neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
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ISSN 1614-2853
5. Jahrgang

"Widerspruch einlegen"

NEUMARKT. MdB Alois Karl will "Google" verbieten, die Ansicht seines Hauses im umstrittenen Online-Dienst "Street View" zu veröffentlichen.

"Und das rate ich auch jedem Mieter und Hauseigentümer in meinem Wahlkreis", erklärte Karl am Dienstag.

Am Montag hat die Widerspruchsfrist begonnen, die "Google" für seinen Straßenbilder-Dienst "einräumt". Doch nicht nur die Bewohner der 20 deutschen Städte, die bei noch in diesem Jahr ans Netz gehen sollen, können von dem Internet-Konzern verlangen, dass ihr Wohnhaus oder ihre Wohnung nicht ins Internet gestellt wird.

"Auch wenn unter den 20 ersten von Google freigeschalteten Städten keine Stadt oder Gemeinde aus unserem Wahlkreis betroffen sein wird, ist ein Widerspruch sinnvoll", erklärte MdB Alois Karl. Hier gelte es ein deutliches Zeichen gegen das "einseitige Vorgehen von Google" zu setzen. Eigentlich sollte "Google" zuerst die Zustimmung der Betroffenen einholen, bevor der Stadtplandienst freigeschaltet wird.

"Street View" ist nicht zuletzt deswegen in die Kritik geraten, weil der Konzern überhaupt nicht daran dachte, die Hausbewohner um Erlaubnis zu fragen, als er von einer erhöhten Position aus Straßenzug um Straßenzug fotografierte. Kritiker sehen in den Daten einen "Neckermann-Katalog für Einbrecher", die sich im Internet die lohnensten Objekte aussuchen könnten (wir berichteten mehrfach).

MdB Karl war in der zurückliegenden Wahlperiode als Mitglied des Innenausschusses Berichterstatter für den Bereich Datenschutz. "Meine damaligen datenschutzrechtlichen Bedenken sind noch lange nicht ausgeräumt", sagt Alois Karl. Es sei nicht geklärt, welche Daten wie und wo gespeichert und genutzt werden.

Es müsse niemand hinnehmen, dass so detaillierte Abbildungen des eigenen Wohnhauses gespeichert und veröffentlicht werden. Deshalb sollte jeder, der eine öffentliche Darstellung nicht will, sein Recht auf Widerspruch geltend machen.

Einen Vordruck für einen Widerspruch kann man sich hier herunterladen.
17.08.10

Schon 93 Anzeigen

NEUMARKT. Eine britische Firma mit Filiale in Berching will Surfer für den angeblichen Besuch von Sex-Seiten im Internet abkassieren.

Bei der Neumarkter Polizei liegen bereits 93 Anzeigen vor, hieß es am Mittwoch. Die Firma habe dabei Abbuchungen in Höhe von jeweils 29,70 Euro für einen Drei-Monats-Vertrag vorgenommen, den die Kontobesitzer angeblich beim Besuch von Sex-Seiten der britischen Firma abgeschlossen hätten.

Die Hauptniederlassung der Firma wurde in Großbritanien gegründet und eine Zweitniederlassung befindet sich in Berching, hieß es am Mittwoch von der Polizei. Als Generalbevollmächtigter sei mit einem urkundlichen Vertrag ein Rechtsanwalt aus dem südlichen Landkreis Neumarkt bestimmt worden.

Bundesweit laufen deshalb Anzeigen bei der Neumarkter Polizei ein. Die Bürger erstatten Anzeige wegen einer Abbuchung, obwohl sie die angeführten Sex-Seiten überhaupt nicht aufgerufen haben.

Die Polizei rät, in regelmäßigen und kurzzeitigen Abständen die Kontoauszüge auf unrechtmäßige Abbuchungen zu überprüfen und nötigenfalls sofort Verbindung mit der Bank aufzunehmen.
04.08.10

Riskantes "Banking"

NEUMARKT. Der bayernweite Anstieg von aktenkundig gewordenen "Phishing-Fällen" beim Online-Banking ist auch in Neumarkt zu spüren.

Neumarkter Kreditinstitute reagieren empfindlich auf Berichte über Konten Neumarkter Bankkunden, die blitzschnell leer geräumt wurden (wir berichteten vielfach) und würden gerne die angebliche "Sicherheit" gerade ihres Online-Bankings in den Vordergrund stellen. Doch das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) wies jetzt auf einen "eklatanten Anstieg der bei der Polizei angezeigten Phishing-Fälle in Bayern" in den letzten drei Monaten hin. Für das Jahr 2010 liegen diese mit 770 gemeldeten Fällen bereits jetzt über denen des gesamten Vorjahres (736). Der diesjährige Schaden beläuft sich bereits auf 3,7 Millionen Euro.

Allein in den Monaten April, Mai und Juni 2010 kam es bayernweit zu mehr als 530 Anzeigen. Die Zahlen der Phishing-Fälle unterliegen einem stetigen Wandel. Wenn es Straftäter schaffen, die aktuell verwendeten Sicherheitssysteme zu knacken, steigen die Missbrauchsfälle nachfolgend deutlich an.

In den meisten Fällen dürften die PCs der Nutzer mit einer Schadsoftware infiziert gewesen sein, mittels derer es den Tätern möglich ist, das weitverbreitete Sicherungsverfahren iTAN der Banken zu kompromittieren.

Die unterschiedlichen Typen von Schadsoftware neuester Generation arbeiten im Hintergrund auf den infizierten Rechnern. Wird eine Online-Banking-Transaktion ausgeführt, manipuliert sie den Originalauftrag des Kunden in Echtzeit und in der Regel werden mehrere tausend Euro auf ein von den Tätern bestimmtes Konto überwiesen. Das Opfer erfährt das meist erst bei der Kontrolle der Kontobelege.

Erklärungen:

iTAN: Eingabe einer bestimmten, von der Bank geforderten, Transaktionssnummer

mTAN/SMS-TAN: Nach Ausfüllen der Überweisung im Internet wird seitens der Bank eine Transaktionsnummer mit SMS auf das Mobiltelefon gesandt.

FinTS Secoder: PIN/TAN-Verfahren und Kunden-Chip-Karte mit Kartenlesegerät.
Das LKA warnt Bankkunden eindringlich davor, Online-Banking mit nicht oder ungenügend geschützten PCs zu nutzen.Rechner müssen auf dem neuesten Stand gehalten, Update-Funktion des Herstellers des Betriebssystems und unbedingt ein tagesaktueller Virenscanner und eine Firewall genutzt werden.

"Zusätzliche Sicherheit" sollen alternative Sicherungsverfahren beim Online-Banking liefern, die, wenn sie richtig angewendete werden, dem "unsicheren iTAN" überlegen sind, zum Beispiel mTAN/SMS-TAN oder FinTS Secoder.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Tipps des LKA:
29.07.10

"Meilenstein" in Neumarkt


Etwas arg theatralisch wurde der Hebel für die Neumarkter
Internet-Versorgung umgelegt - wenigstens für einen Teil der
Stadt.
NEUMARKT. Als "Meilenstein" bezeichnete Minister Martin Zeil am Montag die Inbetriebnahme eines Breitband-Schaltverteilers in Neumarkt.

Es handelte sich dabei um die erste derartige Anlage in Bayern. Es handele sich um einen "Meilenstein für den Breitbandausbau im ländlichen Raum", sagte der bayerische Wirtschaftsminister.

Der Schaltverteiler bündelt die DSL-Technik an einem zentralen Punkt. Dadurch werde das Hochrüsten mehrerer Kabelverzweiger vermieden, an die in ländlichen Gebieten oft nur wenige Haushalte angeschlossen seien. Teurer Tiefbau werde damit überflüssig.

"Mit dieser neuen Technik können wir den Breitbandausbau gerade in den ländlichen Gebieten deutlich wirtschaftlicher machen und ihn beschleunigen", sagte der Minister. Es komme nun darauf an, dass der Antragsstau bei den Schaltverteilern schnell aufgelöst werde. Dafür setze sich das Bayerische Wirtschaftsministerium mit Nachdruck ein.

Die Bundesnetzagentur hat im März 2009 verfügt, dass die Deutsche Telekom den Wettbewerbern Zugriff auf einen Schaltverteiler gewähren muss. "Von dieser Entscheidung profitiert Neumarkt in hohem Maß", sagte Zeil. Er freue sich, daß die Stadt "heute einen wichtigen Schritt hin zu einer lückenlosen Breitbandversorgung getan hat". Mit der Investition werden über 200 Haushalten mit Richtfunk und Glasfaserkabel ans schnelle Internet angebunden. "Damit stehen künftig Übertragungsraten von 6 Mega­bit pro Sekunde und mehr zur Verfügung", so der Wirtschaftsminister.

Trotz der schönen Politiker-Worte gibt es in Neumarkt noch immer reichlich Unmut über mangelhafte Versorgung mit schnellem Internet, wie es zum Beispiel im Forum "Neumarkter Meinungen" heißt.

Die Bayerische Staatsregierung setze sich mit Nachdruck für den Breitbandausbau in Bayern ein, hieß es bei dem Termin am Montag. Im Mai letzten Jahres habe die Bayerische Staatsregierung die Förderbeträge verdoppelt. Über die Hälfte der bayerischen Gemeinden habe das Förderverfahren mittlerweile durchlaufen. "Das Förderprogramm läuft ausgezeichnet. Wir haben bislang in 441 Gemeinden Breitbandinvestitionen gefördert. Bayern ist damit in der deutschen Spitzengruppe", so Zeil.
26.07.10

Im Internet abrufbar


Unter die Ehrengäste war auch Umweltminister Dr. Markus Söder.


Ernst Ulrich von Weizsäcker am Rednerpult.
Fotos:Archiv
NEUMARKT. Wer an der 3. Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz nicht teilgenommen hat, kann sich jetzt in aller Ruhe die Fachvorträge und Diskussionen im Internet auf Video anschauen.

Die Konferenz am 25.Juni (wir berichteten mehrmals) wurde von den Verantwortlichen der Stadt als großer Erfolg gewertet. Nun können neumarktonline-Leser die Vorträge des Konferenzvormittags sowie die Beiträge des Fachforums I vom Nachmittag noch einmal per Video im Internet ansehen. Verschiedene Beiträgen sind auch als PDF-Dateien zum Nachlesen bereitgestellt.

"Ich finde das eine sehr gute und anschauliche Möglichkeit, die Konferenz zu dokumentieren", findet Oberbürgermeister Thomas Thumann. Die Neumarkter Nachhaltigkeitskonferenz finde weithin Beachtung und er sei sich sicher, dass dieses Angebot, auf einer eigenen Internetseite die Vorträge ansehen und anhören zu können, gut angenommen wird." Die Stadt hatte dafür die eine Firma beauftragt, die Konferenz aufzuzeichnen. Inzwischen wurden von der Firma die Beiträge entsprechend bearbeitet und für die Internetnutzung vorbereitet.

Interessierte können nunmehr beginnend von der Begrüßung durch Oberbürgermeister Thumann und Lammsbräu Chef Dr. Franz Ehrnsperger, dem Kooperationspartner der Stadt bei der Konferenz, alle Vorträge ansehen und zugleich auch die entsprechenden Folien der Powerpoint-Präsentationen parallel dazu betrachten.

Hier geht es zu den Vorträgen: Begrüßungen:


Ein Übersicht über alle Videos und PDF-Dokumente gibt es hier
08.07.10

Schnelle Datenautobahn


An der Ortsdurchfahrt in Berg werden derzeit die Glasfaserkabel verlegt.

NEUMARKT. Im Gehweg an der Ortsdurchfahrt Berg werden derzeit die Glasfaserkabel für den Ausbau des leistungsfähigen Breitbandnetzes verlegt.

Um die Breitbandversorgung in Berg nachhaltig zu verbessern, werden zu den vorhandenen sechs Kabelverzweigern Glasfaserkabel verlegt und mit aktiver T-DSL-Technik erweitert. Von der T-DSL-Technik im Kabelverzweiger werden die Breitbandverbindungen über kurze Kupferleitungen zum Hausanschluss geführt, so dass T-DSL-Verbindungen mit bis zu 16.000 Kbit/s realisierbar sind. Das ganze Gebiet von Berg mit Riebling kann dann mit mindestens 6000 Kbit/s versorgt werden.

In vorhandene Leerrohre müssen 5600 Meter Glasfaserkabel eingezogen werden und zusätzlich in der Rosenbergstraße und Neumarkter Strasse zwischen der Einmündung Schwarzachweg und Raiffeisengebäude 650 Meter Glasfaserkabel im Gehweg neu verlegt werden. Die Bauarbeiten sollen im Juli beginnen und bis Ende des Jahres 2010 bietet die Telekom in Berg leistungsfähige DSL - Verbindungen an.

Mit der "DLS-Glasfaser-Outdoor-Lösung" habe man – so Bürgermeister Helmut Himmler – die Möglichkeit einer zukünftigen Erweiterung mit höheren Bandbreiten von 25 bis 50 Mbit/s. Insofern sei der hohe Kostenzuschuss der Gemeinde für die Zukunft gut investiert und verantwortbar.

Die gesamte Maßnahme in Berg wird einschließlich der umfangreichen Tiefbaumaßnahmen 348.000 Euro kosten, wobei die Telekom eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 253.000 Euro – die von der Gemeinde Berg zu finanzieren ist – errechnet. Von der Regierung der Oberpfalz erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 100.000 Euro.

Das Glasfaserkabel zwischen Freiberg und Traunfeld in der Gemeinde Lauterhofen wurde bereits verlegt. Von diesem Kabel aus werden auch die Orte Häuselstein, Reicheltshofen und Wünricht in der Gemeinde Berg versorgt, so dass nach Abschluss der Umbaumaßnahmen in diesen Orten Bandbreiten von mindestens 4.000 KBit/s bereit stehen. Berg beteiligt sich an den Kosten des DSL-Ausbaus in der Nachbargemeinde.

Für Stöckelsberg und das Rohrenstädter Tal ist die Ausschreibung der Breitband-Nachrüstung abgeschlossen und die Telekom hat auch ein Angebot abgegeben. Demnach stehen nach dem Ausbau in diesem Gebiet DSL-Anschlüsse von 1.000 bis 6.000 KBit/s zur Verfügung. Die Gesamtinvestition der Maßnahme beträgt 38.500 Euro und die Gemeinde Berg müsste sich mit 18.700 Euro an den Kosten beteiligen. Die Umsetzung ist 12 Monate nach Vertragsunterzeichnung geplant.

Hausheim, Haslach, Rührersberg, Gspannberg, das Waller Tal und Kadenzhofen sind bereits über Richtfunk mit komfortablen Breitbandkapazitäten versorgt, wobei sich die Gemeinde mit 15.000 Euro an den Investitionen beteiligt hat.

Mit dem Ausbau in der Altgemeinde Stöckelsberg - so Bürgermeister Helmut Himmler - sind in Berg alle Aufgaben hinsichtlich DSL gemacht und man könne mit rund 200.000 Kosterbeteiligung den Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Gemeindegebiet einen vernünftigen DSL-Standard bieten.

Ärgerlich hingegen sei und bleibe, dass privatwirtschaftliche Aufgaben der Telekommunikation in erheblichem Unfang über Steuergelder der Gemeinde finanziert werden müssen, sagte er.
08.07.10

Bald schnelles Internet?

NEUMARKT. "Wir hatten ein gutes Bürgergespräch mit vielen Informationen, einer intensiven Diskussion und klaren Ergebnissen." So fasste Bürgermeister Helmut Himmler die Informationsveranstaltung im voll besetzten Schützenhaus Kadenzhofen zur Thematik "Breitbandversorgung/DSL in Kadenzhofen" zusammen.

Himmler – der mit Gemeinderat Johann Ehrnsperger zur Abendveranstaltung geladen hatte - informierte, dass schnelles Internet in Kadenzhofen prinzipiell bereits seit März 2009 möglich sei.

Das Signal werde über Funk von der Verteilerstation der Telekom in Sindlbach über einen bei Hausheim errichteten Mast nach Ober- und Unterwall, Hausheim und Haslach weitergeleitet und das sei auch in Kadenzhofen möglich.

Die Infrastruktur sei von einer Firma aufgebaut worden und die Gemeinde Berg habe sich mit 15.000 Euro an den Kosten beteiligt.

Ein Firmenvertreter informierte die zahlreichen Besucher der Veranstaltung über Technik und Tarife der möglichen Versorgung und beantwortete während der Diskussion viele Detailfragen. Eine größere Anzahl von Haushalten soll Interesse an einem Anschluss an die Funk–Variante gezeigt haben.

Für die erforderliche "Rundumantenne", die in Kadenzhofen das Funksignal empfängt und in die einzelnen Haushalte abstrahlt, zeichnet sich eine gute Lösung ab, so dass schon sehr bald hohe Breitbandkapazitäten und Telefonieren über Internet im Dorf möglich sein werden, hieß es.
06.07.10

Thema: Datenautobahn

NEUMARKT. Um das Thema Breitbandversorgung geht es am Montag bei einer Bürgergespräch im Berger Ortsteil Kadenzhofen.

In der Gemeinde Berg erfolgt die Breitbandversorgung für einige Orte (Ober-, Unterwall, Haslach, Hausheim) über Richtfunk in Zusammenarbeit mit der Firma Brandl Services aus Pavelsbach. Den Aufbau der Technik hat die Gemeinde Berg mit einem Anteil von 15 000 Euro mitfinanziert.

Grundsätzlich könne auch in Kadenzhofen eine wesentliche Verbesserung der Breitband-Versorgung durch Funkübermittlung erreicht werden.

Bürgermeister Helmut Himmler, Gemeinderat Johann Ehrnsperger und Vertreter der Firma führen am Montag um 20 Uhr im Schützenheim Kadenzhofen eine Informations- und Diskussionsveranstaltung durch, um über Technik, Möglichkeiten der Versorgung sowie anfallende Kosten zu informieren.
03.07.10

Trojaner am Werk

NEUMARKT. Wieder einmal sollte ein Neumarkter beim Internetbanking abgezockt werden. Unbekannte holten sich 5700 Euro von seinem Konto.

Der 48jährige Mann wurde nach Angaben der Polizei auf der vermeintlichen Startseite aufgefordert, zur Sicherheitsüberprüfung eine bestimmte TAN einzugeben. Danach funktionierte die Software scheinbar wieder wie gewohnt.

Allerdings wurden kurz danach von Unbekannten eine Überweisung in Höhe von 5700 Euro auf ein Konto in England veranlaßt. Offenbar war durch einen Trojaner die TAN-Nummer "abgefischt" worden.

Glücklicherweise fiel die Überweisung so rechtzeitig auf, daß der Betrag zurückgeholt werden konnte.

Die Polizei wies in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, "bei solchen Vorgängen vorsichtiger zu sein" und keinesfalls Daten wie die TAN-Nummer herauszugeben. Banken würden solche sicherheitsüberprüfungen nicht online durchführen.
23.06.10

Bald schnelles Internet


Zu einer Baustellenbesichtigung trafen Vertreter der Telekom mit den beiden Bürgermeistern Peter Braun und Michael Gottschalk, sowie dem "Breitbandpaten" des Marktes Lauterhofen, Wolfgang Klebl.

NEUMARKT. Nach jahrelangem Ringen um eine Lösung gibt es im Norden und Süden des Marktes Lauterhofen eine gute Nachricht: Der DSL-Ausbau hat begonnen.

Nachdem zum Jahreswechsel die Marktgemeinde Kooperationsverträge über die DSL-Verfügbarkeit mit der Deutschen Telekom abgeschlossen hat, ist es endlich soweit: Eine von der Telekom beauftragte Firma hat an der Kreisstraße von Deinschwang nach Traunfeld mit den Grabarbeiten sowie der Verlegung von Leerrohren und Leitungen begonnen.

Bürgermeister Peter Braun freute sich, dass hier mit dem Verlegen von Glasfaserleitungen eine technisch gute Lösung geschaffen wird. Planung, Ausschreibung und Vergabe sowie Standortfestlegung für Outdoor-DSLAMs haben nur wenige Monate in Anspruch genommen.

Laut Vertrag mit der Telekom ist geplant, dass sie die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen hat. Danach verfügen die Ortsteile Deinschwang, Freiberg, Ballertshofen, Mettenhofen, Traunfeld, Dippersricht, Aglasterhof und Engelsberg über einen schnellen Internetzugang. Von dieser Maßnahme profitieren auch einige Ortsteile angrenzender Gemeinden.

Der Markt Lauterhofen investiert in den DSL-Ausbau eine Summe von insgesamt 188.000 Euro. Darin enthalten ist eine staatliche Förderung von 100.000 Euro.

Ziel der Marktgemeinde ist es, dass auch jene Gebiete, die immer noch über einen unzureichenden Internetzugang verfügen, besser erschlossen werden.
17.06.10

Schüler unterrichten Senioren

NEUMARKT. Im Rahmen der kommunalen Seniorenarbeit in Berg hat Gerd Meier bei der letzten Sitzung des Gemeinderates einen Zwischenbericht über die Arbeit mit den Senioren in puncto EDV-Anwendung abgegeben.

Gerd Meier berichtete von der aktuellen Situation bei den angebotenen Kursen "Computer für Senioren" - an denen wöchentlich zwischen 16 und 18 Bürger teilnehmen. Betreut wird dieses Angebot von sieben Trainern, wobei fünf Betreuer im Wechsel als Dozenten tätig sind. Die Treffen finden - seit Bestehen dieses Projektes im Jahr 2008 - jeweils dienstags von 19 bis 21 Uhr - mit Ausnahme in den Schulferien - in den Computerräumen der Schwarzachtal-Schule Berg statt.

Weiter teilt er mit, dass seit kurzem auch eine Zusammenarbeit mit Schülern der 8. Klassen der Schwarzachtal-Schule Berg besteht. An den Kursabenden unterstützen Schülergruppen die Trainer bei der Betreuung der Senioren - jeweils für vier Wochen. Im Anschluss daran bereiten die Schülergruppen jeweils einen eigenen Unterrichtsabend vor und führen diesen auch durch. Dafür erhalten die Schülern über ihre Teilnahme eine Praktikumsbescheinigung.

Abschließend führt Gerd Meier - was die sonstigen sozialen Aktivitäten betrifft - noch an, dass sich die Senioren auch außerhalb des Computerkurses treffen und zum Beispiel regelmäßig ihre Weihnachtsfeier abhalten.

Bürgermeister Himmler bedankt sich bei Meier für sein "herausragendes bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit - vor allem was den Umgang mit Computern anbelangt". Diese Arbeit sei nicht zu unterschätzen, denn man müsse den Senioren in der Gemeinde adäquate Angebote unterbreiten und darüber hinaus sei auch der Lernerfolg der Senioren bemerkenswert.

Das Wissen und Können der Senioren werde ohnehin völlig unterschätzt und das soziale Potential der Ruheständler könne noch viel intensiver für jedes Gemeinwesen aktiviert und genutzt werden.
15.06.10

Fortsetzung für Excel

NEUMARKT. Beim nächsten Themenvormittag der G6-Senioren wird am Dienstag ab 9.30 Uhr der im Mai begonnene Grundkurs in Excel fortgeführt.

Während Grundkurs I im Wesentlichen nur einen groben Überblick vermitteln sollte, wird Heinz Pitz versuchen, bei Teil II mehr ins Detail zu gehen. Excel fordere nicht nur die Kreativität des Nutzers, sondern biete auch eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten, die in diesem Kurs ausführlicher besprochen werden sollen.

Der Unkostenbeitrag beträgt 2 Euro.
11.06.10

Ärger beim Online-Kauf

NEUMARKT. Immer wieder Ärger bei Bestellungen im Internet: die Neumarkter Polizei darf sich aktuell wieder mit zwei Fällen herumschlagen.
09.06.10

Riskantes "Banking"

NEUMARKT. 4248,42 Euro buchten Unbekannte bei einem 41jährigen Mann vom Online-Konto, nachdem sie seine TAN-Nummer "abgefischt" hatten.

Der Mann aus dem Landkreis Neumarkt kam prompt der Aufforderung nach, als sich auf der Startseite der Banking-Software ein Fenster mit dem Hinweis auftat, der Geschädigte müsse zur Sicherheitsüberprüfung eine TAN eingeben. Danach schloss sich das Fenster und das Programm funktionierte wie gewohnt.

Einen Tag später veranlasste ein unbekannter Täter mit der vermutlich mittels eines Trojaners abgefischten TAN online eine Überweisung in Höhe von über 4200 Euro auf ein Konto in Bulgarien.
09.06.10


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