Tatsache ist, dass ich in unzähligen Sitzungen des Neumarkter Stadtrates und des Bausenates in den letzten sechs Jahren stets und in inhaltlich immer gleicher Weise vor den verschiedenen Risiken eines ungebremsten und ungesteuerten Zubaus von Windkraftanlagen gewarnt habe und leider zu wenig Gehör fand. Dies können sämtliche Mitglieder des Neumarkter Stadtrates, alle anwesenden Medienvertreter, der frühere und heutige Stadtbaumeister und die interessierte Öffentlichkeit belegen, auch weil meine Meinung in unzähligen Presseberichterstattungen gedruckt vorliegt.
Glücklicherweise kann jedermann auf der Internetseite der Stadt Neumarkt alle Protokolle aus den Stadtrats- und Bausenatssitzungen auch einsehen und bei Interesse sofort erkennen, in welch schamloser Weise mir ganz persönlich Unrecht geschieht und die Tatsachen verdreht werden.
Die Stadt Neumarkt hat kürzlich in der Diskussion mit Gegnern der Windkraftanlagen die Entwicklung in den letzten drei Jahren dargestellt, als zunächst in der Stadtratssitzung vom 17. April 2012 die Aufstellung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen beschlossen wurde.
In besagter Stadtratssitzung habe ich mich bereits damals in der Weise zu Wort gemeldet, wie ich es die Jahre zuvor auch schon immer getan habe und werde im Protokoll wie folgt zitiert:
"Stadtrat (Werner) Thumann (meint) ... Vielen Stadträten ist nicht bewusst in welcher Weise man mit Windkraftanlagen in das Landschaftsbild eingreift. ...Allerdings muss man an die Aufgabe ergebnissoffen herangehen und auch danach fragen, ob Windkraftanlagen in Neumarkt notwendig sind. Die Wahrzeichen der Stadt, wie Mariahilfbergkirche und Burgruine Wolfstein du¨rfen nicht beeinträchtigt werden. Es geht darum, ob die Stadt auch weiterhin als attraktiv gesehen wird; es geht um Tourismus, Naturschutz, Landschaftsschutz und Denkmalschutz."
Eineinhalb Jahre später, als das Thema im Bausenat in der Sitzung vom 14. Oktober 2013 erneut behandelt wurde ist dem Protokoll zu entnehmen:
"Stadtrat Thumann betont ausdrücklich, dass er schon immer die gleiche Meinung vertreten hat und er kein einziges Windrad mehr auf städtischem Gebiet haben möchte...
Für ihn ist ein Mindestabstand von 1000 m von jeder Wohnbebauung zwingend erforderlich. Es wäre ihm jedoch noch lieber, wenn
keine Konzentrationsflächen mehr ausgewiesen würden.... Er stellt nochmals klar, dass er kein einziges Mal für Windkraftanlagen gestimmt hat..."
Durch meinen Einsatz wurde dann für alle Formen der Bebauung ein Mindestabstand von 1000 Metern beschlossen, obwohl die Verwaltung mit OB Thomas Thumann an der Spitze zunächst nur 800 Meter bei einem Mischgebiet Dorf und nur 600 Meter bei Einzelgehöften vorgeschlagen hatte.
Ich habe in dieser Sitzung außerdem, wie der gesamte Bausenat gegen eine Konzentrationsfläche im Heiligenholz gestimmt. Außerdem habe ich mit zwei weiteren Stadträten auch gegen eine Konzentrationsfläche "Kräfft" gestimmt und war damit leider gegen eine Mehrheit von 8 Stimmen mit Stimmen der UPW unterlegen.
Abschließend stelle ich nochmals fest, dass der Landkreis Neumarkt einschließlich der Stadt Neumarkt seinen notwendigen Beitrag zur deutschen Energiewende mehr als übererfüllt hat und nun auch andere Landesteile ihre Beiträge leisten sollen, auch um die sogenannte "Monstertrasse" durch den Landkreis Neumarkt als zusätzliche Belastung für unsere Heimat zu vermeiden.