Ist es sinnvoll, Wasser vom Hallerbrunnen 23 Kilometer, über die Jurahöhen hinweg, nach Neumarkt zu pumpen. Dabei reichen doch die noch nicht erschlossenen Vorkommen vor Ort, insbesondere, wenn endlich auch in NM sparsamer mit dem kostbaren Nass umgegangen wird. Immer noch verbrauchen wir nämlich überdurchschnittlich viel Trinkwasser.
Die in der letzten Werksenatssitzung genannten Schadstoffwerte des einstmals hoch gelobten Hallerbrunnens, waren für viele erschreckend: Nitrate, Atrazin (nicht nur Pflanzengift), Trübungsstoffe, Coli-Bakterien (aus Fäkalien stammend) sind im relativ harten Wasser und werden weder durch modernste Technik und schon gar nicht durch Mischung mit unserem Wasser in der Miss in der Gänze entfernbar sein.
Dr. Sperber, Chef des staatlichen Gesundheitsamts, verharmlost in diesem Zusammenhang mal wieder, beruft sich auf Grenzwerte, die angeblich meist eingehalten seien. Grenzwerte unterschreiten heißt doch nicht: Ungefährlich für alle. Als ob Verbraucher, z.B. ein ohnedies krankheitsanfälliges Kind beim Genuss des Neumarkter Hallerbrunnen-Trinkwassers damit auf der sicheren Seite wäre. Herr Dr. Sperber weiß anscheinend nicht wie Grenzwerte zustande kommen. Gültig sollen sie für alle Menschen sein? Obwohl wir doch wohlweißlich so verschieden sind. Die Garantie des Herrn Dr. Sperber mag für ihn gelten, für andere kann sie sehr gefährlich sein.