NEUMARKT.
Zu einem Gespräch hat sich Oberbürgermeister Alois Karl mit den Bürgern Lährs am Donnerstag Abend getroffen. Das Vereinsheim des Schäferhundevereins war angesichts von rund 70 Besuchern dicht gefüllt.
Oberbürgermeister Karl fasste das Hauptaugenmerk für diese Zusammenkünfte so zusammen: "Wir wollen auf diese Weise mit den Bürgern in den einzelnen Stadtteilen im Dialog bleiben und auch aus erster Hand erfahren, wo sie der Schuh drückt." In Lähr ging es dabei vor allem um eine angedachte Ostumgehung, den Sandabbau, um das Fehlen einer Zusammenkunftsmöglichkeit in Lähr und einen Bolzplatz.
Im Hinblick auf eine mögliche Ostumgehung wies Oberbürgermeister Karl noch einmal auf die große Bedeutung einer zweiten Autobahnausfahrt für Neumarkt hin. Für ihn als Stadtoberhaupt stellt sich dabei die Grundfrage, ob eine Kommune an das öffentliche Verkehrsnetz gut angebunden oder eben abgehängt ist.
Zu der Diskussion um eine mögliche Ostumgehung betonte er noch einmal, dass es sich lediglich um gedankliche Vorstellungen handele. Schon bei einer Bürgerversammlung in Höhenberg vor zwei Jahre hatte er dies erklärt und seither habe sich daran nichts geändert. Es gebe daher keinen Plan, nicht einmal eine Vorplanung. Die auf einer Karte grob einskizzierte Linienführung sei lediglich ein erster Gedanke.
Von Seiten der Lährer kamen dazu weitere Vorschläge, wie eine mögliche Straßenführung im Bereich Lähr aussehen könnte. So etwa wurde vorgeschlagen, die Abzweigung von der B8 auf die Ostumgehung erst in der Kehre der B8 und nicht in der Gößweinstraße vorzunehmen.
Daneben war auch der Sandabbau ein Thema, das die Lährer an diesem Abend interessierte. Oberbürgermeister Karl erinnerte daran, dass der Vertrag dafür bereits vor über 40 Jahren durch die Gemeinde Helena geschlossen worden sei und die Stadt an den gültigen Verträgen nicht rütteln könne. Darüber hinaus sei das Bergamt Bayreuth als Genehmigungsbehörde zuständig. Trotzdem habe man von Seiten der Stadt in den letzten Jahren im Hinblick auf die Renaturierung der Flächen viel erreicht.
Weitere Themen waren unter anderem die fehlende Zusammenkunftsmöglichkeit in Lähr und ein Bolzplatz im Stadtteil. Hier ermunterte Oberbürgermeister Karl die Lährer, sie sollten ein geeignetes Grundstück finden und die nötigen Vorgespräche mit dem Eigentümer führen. Anschließend sollten die Lährer auf die Stadt zukommen, damit die weiteren Schritte besprochen werden können.