wallfahrt am Tor zum Ries“ wird Maria Brünnlein in Wemding erwähnt. Hervorgehoben werden der „lichterfüllte, beschwingte Rokoko-Innenraum“, der Marienaltar mit Gnadenbild und die immerfort fließende Quelle, aus der die Kirchenbesucher seit Jahrhunderten Wasser schöpfen. Von den Reliquien des heiligen Kreuzes, die während der Reformation von Benediktinerinnen im Wehrbrunnen in der Unterkirche versteckt wurden, berichtet der Autor in seinem Beitrag über die Wallfahrtskirche in Bergen. In jüngster Zeit knüpfen viele Pfarrgemeinden an die einstige Wallfahrtstradition an und kommen wieder nach Bergen. Freystadt wird als „Juwel des bayerischen Barock“ herausgestellt. Die von Viscardi erbaute Wallfahrtskirche enthält Fresken von Georg Asam und seinen Söhnen Cosmas Damian und Egid Quirin sowie Stuckaturen von Francesco Appiani. In Neumarkt wird der alte Wallfahrerweg zum Mariahilfberg beschrieben. Dort, wo heute die Wallfahrtskirche steht, hatte sich einst ein Eremit in einer Klause niedergelassen. Eine Votivtafel im Vorraum der Kirche erinnert an den Tod des letzten Einsiedlers.

In jedem Beitrag erläutert Bichler auch die Ursprünge der Wallfahrt. In Habsberg geht die Geschichte der Kirche auf einen kranken Amtspfleger zurück, der Ende des 17. Jahrhunderts nachts eine Stimme vernahm, die ihn zum Bau einer Kapelle aufforderte. „Nach Fertigstellung ließ sich der Pfleger zur Kapelle tragen und erlangte Heilung von seinem Leiden.“ Wie das Gnadenbild in Trautmannshofen zu seinem Namen „Unversehrte Mutter“ kam, wird ebenfalls beschrieben: Dreimal sei das Gnadenbild ins Feuer geworfen worden, schreibt Bichler. Auf wunderbare Weise kehrte es jedesmal in die Kirche zurück. Das Buch „Wallfahrten in Bayern“ ist reich bebildert und informiert auch über Anfahrtswege, Einkehr- und Besichtigungsmöglichkeiten.
pde

Albert Bichler, Wilfried Bahnmüller, Wallfahrten in Bayern. 60 beliebte Gnadenstätten von der Rhön bis zu den Alpen 144 Seiten, ca. 150 Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, 19,95 Euro, ISBN 3-7658-4152-8, Verlag J. Berg.


Tiefer Schmerz

von Arne Dahl

In ihrem vierten Fall ermitteln die Stockholmer Polizisten Paul Hjelm und Kerstin Holm in einer Serie von äußerst brutalen Morden: Ein international agierender Zuhälter wurde im Stockholmer Zoo in den Tod getrieben und Vielfraßen vorgeworfen. Kurze Zeit später wird ein neunzigjähriger Gehirnforscher und Nobelpreiskandidat auf einem Friedhof grausam zugerichtet und erhängt aufgefunden. Doch was haben die Fälle außer ihrer Bestialität und einem verblüffend identischen Tatmuster miteinander zu tun? Erst als auf einem U-Bahnhof ein Kleinkrimineller von einer jungen Frau zusammengeschlagen und vor einen Zug geworfen wird, stoßen die Ermittler auf eine erste Spur.

Arne Dahl hat sein Krimiprojekt um die Spezialeinheit für internationale Verbrechen in der Tradition von Sjöwall/Wahlöö auf zehn Romane angelegt. Und wie seine Vorbilder nimmt er auch in Tiefer Schmerz angesichts der politischen und gesellschaftlichen Dimensionen des internationalen Frauenhandels kein Blatt vor dem Mund. Zudem perfektioniert Dahl seinen Stil von Buch zu Buch. Härter und direkter als zum Beispiel Henning Mankell setzt er auf actiongeladene Thriller mit politischem Hintergrund. Und trotz seiner zum Teil ungestümen und temporeichen Erzählweise findet er immer besser seinen eigenen Rhythmus. Bezeichnenderweise spielen bei Dahl oft musikalische Motive eine bedeutende Rolle. Wie schon in Misterioso, wo das gleichnamige Jazzstück von Thelonious Monk zentrale Bedeutung hatte, wählt er hier Kind of Blue von Miles Davis als „Begleitmusik“.

Arne Dahl hat sich in Deutschland schnell in die Spitzengruppe der skandinavischen Bestsellerautoren geschrieben. Seine Figuren gewinnen zunehmend an Reife und Nachdenklichkeit. So ist Tiefer Schmerz nicht nur ein einfacher Thriller, sondern erzählt eine Geschichte fast klassisch-tragischen Zuschnitts. Auf diesem Weg wird von dem schwedischen Autoren noch vieles (und Gutes) zu erwarten sein.
Christian Koch


Das neue Lexikon der Medizinirrtümer

. Noch mehr Halbwahrheiten, Vorurteile, fragwürdige Behandlungen
von Werner Bartens

Das darf doch wohl nicht wahr sein!

Ist fettarme Ernährung gesund? Deuten weiße Flecken auf dem Fingernagel Eiweißmangel an? Deckt der jährliche Gesundheitscheck verborgene Krankheiten auf? Schützt eine Gesichtsmaske vor der Ansteckung mit Sars? Entzieht Kaffee dem Körper Wasser? Verursachen Haarfärbemittel Krebs? Lebt länger, wer weniger isst? Sind schwere Nebenwirkungen selten? Soll man bei Grippe viel trinken? In kaum einem Bereich existieren so viele verblüffende, erschreckende und unglaubliche Halbwahrheiten wie in der Medizin. Werner Bartens hat die populärsten Irrtümer gesammelt, denn nirgends ist die Fortschrittsgläubigkeit so groß und der Wissenstand so flüchtig. Ein Trost und ein Vergnügen für Patienten und ihre Ärzte.

Über den Autor:
Dr. med. Werner Bartens, 1966 geboren, ist Arzt, Historiker und Autor populärer Sachbücher. Er wurde mehrfach mit Preisen für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet und arbeitet als Medizin- und Wissenschaftsredakteur bei der Süddeutschen Zeitung.


Das Vermächtnis der Wanderhure

von Iny Lorentz

Das Vermächtnis der Wanderhure beginnt fulminant: mit einer grausamen Schlacht der Hussiten gegen die Deutschen. Bereits hier wird deutlich: Man sollte nicht allzu zart besaitet sein, wenn man in Iny Lorentz' historischen Roman eintauchen möchte ....

... auch wenn sich herausstellt, dass die Anfangsschlacht nur geträumt ist; von Marie nämlich, die erst vor kurzer Zeit dem ihr aufgezwungenen Schicksal als Wanderhure entronnen ist und nun mit ihrer Familie glücklich über das Lehen Kiebitzstein gebietet. In dem Traum entführt Maries Erzfeind Falko von Hettenheim ihre kleine Tochter Trudi. Falko ist längst tot, trotzdem deutet Marie den Traum als schlechtes Omen.

Sie soll Recht behalten. Falkos Witwe Hulda entführt die schwangere Marie auf einer Reise und tauscht Maries neugeborenen Sohn gegen ihre eigene Tochter aus -- aus Rache und weil sie dringend einen männlichen Erben benötigt. Sie täuscht Maries Tod vor und lässt sie auf einem Sklavenschiff nach Russland verschleppen.

Auf der Reise findet Marie in der Afrikanerin Alika eine Freundin, und gemeinsam gelingt es den beiden, die schrecklichen Qualen und Erniedrigungen der Sklaverei zu überleben. Dank ihrer Kenntnisse in Kräuterheilkunde gewinnt Marie das Vertrauen ihrer griechischstämmigen Herrin. Und als diese durch politische Umwälzungen selbst in Ungnade fällt, gelingt den Frauen die Flucht über Konstantinopel zurück nach Deutschland, auf Maries Lehen Kiebitzstein. Schließlich kommt es zu einer letzten dramatischen Schlacht, in der Maries Mann Michel bei dem Versuch, seinen und Maries Sohn aus Huldas Gewalt zu befreien, buchstäblich durchs Feuer geht.

Das europäische Mittelalter in Das Vermächtnis der Wanderhure ist roh, Güte eine seltene Tugend. Besonders Frauen sind die Leidtragenden der allgegenwärtigen Brutalität. Vergewaltigungen, unter denen besonders Alika zu leiden hat, sind an der Tagesordnung. Wahrlich kein leichter Stoff, aber ausgesprochen spannend zu lesen.
Astrid Vogelpohl, Literaturtest


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